Beschreibung der Studie

In dieser Studie möchten wir untersuchen, wie die elektrische Aktivität des Gehirns bei Parkinson Patienten im Vergleich zu gesunden Menschen verändert ist. Zur Untersuchung nutzen wir eine oberflächliche Messung der Hirnströme mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) mit 128 Elektroden, die auf der Kopfoberfläche platziert werden. Zeitgleich zu dieser Messung tippen die Probanden zu einem vorgegebenen Takt oder sollen den zuvor gehörten Takt imitieren. Mit Hilfe dieser Aufgabe möchten wir herausfinden, ob Parkinson Patienten größere Probleme aufweisen, wenn sie den Takt selbst produzieren sollen, als wenn dieser vorgeben wird und ob dies mit einer Veränderung der Kommunikation von Hirnarealen einhergeht.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Mittels einer oberflächlichen EEG-Ableitung erfasste, pathologisch veränderte elektrische Aktivität motorischer Hirnreale bei Parkinson Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Finden Sie die richtige Parkinson-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Patienten männlichen und weiblichen Geschlechts mit klinischer Diagnose eines IPS, gemäß den Kriterien der DGN [13]
  • Rechtshändige Patienten
  • Positive motorische Reaktion auf L-Dopa oder Apomorphin
  • Patienten im Alter zwischen 30 (um ein Vorliegen genetischer Varianten besser ausschließen zu können) und 80 Jahren
  • Dauer der Beschwerden länger als vier Jahre (um Differenzialdiagnosen weiterer Parkinson-Syndrome besser beurteilen zu können)
  • Vorliegen der Einwilligungsfähigkeit, sodass die schriftliche Einverständniserklärung des Patienten erfolgen kann
  • Gesicherte Kooperationsfähigkeit
  • Probanden:
  • Probanden männlichen und weiblichen Geschlechts im Alter zwischen 30 und 80 Jahren
  • Rechtshändige Probanden
  • Vorliegen einer Einwilligungsfähigkeit, sodass eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten erfolgen kann

Ausschlusskriterien

  • Patienten:
  • Nicht-Geschäftsfähige, Minderjährige sowie Personen, die auf gerichtlicher oder behördlicher Anordnung in einer Anstalt untergebracht sind
  • Patienten, die neben dem IPS an einer anderen schweren neurologischen Erkrankung leiden (Epilepsie, Dystonie, Alzheimer-Krankheit, Hirntumore etc.)
  • Schwere frontale exekutive Störung
  • Vorliegen eines Parkinson-Plus-Syndroms, wie bspw. Corticobasale Degeneration (CBD), Progressive Supranukleäre Blickparese (PSP) oder Multisystem-Atrophie (MSA)
  • Vorhandensein weiterer hypokinetisch-rigider Bewegungsstörungen bei MPTP- oder Mangan-Vergiftung, einer Chorea-Huntington, einer SAE oder einer psychogenen Bewegungsstörung
  • Klinisch-relevante Unregelmäßigkeiten im MRT wie bspw. eine Ischämie, klinisch-relevanter zerebraler Atrophie, etc.
  • Vorangegangene Operationen des ZNS, wie bspw. aufgrund Hirntumoren, Epilepsien oder vaskulären Ursachen
  • Schwere internistische Begleiterkrankung
  • Schwere psychiatrische Erkrankungen
  • Hör- oder Sehstörungen, die in ihrer Ausprägung die Testung behindern
  • Schwangere oder stillende Mütter
  • Probanden:
  • Patienten mit einem IPS
  • Probanden, die regelmäßig Medikamente einnehmen, die Einfluss auf das ZNS haben und die die Medikation nicht vom Abend vor der Messung bis nach der Ableitung absetzen können

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen. Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Das Idiopathische Parkinson-Syndrom ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung in Deutschland, an der bundesweit ca. 100.000 - 200.000 Menschen leiden. Auf zellulärer Ebene liegt ihr ein Verlust dopaminerger Neurone der Substantia nigra pars compacta zugrunde. Kardinalsymptome der Erkrankung sind Bradykinese, Rigor, Tremor und posturale Instabilität. Neue Erkenntnisse zur Entstehung motorischer Symptome beim IPS legen nahe, dass es unter bestimmten Hirnarealen zu einer pathologischen Kopplungen ihrer Aktivitäten kommt. Grundlage dieser Hypothese sind nicht-invasive EEG und MEG Messungen sowie eine zeitsynchrone Ableitung der Muskelaktivität. In der hier vorgestellten Studie werden EMGs von drei Unterarmmuskeln sowie zeitsynchron ein 128-Kanal EEG von der Kopfoberfläche abgeleitet. Zeitgleich zu den elekrophysiologischen Ableitungen führen Parkinson Patienten sowie gesunde Kontrollprobanden einen Finger-Tapping-Task durch, welcher aus drei unterschiedlichen Konditionen besteht: eine „gepacete“ Aufgabe, in der die Tippbewegung mit dem Zeigefinger synchron zu einem akustischen Stimulus erfolgen soll, eine selbst „gepacete“ Aufgabe, in der der zuvor gehört Takt wiedergeben werden soll und eine Kondition in der der Ton zehnmal präsentiert und dann abgeschaltet wird, der Takt aber beibehalten werden soll. In früheren Studien wurde gezeigt, dass bei Patienten mit IPS im Vergleich zu gesunden Probanden eine frequenz-spezifischen Kopplung zwischen dem lateralen prämotor Kortex und dem supplementär motorischen Areal in der Hemisphäre kontralateral zur tippenden Hand abwesend ist. Darüber hinaus fehlte die physiologische Kopplung zwischen dem präfrontalen Kortex und prämotorischen Arealen. Diese Kopplungen konnten durch eine Medikation mit L-Dopa wieder hergestellt werden. In der hier vorgestellten Studie soll nun untersucht werden, ob und wie sich extern und intern gepacete Bewegungen hinsichtlich der Kopplung von Hirnarealen unterscheiden. Dafür wird eine neue Klasse von mathematischen Modellen verwendet werden. Im Speziellen wird untersucht, wie sich Parkinson Patienten und gesunde Probanden unterscheiden und ob mögliche Probleme bei der Generierung von rhythmischen Bewegungen mit pathologisch veränderten Kopplungen zwischen Hirnarealen zusammen hängen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.