Beschreibung der Studie

In der Systemmedizin werden biologische, biomarkerbasierte Ansätze mit klinisch-medizinischen Daten sowie Umwelt- und Lebensstilfaktoren verknüpft. Die IT- und datengesteuerte Medizin verarbeitet, analysiert und interpretiert eine Menge und Vielfalt an Daten. Daraus wird versucht Krankheitsursachen zu verstehen, neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren und optimale Behandlungsstrategien abzuleiten. Die Systemmedizin geht über die biologische Orientierung der bisherigen individualisierten Medizin hinaus. Um die Möglichkeiten der Systemmedizin für die Gesundheitsversorgung zu nutzen, müssen von der Gesundheitspolitik Rahmenbedingung für eine breite Implementierung definiert werden. Ziel dieser Studie sind Handlungsfelder für die Implementierung der Systemmedizin in Deutschland zu eruieren. Dazu werden Barrieren und Anreize aus der Perspektive von einer ausgewählten Patientengruppe, der Allgemeinbevölkerung sowie von relevanten Stakeholdern im Gesundheitswesen erhoben. Auf dieser Grundlage werden abschließend konkrete Handlungsempfehlungen für die Gesundheitspolitik abgeleitet.

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Studiendetails

Studienziel Gesundheitspolitischer Handlungsempfehlungen zur Implementierung der Systemmedizin im deutschen Gesundheitssystem durch wahrgenommene Handlungsfelder, Anreize sowie Barrieren aus Sicht relevanter Stakeholder im Gesundheitswesen. (Policy-Delphi-Befragung)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Fokusgruppen-Interview: Ausreichende Deutschkenntnisse, vorrliegen einer gültigen schriftlichen Einwilligungserklärung mit Unterschrift des Teilnehmers
  • Semi-strukturiertes Experteninterview: Auf Basis von Wissen und Erfahrungen zum Forschungsthema
  • Policy-Delphi-Befragung: Relevante Stakeholder des Gesundheitswesens
  • Rekrutierung:
  • Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ), Universitätsklinikum Köln (Patienten für die Fokusgruppen).
  • ffentliche Allgemeinplätze und Stadtanzeiger in Köln (Allgemeinbevölkerung für die Fokusgruppen). -Deutschlandweit (Stakeholder/Experten des Gesundheitswesens für die Experteninterviews und für die Policy-Delphi-Befragung).

Ausschlusskriterien

  • Sprachliche oder kognitive Einschränkungen, die die aktive Teilnahme beeinträchtigen.

Adressen und Kontakt

Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE), Klinikum der Universität zu Köln (AöR), Köln

Ansprechpartner: Clarissa Lemmen

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Häufig gestellte Fragen

In der Systemmedizin werden systembiologische und systemorientierte Herangehensweisen in die medizinische Forschung und Praxis übertragen. Der Ansatz erweitert das Verständnis von Gesundheit und Krankheit in der Medizin unter Einbeziehung von mikrobiologischen-, Lebensstil- und Umweltfaktoren. Im „Big Data“ Framework wird durch mathematische Modellierungen Vorhersagen von Erkrankungsrisiken und –verläufen simuliert und individuelle Responserate von Behandlungen detektiert. Hieraus eröffnen sich neue Potenziale in der Prädiktion, Prävention, Diagnose und Therapie komplexer Krankheitsbilder, wie Tumor-, kardiovaskulärer-, chronischer Atemwegs-, psychiatrischer- und neurogenerativer Erkrankungen. Die Gesundheitspolitik steht vor der Herausforderung Rahmenbedingungen für die Implementierung der Systemmedizin zu schaffen, um eine breite Verankerung im Gesundheitssystem zu erreichen. Das Forschungsprojekt untersucht die Handlungsfelder, Barrieren und Anreize zur Implementierung der Systemmedizin aus der Perspektive relevanter Stakeholder. Für Deutschland liegen bisher wenig belastbare Daten vor. Zur Beantwortung der Fragestellung werden qualitative und quantitative Methoden im sequentiellen Mixed-Method Design angewandt. Die Studie gliedert sich hierfür in vier Teilschritte: 1.) Systematische Literaturrecherche zur Darstellung des Status Quo, 2.) Erhebung der Einstellungen, Erwartungen, Ängste und ggf. Erfahrungen einer ausgewählten Patientengruppe sowie der Allgemeinbevölkerung mittels Fokusgruppen-Interviews. 3.) Semi-strukturierte Experteninterviews zur Vorbereitung der Entwicklung des Fragebogens für die Policy-Delphi- Befragung. 4.) Erstellung und Durchführung einer Policy-Delphi-Befragung unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Schritte 1 bis 3. Abschließend werden gesundheitspolitische Handlungsoptionen abgeleitet und mit Stakeholdern im Gesundheitswesen in Ihrer Bedeutung erörtert, um in die gesundheitspolitischen Diskussion einzufließen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien