Beschreibung der Studie

Patienten mit einer Essstörung (Anorexia oder Bulimia nervosa) treiben häufig in einer ungesunden, exzessiven Weise Sport. Dieses Verhalten trägt zur Aufrechterhaltung der Essstörung bei. In Freiburg wurde eine ambulantes, sporttherapeutisches Programm entwickelt, welches darauf abzielt, ungesundes Sporttreiben zu reduzieren und Patientinnen wieder an ein gesundes Sporttreiben heranzuführen. Um die Wirksamkeit des Programms zu überprüfen, werden Patientinnen mit einer Essstörung (BMI zwischen 16 und 25 kg/m²) und ungesundem Sporttreiben per Zufallsprinzip dem Gruppenprogramm oder einer Wartekontrollgruppe zugewiesen. Das Programm umfasst 13 Termine über einen Zeitraum von 3 Monaten. Die Patientinnen werden 6 Monate nach Abschluss des Programms nochmals nachuntersucht. Das Programm ist als Ergänzung zu einer ambulanten Psychotherapie konzipiert.

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Studiendetails

Studienziel Exzessiv-zwanghafte körperliche Aktivität (Reduktion des Gesamt-Scores der Committment to Exercise Scale): Baseline, Ende der Intervention ( Dauer ca. 3 Monate), 6 Monate nach Ende der Intervention.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Schweizerische Anorexia Nervosa Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ambulante Patienten mit anorexia nervosa, bulimia nervosa oder nicht-näher-bezeichneter Essstörung nach DSM IV
  • Alter 18 und darüber
  • CES-Score > 100 (Commitment to Exercise Scale)
  • BMI mind. 16 kg/m²

Ausschlusskriterien

  • Leistungssportler
  • geplante stationäre Aufnahme
  • Psychose, Substanzabhängigkeit oder hirnorganische Beeinrächtigung
  • körperliche Probleme, die es nicht erlauben, sich intensiver körperlich zu betätigen (Sport zu treiben)

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Üblicherweise wird körperliche und sportliche Aktivität als gesundheitsförderlich angesehen. Ein großer Anteil an PatientInnen mit einer Essstörung geht jedoch in einer ungesunden Art und Weise körperlicher und sportlicher Aktivität nach. Dies äußert sich im zeitlichen Umfang („exzessiv“), in einer zwanghaften und rigiden Handhabung sowie dysfunktionalen Motiven (Ziel der Gewichtsabnahme trotz Untergewicht; „qualitativ“). Exzessiv-zwanghafte körperliche Aktivität ist mit einem ungünstigeren Verlauf der Erkrankung assoziiert. Sporttherapeutische Interventionen, die darauf abzielen, die Art und Weise des Umgangs mit körperlicher und sportlicher Aktivität gezielt zu verändern, wurden bislang kaum entwickelt. Ziel der geplanten Studie ist die Wirksamkeit (efficacy) einer neu entwickelten, ambulanten sporttherapeutischen Intervention im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe zu prüfen.36 PatientInnen mit einer Essstörung und pathologischem Sporttreiben sollen über Randomisierung entweder der Interventionsgruppe oder einer Wartekontrollgruppe zugeteilt werden. Die 13 Einheiten umfassende Intervention (12 Wochen) zielt darauf ab, dysfunktionale, auf Sport und körperliche Aktivität bezogene Denkmuster und Verhaltensweisen zu verändern. Primärer Zielparameter ist eine Reduktion des zwanghaften Umgangs mit sportlicher Aktivität (gemessen mit der Commitment to Exercise Scale). Sekundärer Zielparameter ist die Essstörungspathologie (erfasst über den Gesamtscore des Eating-Disorder-Examination). Messzeitpunkte sind zu Beginn und nach Abschluss der Intervention, sowie sechs Monate nach Beendigung. Zusätzlich werden vor und nach der Intervention über 7 Tage im Alltag bei den essgestörten Probenden und zusätzlich einer gesunden Kontrollgruppe mit Hilfe der Methode des Ecological Momentary Assessment erhoben: körperliche Aktivität (Accelerometer), Essverhalten und Stimmung.

Quelle

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