Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit Schmerzen oder neurologischen Ausfällen aufgrund von Pathologien des 2. Halswirbels besteht bei Versagen der konservativen Therapie (z.B. steife Halskrause oder HALO-Fixateur) die Möglichkeit einer operativen Stabilisierung des 1. Halswirbels (HW1) und des 2. Halswirbels (HW2), je nach Pathologie ggf. auch noch des 3. Halswirbels (HW3). In Abhängigkeit von der Verletzungsart und den anatomischen Verhältnissen kommen dabei Zugänge von vorne (ventral, vorderer Halsbereich) oder von hinten (dorsal, Nackenbereich) zum Einsatz. Die Operationen können mittlerweile sehr schonend und auch unter Neuronavigation zur exakten Schraubenplatzierung durchgeführt werden. Dennoch handelt es sich um eine komplexe Operation mit teils lebensbedrohlichen Komplikationen (z.B. Verletzung der Arteria vertebralis). Häufig sind bei Pathologien des 1. Halswirbels ältere Menschen betroffen mit hiermit verbundenen höheren Komorbiditäten. Bei einigen Patienten besteht bereits ein malignes Grundleiden mit reduzierter Lebenserwartung. Die Operation der Halswirbelsäule wird dann unternommen, um die verbleibende Lebenszeit in guter Lebensqualität zu verbringen. Daten zu Patientenkollektiven über 70 Jahre mit komplexeren Pathologien der Halswirbelsäule und dorsaler operativer Versorgung liegen nur begrenzt vor. Keine Studie verwendet die intraoperative Navigation zur Schraubenplatzierung.

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Studiendetails

Studienziel Eintreten von Major-Komplikationen innerhalb von 30 Tagen nach HW1/HW2 Spondylodese: Tod, Myokardinfarkt, Vertebralisverletzung, Insult, Lungenembolie, schwere Pneumonie mit Beatmungspflichtigkeit, Re-Operation, neues motorisches Defizit KG ≤ 3/5.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für NeurochirurgieUniversitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten ≥ 70 Jahre, die zwischen 2008 und Februar 2015 aufgrund einer Pathologie des Dens axis mittels HW1/HW2 Spondylodese (je nach Pathologie ggf. bis HW3) von dorsal und unter Verwendung einer Neuronavigation operiert wurden.

Ausschlusskriterien

  • Alter des Patienten < 70 Jahre. Stabilisierung bis zum Hinterhaupt (occipitocervikale Spondylodese), längerstreckige Spondylodesen (bis HW4 oder tiefer), Stabilisierungen ohne Neuronavigation.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Mehrere Studien haben sich mit der dorsalen HW1/HW2 Spondylodese bei älteren Patienten beschäftigt. Frangen et al. untersuchten 27 Patienten mit allerdings nur akuten Frakturen und mit einem Beginn des Patientenalters mit bereits 63 Jahren (1). Chen et al. untersuchten Patienten ab einem Alter von 65 Jahren, allerdings mit einem gemischten Patientenkollektiv mit ventralen und dorsalen Operationen und ebenfalls nur bei akuten Traumata (2). Dasselbe Problem besteht bei der Studie von Omeis et al., die zwar ein Patientenkollektiv über 70 Jahre untersuchte, allerdings wurden von insgesamt 29 untersuchten Patienten 16 Patienten von ventral operiert (3). Kaminski et al. untersuchten zwar ein einheitliches Patientenkollektiv über 70 Jahre und alle von dorsal (4). Wie alle vorhergehenden Studien wurde aber keine Navigation zur Schraubenplatzierung verwendet. 1. Frangen TM, Zilkens C, Muhr G, Schinkel C. Odontoid Fractures in the Elderly: Dorsal C1/C2 Fusion is Superior to Halo-Vest Immobilization: J Trauma Inj Infect Crit Care. 2007 Jul;63(1):83–9. 2. Chen Y-R, Boakye M, Arrigo RT, Kalanithi PSA, Cheng I, Alamin T, et al. Morbidity and Mortality of C2 Fractures in the Elderly: Surgery and Conservative Treatment. Neurosurgery. 2012 May;70(5):1055–9. 3. Omeis I, Duggal N, Rubano J, Cerabona F, Abrahams J, Fink M, et al. Surgical treatment of C2 fractures in the elderly: a multicenter retrospective analysis. J Spinal Disord. 2009 Apr;22(2):91–5. 4. Kaminski A, Gstrein A, Muhr G, Müller EJ. Die transartikuläre C1-C2-Verschraubung: Ergebnisse bei instabilen Frakturen und Pseudarthrosen des Dens axis im Alter. Unfallchirurg. 2008 Mar;111(3):167–72.

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