Beschreibung der Studie

Kraftfahrer, die nach einem Verkehrsunfall oder kritischen Ereignis im Straßenverkehr Angst vor dem Autofahren haben, sollen durch eine einwöchige Blockbehandlung mit virtuellen Expositionssitzungen in einem Fahrsimulator wieder an das Fahren herangeführt werden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme wird anhand einer abschließenden Fahrprobe mit einem Fahrlehrer im Realverkehr überprüft.

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Studiendetails

Studienziel Vermeidungsverhalten bei der Fahrprobe im Realverkehr. Das entscheidende Kriterium hierbei ist, ob die Patienten nach einer Woche mindestens eine Fahrstrecke/-aufgabe, die sie vor der Behandlung als nicht bewältigbar beschrieben haben (bzw. allenfalls mit sehr hoher Angst), nach der Behandlungswoche mit Fahrlehrer absolvieren können. Die Beurteilung erfolgt anhand des Urteils von Fahrlehrer und eines Verkehrspsychologen zum Vermeidungsverhalten (halbstandardisierter Beobachtungsbogen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Fahrer mit starker Fahrangst und Vermeidung des Fahrens eines PKWs (vollständig oder beschränkt auf bestimmte Fahrsituationen/-strecken)
  • seit mindestens einem Monat
  • ausgelöst durch einen Verkehrsunfall oder ein anderes kritisches Ereignis im Straßenverkehr
  • gültige Fahrerlaubnis und regelmäßige Fahrpraxis vor dem auslösenden Ereignis
  • Diagnosen: Anpassungsstörung, spezifische Phobie oder Posttraumatische Belastungsstörung
  • keine vorherige Expositionstherapie in vivo (Ausnahmen: reines Sitzen im Auto ohne Fahren, abgebrochene Exposition)
  • Keine oder mindestens einen Monat stabile Psychopharmaka-Therapie

Ausschlusskriterien

  • Substanzabhängigkeit
  • Alkohol-/Drogeneinfluss beim Unfall/auslösenden Ereignis
  • Suizidalität
  • Psychosen u.a. (prämorbide) psychische Störungen und Komorbiditäten wie koronare Herzkrankheiten und Epilepsie sowie schwere kognitive Beeinträchtigungen und andere Befunde, die im Rahmen der Konsiliaruntersuchung am medizinischen Studienzentrum Würzburg festgestellt wurden und nach Ermessen des untersuchenden Arztes möglicherweise eine Kontraindikation für eine Exposition darstellten
  • Nur für Frauen: positiver Schwangerschaftstest.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Kraftfahrer, die nach einem Verkehrsunfall oder kritischen Ereignis im Straßenverkehr Angst vor dem Autofahren haben, sollen durch eine einwöchige Blockbehandlung mit virtuellen Expositionssitzungen in einem Fahrsimulator wieder an das Fahren herangeführt werden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme wird anhand einer abschließenden Fahrprobe mit einem Fahrlehrer im Realverkehr überprüft. Wissenschaftliche Kurzbeschreibung Ziel dieser Pilotstudie ist die Entwicklung und Evaluation einer 1-wöchigen Blockbehandlung mit virtueller Exposition im Fahrsimulator für Fahrer mit Fahrangst nach Verkehrsunfällen oder anderen kritischen Ereignissen im Straßenverkehr. Die virtuelle Exposition wird in einem High-Fidelity Fahrsimulator des Würzburger Instituts für Verkehrswissenschaften anhand eines standardisierten Therapiemanuals, das von der psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Universität Würzburg entwickelt wurde, durchgeführt. Die einwöchige Blockbehandlung umfasst neben einer ausführlichen Anamnesesitzung und einer medizinischen Konsiliaruntersuchung 2 vorbereitende Psychotherapiesitzungen sowie 5 Sitzungen im Fahrsimulator und eine nachbereitende Psychotherapiesitzung. Die Evaluation wird an einer Stichprobe von 14 Patienten mit Fahrangst (Behandlungs- und Wartegruppe) durchgeführt. Als erfolgreich behandelt gelten Patienten, die am Ende der Behandlungswoche Fahraufgaben in einer Fahrprobe mit Fahrlehrer absolvieren, die sie a priori als nicht bewältigbar beurteilt haben (Behavioral Avoidance Tests). Zusätzlich wird geprüft, ob durch die virtuelle Exposition auch Depressions- oder Angstsymptome sowie potentielle Konzentrationsschwierigkeiten verringert werden können. Zur Kontrolle des Behandlungsverlaufs werden Parameter auf kognitiver, physiologischer und behavioraler Ebene betrachtet (subjektive Angstratings, Herzrate, Vermeidungsverhalten). Zur weiteren Evaluation des Behandlungserfolges werden 6 Wochen nach der Behandlung eine telefonische Booster-Sitzung durchgeführt, 12 Wochen danach eine telefonische Follow-up-Befragung.

Quelle

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