Beschreibung der Studie

Es ist bereits bekannt, dass eine überproportionale Nennung der Nebenwirkungen eines Medikaments einen Einfluss auf die tatsächlich auftretenden Nebenwirkungen hat. So zeigen Patienten, die ein Placebo erhalten beispielsweise ein vergleichbares Nebenwirkungsprofil, welche das tatsächliche Medikament verursachen würde. Das Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkung von Informationsvermittlungen bei Packungsbeilagen von gängigen, bereits zugelassenen Medikamenten auf die Wirkung des Medikaments selbst und auf das Auftreten von Nebenwirkungen zu untersuchen. Es handelt sich um eine Fragebogen-gestütze Untersuchung (online und paper-pencil), in der Personen befragt werden, die zur studienunabhängigen Selbstmedikation ein juckreizlinderndes Antihistaminikum (Dimetinden, Cetirizin, Loratadin) oder zur Schmerzlinderung ein Analgetikum (Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin) verwenden. Außerdem erhalten die Personen zum Lesen entweder eine neutrale Information, die Packungsbeilage ihres Medikamentes oder eine Information, die sich auf Selbstwirksamkeit fokussiert.

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Studiendetails

Studienziel Alle Gruppen werden im Hinblick auf ihr Einnahmeverhalten, das Erleben von Nebenwirkungen und der Symptomlinderung (numeric rating scale) untersucht. Grundlage hierfür sind Angaben in Fragebogensets (paper-pencil oder online) zu drei Messzeitpunkten: Baseline (vor der Informationsvermittlung), Post 1 (nach der Informationsvermittlung) Post 2 (Verlauf über 7 Tage). Unter anderem beinhalten die Fragebogensets die standardisierten Fragebögen STAI-S (Ängstlichkeit), SETS (Stanford Expectations of Treatment Scale; misst Erwartungen bezüglich der Behandlung) und den PHQ-4 (Ängstlichkeit und Depressivität).
Status Teilnahme vorübergehend ausgesetzt
Zahl teilnehmender Patienten 108
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft (aus Geldern der Programmpauschale der Projekte KL1350/5-1 und 1350/3-2)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einnahme eines der drei Antihistaminika zur Selbstmedikation von Juckreiz: Fenistil (Dragees; Dimetinden), Cetirizin, Loratadin
  • Einnahme eines der drei Analgetika zur Selbstmedikation von Schmerzen: Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen

Ausschlusskriterien

  • Symptomausprägung < 3 auf einer numerischen Rating Skala von 0 bis 10; Ausschlusskriterien sind akute oder chronische psychische Störungen (nach ICD-10) nach eigenen Angaben der Probanden, unzureichende Deutschkenntnisse.

Adressen und Kontakt

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Aus der Placeboforschung ist bekannt, dass eine überproportionale Nennung der Nebenwirkungen eines Medikaments einen Einfluss auf die tatsächlich auftretenden Nebenwirkungen haben kann. So zeigen Patienten, die ein Placebo erhalten beispielsweise ein vergleichbares Nebenwirkungsprofil, welche das tatsächliche Medikament verursachen würde. Das Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkung von Informationsvermittlungen bei Packungsbeilagen von gängigen, bereits zugelassenen Medikamenten auf die Wirkung des Medikaments selbst und auf das Auftreten von Nebenwirkungen zu untersuchen. Es handelt sich um eine Fragebogen-gestütze Untersuchung (online und paper-pencil), in der Personen befragt werden, die zur studienunabhängigen Selbstmedikation ein juckreizlinderndes Antihistaminikum oder zur Schmerzlinderung ein Analgetikum verwenden.

Quelle

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