Beschreibung der Studie

Die versehentliche Entfernung oder Beschädigung der benachbarten Nebenschilddrüsen gehört zu den Hauptkomplikationen von Operationen an der Schilddrüse. Eine Minderfunktion der Nebenschilddrüsen resultiert in einem Abfall des Calciumgehaltes des Bluts. Betroffene Patienten verspüren unangenehme Kribbelgefühle bis hin zu Muskelkrämpfen. Mit Hilfe eines optischen Systems, welches Nebenschilddrüsen durch Bestrahlung mit einem Lichtstrahl zur Fluoreszenz anregt, ist es nun möglich, während der Operation diese Drüsen zu identifizieren. Es besteht die Hoffnung, dass durch den Routineeinsatz dieser Technik Nebenschilddrüsen währen einer Schilddrüsenoperation besser identifiziert und geschützt werden können, um unangenehme Komplikationen vermeiden zu können.

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Studiendetails

Studienziel Inzidenz des transienten postoperativen Hypoparathyreoidismus. Dieser wird definiert als ein postoperativer Abfall des Parathormons unter den Grenzwert von 15ng/l.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Karl Storz GmbH & Co KG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geplante totale Entfernung einer knotig veränderten Schilddrüse (Stuma nodosa)
  • Mindestalter 18 Jahre, kein Höchstalter, beide Geschlechter

Ausschlusskriterien

  • Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse (Schilddrüsenkrebs)
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)
  • Vorherige Schilddrüsenoperation(en)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Struma-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Schilddrüsenoperationen gehören mit über 100.000 Eingriffen jährlich zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Neben einer Schädigung der Stimmbandnerven gehört die Verletzung oder versehentliche Entfernung einer oder mehrerer der meist vier Nebenschilddrüsen zu den häufigsten Komplikationen. Durch eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus), bedingt durch einen Abfall der Calciumgehalts des Bluts, kommt es zu Kribbelgefühl und „Ameisenlaufen“ bis hin zu Muskelkrämpfen. Aufgrund einer Halbwertszeit des Parathormons von wenigen Minuten zeigt sich bereits kurz nach Schädigung der Nebenschilddrüsen ein im Blut messbarer Abfall. Ein postoperativer Abfall des Parathormons unterhalb des Normwertes oder von über 75% vom Ausgangswert sind mit einer erhöhten Inzidenz einer symptomatischen Hypocalcämie assoziiert (Kern et al., J Klin Endokrinol Stoffw., 2010). Paras et al. konnten zeigen, dass sich mit Hilfe eines optischen Systems unter Ausnutzung der Autofluoreszenz im nah-infraroten Bereich Nebenschilddrüsengewebe eindeutig in vivo von Schilddrüsengewebe und anderem Weichteilgewebe unterscheiden lässt (J Biomed Opt., 2011). Aktuelle Publikationen dokumentieren eine Detektionsquote von nahezu 100% (McWade et al., J Clin Endocrinol Metab., 2014). Hier besteht die Hoffnung, dass die Identifikation der Nebenschilddrüsen während der Operation erleichtert werden kann, um Schädigungen dieser Drüsen zu vermieden, Komplikationen zu reduzieren und Kosten durch eine schnellere Rekonvaleszenz zu minimieren. Hypothese: Durch das Anregen der Nebenschilddrüsen mit autofluoreszierendem Licht während einer Schilddrüsenoperation können diese leichter aufgefunden und identifiziert werden. Hierdurch können die Drüsen geschont und eine Unterfunktion (Hypoparathyreoidismus), sowie hieraus resultierende Symptome vermieden werden.

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