Beschreibung der Studie

Frailty ist ein geriatrisches Syndrom (Inouye 2007). Es beschreibt den vulnerablen Zustand älterer Menschen für negative Gesundheitsereignisse, welcher komplex und multikausal ist (Clegg 2013). Zur Erfassung bzw. Diagnose der Frailty werden der Frailty Index (Mitnitski 2001) und der Frailty Phänotyp (Fried 2001) als international etablierte und empfohlene Instrumente verwendet („Goldstandard“) (Clegg 2013; Shamliyan 2013; Morley 2013; Vries 2011). Ein systematischer Review von Shamliyan und Kollegen (Shamliyan 2013) schloss 24 große epidemiologische Studien mit Menschen im Alter von über 65 Jahren ein und konnte je nach Erhebungsmethode gepoolte Prävalenzen von 24% (Defizitakkumulation) und 14% (Phänotyp) aufzeigen. Ein bedeutsamer Anteil der physiotherapeutisch versorgten Patienten ist älter als 65 Jahre. Es ist davon auszugehen, dass die Behandlungsplanung und –durchführung von Patienten mit Frailty einer besonderen Beachtung bedarf. Zudem stellt Frailty ein wichtiges zukünftiges Handlungsfeld für die Berufsgruppe der Physiotherapie dar (Braun 2014; Turner 2014; Fairhall 2011). Die konkrete Prävalenz von Frailty in der ambulanten physiotherapeutischen Versorgung ist unklar, da es sowohl national als auch international hier keine Untersuchungen gibt.

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Studiendetails

Studienziel Prävalenz der Frailty in Abhängigkeit der Erhebungs-/Diagnosemethode (Frailty Phänotyp/Frailty Index)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Hochschule für Gesundheit

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1) ≥65 Jahre
  • 2) in physiotherapeutischer Behandlung (mit GKV/PKV-Rezept)

Ausschlusskriterien

  • 1) keine freiwillige Teilnahme
  • 2) keine hinreichenden Sprachkenntnisse in Deutsch
  • 3) keine Zeit an Untersuchung teilzunehmen
  • 4) Unfähigkeit die Studieninformationen zu verstehen und das informierte schriftliche Einverständnis (written informed consent) zu geben (z.B. durch schwere Aphasie, schwere kognitive Beeinträchtigungen/Demenz, Blindheit)

Adressen und Kontakt

mehrere physiotherapeutische Einrichtungen/ambulante Praxen in Bochum, Bochum

Ansprechpartner: M.Sc. Tobias Braun

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Häufig gestellte Fragen

Epidemiologische Studie zur Ermittlung der Prävalenz von Frailty bei älteren Menschen in der physiotherapeutischen Versorgung.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien