Beschreibung der Studie

Atemnot ist ein häufiges und belastendes Symptom bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen, wie Tumorerkrankungen, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), chronischer Herzinsuffizienz, oder Lungenfibrose, das die Lebensqualität der Patienten deutlich einschränkt und auch zu hohen Belastungen der Angehörigen führt. Durch die Einrichtung einer Atemnot-Ambulanz am Universitätsklinikum München soll Patienten geholfen werden, besser mit ihrer Atemnot umzugehen und mehr Kontrolle über das Symptom zu erlangen. In der Atemnot-Ambulanz arbeiten Palliativmediziner und Lungenfachärzte zusammen, die sich besonders mit dem Symptom Atemnot auskennen und von einem Team verschiedener Berufsgruppen unterstützt werden. Die Atemnot-Ambulanz wird im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Studien in der Versorgungsforschung II“ gefördert wird.

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Studiendetails

Studienziel 1. Beherrschen der Atemnot, gemessen mit Chronic Respiratory Disease Questionnaire (CRQ), Unterskala "Mastery". 2. Lebensqualität, gemessen mit dem Gesamtscore des CRQ 3. Symptomlast, gemessen mit Integrated Palliative Care Outcome Scale (IPOS) 4. Belastung der Angehörigen, gemessen mit Zarit Burden Inventory (ZBI -22 Item Version) Messungen zu allen Untersuchungszeitpunkten (Baseline, T1, T2, Follow-Up)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 213
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Beeinträchtigung durch Atemnot trotz Behandlung der zugrundeliegenden fortgeschrittenen und lebenslimitierenden Erkrankung
  • Fähigkeit zur Teilnahme an Intervention einschließlich Ambulanz, Physiotherapie und Selbstmanagement (in kognitiver und funktioneller Hinsicht)
  • Bei akuter Verschlechterung der Grunderkrankung werden die Patienten für zwei bis vier Wochen auf eine Warteliste gesetzt und dann in die Studie eingeschlossen

Ausschlusskriterien

  • Atemnot durch chronisches Hyperventilationssyndrom, Asthma oder eine andere unbekannte Ursache
  • Erhalt von Strahlentherapie oder systemischer Therapie (außer Erhaltungstherapie)
  • Teilnahme an anderer Studie mit Fokus auf die Behandlung der Grunderkrankung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In England wurden multiprofessionelle Atemnotambulanzen in den letzten Jahren erfolgreich durch Palliativmediziner und Pneumologen entwickelt. Eine am Klinikum der Universität München neu eingerichtete Atemnotambulanz wird hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und der Kosteneffektivität unter Alltagsbedingungen (effectiveness) getestet. Ziel der beantragten Studie ist die Evaluation der Wirksamkeit und der Kosteneffektivität einer multi-professionellen Atemnotambulanz auf den Umgang mit und das Beherrschen von Atemnot und die Verbesserung der Lebensqualität. Studiendesign ist eine einfach verblindete randomisierte kontrollierte Studie mit fast-track-Design (ähnlich Wartegruppen-Design). Die Interventionsgruppe (N=80) erhält sofort Zugang zur multiprofessionellen Atemnotambulanz, die Kontrollgruppe (N=80) erhält weiterhin Routinebetreuung. Nach acht Wochen bekommt die Kontrollgruppe ebenfalls Zugang zur Atemnotambulanz. Primäre Studienendpunkte sind die Beherrschung der Atemnot und die Lebensqualität der Patienten, gemessen mit der deutschen Version des Chronic Respiratory Disease Questionnaire (CRQ), sowie die gesamte Symptomlast der Patienten und die Belastung der Angehörigen. Sekundäre Studienendpunkte sind die Schwere der Atemnot sowie die Kosten der Gesundheitsversorgung und die gesundheitsbezogene Lebensqualität gemessen mit dem generischen Instrument EuroQol 5D. Die Daten werden im Abstand von 8 Wochen im Rahmen von drei Hausbesuchen bei den Patienten und Angehörigen erhoben, ein telefonisches Follow-up erfolgt nach weiteren 12 Wochen. Bei Nachweis der Wirksamkeit der Atemnotambulanz und im Falle einer günstigen gesundheitsökonomischen Bewertung kann dies als Modell für die Etablierung weiterer Atemnotambulanzen dienen. Die im Audit Trail ersichtliche Modifikation der Anzahl der Studienteilnehmer geht darauf zurück, dass in der aktualisierten Version die gemäß dem Studienprotokoll erwartete Zahl an Studienteilnehmern genannt wird. In der vorherigen Version war die für die Analyse benötigte Fallzahl (n=160) genannt. Im Verlauf der Studie konnte mit n=184 eingeschlossenen Teilnehmern und einer Attritionsrate von 13% bis zum für die Analyse relevanten Befragungstermin 8 Wochen nach Einschluss die Fallzahl von n=161 erreicht und die Rekrutierung beendet werden. Im Studienprotokoll war in Betrachtung des gesamten Studienverlaufs von einer höheren Attritionsrate (30%) ausgegangen worden, so dass die erwartete Zahl an Studienteilnehmern deutlich höher lag.

Quelle

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