Beschreibung der Studie

Ziel dieser Studie ist es, die im Rahmen der normalen Krankenversorgung gewonnen Untersuchungsergebnisse zusammen mit den Ergebnissen von Untersuchungen an Biomaterialien (Blut, Nervenwasser und Urin) einschließlich genetischer Untersuchungen für wissenschaftliche Zwecke zu nutzen und damit die Kenntnisse über neurodegenerative Erkrankungen zu erweitern.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Ziel dieser Studie ist der Aufbau eines klinischen Registers zur Darstellung von Klinik, Verlauf, Genetik und Pathophysiologie neurodegenerativer Erkrankungen (Alzheimer-Krankheit, frontotemporale Demenzen, Parkinson-Krankheit, progressive supranukleäre Blickparese, amyotrophe Lateralsklerose, Ataxien) sowie cerebro-vaskulär bedingter Erkrankungen (nach Schlaganfall, Amyloid-Angiopathie). Langfristig soll durch die Analyse der erhobenen Daten die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen besser verstanden werden und die Möglichkeiten der Früh- und Differentialdiagnose verbessert werden. Es werden jährliche Follow-Up-Untersuchungen angestrebt.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Ihr ganz persönlicher Parkinson-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligung des Teilnehmers
  • Diagnose einer neurodegenerativen Erkrankung und/ oder einer cerebro-vaskulären Erkrankung
  • bei nicht-einwilligungsfähigen Probanden Zustimmung des gesetzlichen Vertreters und Co-Consent

Ausschlusskriterien

  • Klinisch instabile oder schwerwiegende Erkrankungen
  • Bestehende oder in der Vergangenheit bestandene psychische, psychiatrische oder körperliche Erkrankungen, die nach Einschätzung des Studienarztes eine Teilnahme an der Studie ausschließt
  • Ausschlusskriterien für die optionale MRT-Untersuchung:
  • elektrische Implantate wie Herzschrittmacher oder Perfusionspumpen
  • Schwangerschaft und ausgeprägte Platzangst
  • Begleitmedikation, die einen stark sedierenden Effekt haben
  • Vorhandensein ferromagnetischer bzw. elektrisch leitfähiger Implantate wie Aneurysma-Clips, chirurgische Clips, Prothesen, künstliche Herzen, Klappen mit Metallteilen, Metallsplittern, großflächige Tätowierungen, permanentem Make-Up oder Stahlimplantaten

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Parkinson-Studien.

Häufig gestellte Fragen

Ziel dieser Studie ist der Aufbau eines klinischen Registers zur Darstellung von Klinik, Verlauf, Genetik und Pathophysiologie neurodegenerativer Erkrankungen (Alzheimer-Krankheit, frontotemporale Demenzen, Parkinson-Krankheit, progressive supranukleäre Blickparese, amyotrophe Lateralsklerose, Ataxien) sowie cerebro-vaskulär bedingter Erkrankungen (nach Schlaganfall, Amyloid-Angiopathie). Dadurch soll eine Analyse sowohl einzelner Krankheitsbilder (z.B. Parkinson) als auch krankheitsübergreifend (z.B. Parkinson und Alzheimer Demenz) ermöglicht werden. In der longitudinalen Studie wird der Verlauf der jeweiligen Erkrankung im Rahmen jährlicher Visiten dokumentiert, um eine detaillierte Phänotypisierung der Probanden vorzunehmen. Neben der Anamnese, dem Einsatz von klinischen und psychatrischen Skalen und der klinischen Untersuchung (incl. MRT- und PET-Untersuchungen) im Rahmen einer standardisierten Routinediagnostik erfolgt eine erweiterte Datenerhebung durch die zusätzliche Abnahme von Biomaterial, die standardisierte Durchführung von MRT sowie durch ergänzende Analysen von Okulomotorik, Gang- und Gleichgewicht sowie Sprache. Je nach vorliegendem Erkrankungsbild werden neben der kognitiven Leistungsfähigkeit (z.B. CERAD-Testbatterie) auch motorische Fähigkeiten evaluiert sowie Fragebögen zur Erfassung depressiver Symptome oder zum Schlaf verwendet. Darüber hinaus wird ein vom Probanden benannter Informant zu den Symptomen des Probanden im Alltag befragt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien