Beschreibung der Studie

Das Ziel unserer Studie ist es den Einfluss von Belohnungen (z.B. Geld) und Hinweisen, die Belohnung suggerieren (z.B. Werbung) auf das menschliche motorische Verhalten zu untersuchen (z.B. zu einem Shop gehen und sich etwas kaufen). Weiter wollen wir wissen, welche Hirnregionen und welche spezielle Hirnaktivität in solchen Prozessen wichtig sind. Dies wollen wir erreichen indem wir verschiedene neurowissenschaftlichen Methoden anwenden (Elektroenzephalogramm (EEG), Magnetresonanztomografie (MRT), transkranieller Stromstimulation (TSS) und Pupillometrie (PM) / Eye Tracking (ET) ).

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Studiendetails

Studienziel Verhaltensmessungen (wie Reaktionszeit, Kraftaufwand, Genauigkeit einer Bewegung, Anzahl Punkte) Neurophysiologische Marker (Hirnaktivität, Hirnwellen, Pupillengrösse, Augenbewegungen)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 540
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Neural Control of Movement LabEidgenössische Technische Hochschule Zürich

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesunde weibliche und männliche Probanden
  • 18-50 Jahre
  • Normale physische und mentale Gesundheit

Ausschlusskriterien

  • Wissentliche neurologische, psychiatrische oder muskuläre Krankheiten
  • Schwangerschaft (bei MRI Experiment)
  • Metallischen Implantate im Körper (bei MRI Experiment)
  • Klaustrophobie (bei MRI Experiment)

Adressen und Kontakt

ETHZ, Zürich

Ansprechpartner: Prof. Nicole Wenderoth

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Häufig gestellte Fragen

Zielgerichtetes Verhalten von Tieren und Menschen ist Gegenstand einer kontinuierlichen Kosten-Nutzten Analyse, was heisst, dass die erwartete Belohnung, die durch eine bestimmte Aktion gewonnen werden kann, gegen die damit verbundenen Kosten abgewogen wird (de Wit & Dickinson, 2009). Die Folgen einer Aktion können zum einen positiv/begehrenswert wie beispielsweise eine Belohnung oder zum anderen negativ/aversiv wie beispielsweise eine Bestrafung sein (Estes & Skinner, 1941; Balleine & Dickinson, 1998; Kelley & Berridge, 2002). Die Kosten einer Aktion werden als die wahrgenommene Anstrengung definiert. Einige Studien haben schon bewiesen, dass die körperliche Anstrengung einer Aktion gegen die erwartete Belohnung abgewogen wird (Hull, 1943; Walton et al., 2006; Salamone et al., 2007; Kool et al., 2010; Rangel & Hare, 2010). Wenn die Belohnung somit als sehr begehrenswert (z.B. hoher subjektiver Belohnungswert) eingestuft wird, sind die Probanden bereit eine grössere körperliche Anstrengung zu akzeptieren, um diese Belohnung zu bekommen. Interessanterweise wird zielgerichtetes Verhalten nicht nur durch direkt vorhandene Belohnungen beeinflusst sondern auch durch das Präsentieren von Pavlovschen-konditionierten Hinweisen, die indirekt Belohnungen suggerieren (Lawrence et al., 2012; Colagiuri & Lovibond, 2014; Robinson et al., 2014; Watson et al., 2014). Zum Beispiel kann das Anschauen einer Werbung für eine Schnellimbisskette (Pavlovscherkonditionierter Hinweis) das Verlangen nach einem kalorienreichen Snack (erwartete Belohnung) so weit steigern, dass man sogar handelt (sich einen Snack kaufen, zielgerichtetes Verhalten) als Antwort auf das Verlangen, obwohl man eigentlich überhaupt nicht hungrig ist. Ein möglicher Prozess ist der Pavlovsche instrumentelle Transfer (PIT), der als eine Interaktion zwischen zwei assoziativen Lernprozessen verstanden wird (Rescorla & Solomon, 1967; Holmes et al., 2010). Die instrumentelle Konditionierung besteht aus zielgerichtetem Verhalten, das mit einer hohen Wahrscheinlichkeit belohnt wird (Rescorla & Solomon, 1967; Everitt & Robbins, 2005; Holmes et al., 2010) und deshalb, zu einer Antwort-Belohnung Verknüpfung führt. Während der Pavlovschen Konditionierung wird eine Verknüpfung zwischen einem Stimulus (z.B. Ton, Bild) und einer Belohnung (z.B. Geld, Nahrungsmittel oder soziale Belohnungen) erlernt (Rescorla & Solomon, 1967; Holmes et al., 2010) und somit, eine Stimulus-Belohnung Verknüpfung geformt. Während dem PIT Test kann beobachtet werden wie Pavlovsche-konditionierte Hinweise/Stimuli unser zielgerichtetes Verhalten (Antwort) verstärken, obwohl eine direkte Verbindung nie geformt wurde (Estes, 1943; 1948; Rescorla & Solomon, 1967; Everitt & Robbins, 2005; Holmes et al., 2010; Watson et al., 2014). Anhand des vorliegenden Forschungsprojektes möchten wir einen Einblick in den neurobiologischen Mechanismus erhalten, wie Belohnungen und Hinweise, die mit Belohnungen assoziiert wurden, körperliche Anstrengung beeinflussen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien