Beschreibung der Studie

Multiresistente Erreger (MRE) stellen weltweit ein wachsendes Risikopotential für Patienten in medizinischen Einrichtungen dar. Während MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) bereits umfangreich erforscht wird und rückläufige Trends aufweisen kann, ist eine Zunahme der Resistenzen bei gramnegativen Stäbchen-Bakterien zu verzeichnen. Bei MRGN (Multiresistente gram-negative Erreger) liegt eine weitgehend Resistenz gegenüber verschiedenen Antibiotika vor. Anders als in intensivmedizinischen und operativen Bereichen liegen für Rehabilitationseinrichtungen allerdings kaum Daten zur Häufigkeit von MRE vor. Die HAMER-Studie untersucht daher die Häufigkeit von MRE (einschließlich MRGN) in Rehabilitationskliniken. Dabei wird sich auf Patienten mit onkologischer oder kardiologischer Erkrankung spezialisiert: Es können alle onkologischen und kardiologischen Rehabilitanden teilnehmen, die im Rahmen einer Anschlussrehabilitation oder im Antragsverfahren aufgenommen werden- unabhängig von deren zuständigen Kostenträgern. Ziel dieser Studie ist es, erstmals valide Prävalenzdaten zu MRE inklusive MRGN angeben zu können.

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Studiendetails

Studienziel Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens werden biometrische Daten, Aspekte zur Lebenssituation, zum Reha-Aufenthalt, zum Erkrankungs- und Therapieverlauf sowie vorbehandelnde Einrichtungen vor dem Reha-Aufenthalt erfasst. Die mündliche Befragung durch den Studienmitarbeiter erfolgt unmittelbar nach der Aufklärung über die Studie und der Zustimmung des Patienten an der Studie teilzunehmen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 310
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung BundGeschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Rehabilitanden mit einer onkologischen oder kardiologischen Erkrankung können unabhängig von den zuständigen Kostenträgern an der Studie teilnehmen.

Ausschlusskriterien

  • Rehabilitanden mit keiner onkologischen oder kardiologischen Erkrankung.

Adressen und Kontakt

Klinik Am See, Rüdersdorf

Ansprechpartner: Karolin Heyne

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Immanuel Klinik, Buckow

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MediClin Reha-Zenrtum Spreewald, Burg

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Brandenburg Klinik, Bernau-Waldsiedlung

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Häufig gestellte Fragen

Untersuchung der Prävalenz von Multiresistenten Erregern bei Rehabilitanden mit onkologischer oder kardiologischer Erkrankung in vier verschiedenen Reha-Einrichtungen im Raum Berlin/ Brandenburg.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien