Beschreibung der Studie

Ziel dieser Studie ist es, die Bedeutung von Druckmessern am Trommelfell bei Druckänderung (z.B. beim Tauchen oder Fliegen) zu bewerten. Akute und chronische Störungen der Mittelohrbelüftung über die Eustachische Röhre sind unter Ursache für die Entwicklung von chronischen Mittelohreiterungen und wirken sich negativ auf die Funktion des Trommelfells und des Mittelohres nach Ohroperation aus. In der Studie wird ein Druckkammer-Impedanzverfahren verwendet, welches auf einer schon in einigen Studien erprobte und sicher funktionierende Methode basiert. Im Druckanstieg und Abfall werden die Druckschwankungen im Überdruck und Unterdruck am Trommelfell festgestellt und gemessen. Durch den Vergleich der Messwerte vor und nach Betäubung eines Trommelfells bei Druckänderung kann der Einfluss der Trommelfelldruckmesser abgeschätzt werden. Hierdurch lassen sich auch Rückschlüsse auf die Bedeutung der Druckmesser für die Entstehung von chronischen Mittelohrentzündung ziehen. Es ist bekannt, dass Mittelerkrankungen häufig mit einer Fehlfunktion der Eustachischen Röhre vergesellschaftet sind. Möglicherweise spielt die durch das Gehirn und Nerven gesteuert Kontrolle der Eustachischen Röhre durch Druckmesser des Trommelfells hierbei eine entscheidende Rolle.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Ziel ist die Bestimmung der Tubenöffnungsparameter Tubenöffnungsdruck (TÖD), Tubenverschlussdruck (TVD), Tubenöffnungszeit (TÖZ) und Tubenöffnungsfrequenz (TÖF) 1. Messung der oben genannten Parameter vor Applikation des lokalen Betäubungsmittels auf das Trommelfell 2. Messung der oben genannten Parameter nach Applikation des lokalen Betäubungsmittels auf das Trommelfell
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Uniklinik KölnHals-Nasen-Ohren Klinik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ohrgesunde Probanden zwischen 18 und 70 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft,
  • Klaustrophobie,
  • Zustand nach Ohroperationen,
  • aktuelle Erkältung,
  • liegendes Paukenröhrchen,
  • Perforation des Trommelfells
  • Adenoide Vegetation
  • Reflux,
  • Zeichen oder Symptome einer allergischen Rhinitis

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die klinische Bedeutung einer verlässlichen Messung der Mittelohrbelüftung wird als sehr hoch eingeschätzt. Trotzdem kann in der hno-ärztlichen Routine nicht auf ein klinisches Standardverfahren zur Bestimmung der Funktion der Eustachischen Röhre (Eustachian Tube, ET) zurückgegriffen werden. Akute und chronische Störungen der Mittelohrbelüftung tragen unter anderem zur Genese von chronischen Mittelohreiterungen bei und wirken sich signifikant negativ auf das postoperative Er¬gebnis von Ohroperationen aus. Eine präoperative Messung der Funktion der ET könnte Grundlage einer kalkulierten Therapieplanung werden. In der Studie wird ein Druckkammer-Impedanzverfahren verwendet, welches auf einer etablierten Methodik sowie auf eigenen Vorversuchen aufbaut (Meyer et al., 2013). Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von Mechanorezeptoren bei gesunden Probanden auf die Funktion der Eustachischen Röhre anhand etablierter Parameter (Meyer et al. 2013, Gudziol et al. 2002, Jumah et al. 2012, Mikolajczak et al., 2015) in einer hypobaren/hyperbaren Druckkammer zu messen. Durch den Vergleich der Parameter vor und nach Anästhesie eines Trommelfells bei Druckänderung kann der Einfluss der Mechanorezeptoren abgeschätzt werden. Hierdurch lassen sich ggf. auch Rückschlüsse auf die Bedeutung der Mechanorezeptoren für die Entstehung von chronischen Mittelohrentzündung und Cholesteatomen ziehen. Es ist bekannt, dass Mittelpathologien häufig mit einer Tubendysfunktion vergesellschaftet sind. Möglicherweise spielt die neuronale Kontrolle der ER durch Mechanorezeptoren des Trommelfells hierbei eine Rolle.

Quelle

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