Beschreibung der Studie

Die Nachfrage nach autentischen Trainingsmodellen in der operativen Medizin ist heutzutage größer denn je. Daher ist die Entwicklung von Modellen notwendig, die es ermöglichen, neue Technologien und Anwendungen zu erproben. Die Entwicklung der medizinischen Robotik hat das Gesicht der operativen Medizin nachhaltig verändert und unbestreitbar einen weiteren großen Innovationssprung minimalinvasiver Techniken initiiert. Die Urologie als Fachdisziplin spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die meisten „makro“-robotischen Operationen werden weltweit bereits aufgrund urologischer Krankheitsbilder durchgeführt. Eine neuartige Entwicklung der operativen Medizin ist die Mikrorobotik. Hierzu forschen Ärzte und Wissenschaftler u.a. am Stuttgarter Max-Planck-Institut an miniaturisierten Operationsrobotern. Die ableitenden Harnwege scheinen als Erprobungsgebiet der o.g. neuen, stark miniaturisierten Technologien besonders gut geeignet zu sein. Etablierte Verfahren zur endoluminalen Diagnostik und Therapie der Harnwege könnten eines Tages durch autonome, minimalinvasive Mikromaschinen oder Nanoroboter erweitert oder gar ersetzt werden. Vorrausetzung dieses disruptiven Konzeptes ist zunächst die Definierung von Rahmenbedingungen zu Versuchsreihen am Harntrakt. Hierzu muss eine anwendungsspezifische Modifikation und Translation von bereits vorhandenen technischen Verfahren unter Berücksichtigung der anatomischen Begebenheiten des menschlichen Harntraktes erfolgen. Dies soll im vorliegenden Projekt durch die Etablierung eines 3D-gedruckten Nierenmodells basierend auf CT-Daten von Leichennieren garantiert werden. 2.2. Die Nieren werden nach sorgfältiger Auswahl eines geeigneten Leichnams durch die Freiburger Rechtsmedizin entnommen und entsprechend präpariert. Niere und Harnleiter (ggf. auch Blase) sollten hierbei unversehrt bleiben. Anschließend erfolgt der Transfer in die Radiologie der Freiburger Uniklinik. Hier wird nach retrograder Applikation von Kontrastmittel in die Ureteren oder die Blase ein CT-Scan der Organe durchgeführt. Die Organe werden anschließend sofort an die Rechtsmedizin zurück überführt. Die erhobenen Daten werden dann in anonymisierter Form durch die Kliniken für Urologie und Radiologie sowie das Stuttgarter Max-Planck-Institut (Prof. Peer Fischer) ausgewertet. Es folgt abschließend ein Kunststoff 3D Druck der Organe basierend auf den ermittelten Daten.

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Studiendetails

Studienziel Entwicklung des 3D Nierenmodells
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 5
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die analysierten Aufnahmen stammen von Verstorbenen, die post mortem gerichtmedizinisch in der Freiburger Rechtsmedizin obduziert werden (laut Ethikkommision kein Einverständis zu Lebzeiten notwendig).

Ausschlusskriterien

  • Leichen, deren Nieren aufgrund von Verwesung oder starker Zerstörung nicht verwendet werden können. Hierzu zählen auch nephrologische und urologische Krankheitsbilder, die zu einer erheblichen strukturellen Veränderung der Nieren geführt haben.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ein Organmodell der Niere ist nicht nur wichtig für die Entwicklung von neuen chirurgischen Instrumenten, sondern auch für die medizinische Ausbildung, vor allem im mikrochirurgischen Bereich der Urologie. Tiermodelle sind nicht zufriedenstellend da sie Schlüsselstrukturen der menschlichen Organe nicht ausreichend imitieren und ihre Präparation sehr arbeitsintensiv ist und sie nur unzurechend haltbar sind. Wir entwickeln daher ein dreidimensionales (3D) gedruckt Modell der menschlichen Niere einschließlich ihrer ableitenden Harnwege basierend auf Computer-Tomographie (CT) Daten. Anatomische Morphologie und physikalischen Eigenschaften werden im Detail untersucht.

Quelle

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