Beschreibung der Studie

Unter einer Schlafapnoe versteht man eine Störung der Atemtätigkeit im Schlaf. Betroffene Patienten klagen häufig über einen wenig erholsamen Schlaf. Gleichzeitig bedeutet diese Erkrankung eine Belastung für das Herz-Kreislaufsystem und kann im Lauf der Zeit zu Herz- und Kreislaufproblemen führen. Die meisten Formen von Schlafapnoe sind gut behandelbar, werden jedoch erst spät erkannt. Die Studie möchte einen Beitrag zur früheren Erkennung betroffener Patienten leisten. Zu diesem Zweck soll untersucht werden, wie häufig bei Patienten, die für eine Langzeitelektrokardiographische Untersuchung vorgesehen sind, eine nächtliche Störung der Atemtätigkeit (Schlafapnoe) vorliegt und insbesondere, inwieweit diese Erkrankung ggf. allein durch Untersuchung des Elektrokardiogramms im Nachtverlauf erkannt und im Schweregrad abgeschätzt werden kann. Zu diesem Zweck erhalten Studienteilnehmer simultan eine zusätzliche Untersuchung mit einem Gerät, welches die Atemtätigkeit im Schlaf überwacht.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Als Referenzwert für den Schweregrad einer schlafbezogenen Atmungsstörung wird der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) aus der Polygraphie bestimmt. Explorativ wird dann untersucht, welche Kenngrößen aus dem EKG sich besonders für die robuste Erkennung von Schlafapnoe eignen und welche Sensitivität und Spezifität bzw. prädiktiven Werte bezüglich der Erkennung behandlungsbedürftiger Schlafapnoe aus dem Routine-Langzeit-EKG erreicht werden können. Ferner soll bestimmt werden, mit welcher Prävalenz von Schlafapnoe in Routine-Langzeit-EKGs zu rechnen ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Medizinische Klinik, Abteilung Innere Medizin III (Kardiologie, Angiologie und Pneumoligie)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, bei welchen durch die Medizinische Klinik ein Langzeit-EKG registriert wird. Die Fähigkeit der Kandidaten zum selbständigen Anlegen der Polygraphie-Sensoren und zur Aktivierung des Polygraphie-Gerätes

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettleibigkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) repräsentieren ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem mit hoher Unfallgefährdung und gravierenden sozialen und kardiovaskulären Konsequenzen für Betroffene als auch immensen Kosten für die Allgemeinheit. SBAS sind meist gut therapierbar, werden aufgrund des aufwändigen und teuren diagnostischen Gold-Standards aber typischerweise erst spät erkannt. Durch eine frühere Diagnosestellung und Therapieeinleitung könnten die Lebensqualität und - bei schwergradiger Ausprägung - auch die Lebenserwartung der Patienten erheblich gesteigert werden bei gleichzeitiger Reduktion der Gesamtkosten. Ein vielversprechender Ansatz für eine frühere Erkennung und Behandlung besteht in einem Screening des Langzeit-EKGs auf SBAS. Verschiedene Modulationen im EKG, die mittels signalanalytischer Verfahren quantifiziert werden können, erlauben Rückschlüsse auf die respiratorische Aktivität während des Schlafs. Bestehende Studien zur EKG-basierten Detektion von SBAS weisen trotz aussichtsreicher Erkennungsraten jedoch starke Limitationen, insbesondere hinsichtlich Umfang und Zusammensetzung der untersuchten Kollektive und der EKG-Signalqualität, auf. Deren Eigenschaften weichen typischerweise stark von den unter den Bedingungen eines Routine-Langzeit-EKGs zu erwartenden ab und eignen sich daher nur sehr eingeschränkt zur Abschätzung der Tragfähigkeit und Leistungsfähigkeit eines Langzeit-EKG-Screenings in der klinischen Routine. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die vorgeschlagene Pilotstudie die Erhebung eines weitestgehend unselektierten Routine-Langzeit-EKG-Kollektivs an 200 konsekutiven Patienten. Parallel zum EKG soll während der Nachtstunden eine ambulante Polygraphie abgeleitet werden, die als Referenz für die Erkennung von Atemereignissen aus dem EKG dient. Ein Teilziel der Studie ist die Abschätzung der Prävalenz von SBAS in einem allgemeinen Langzeit-EKG-Kollektiv sowie innerhalb verschiedener Subgruppen. Schwerpunktmäßig soll die Studie im Rahmen einer explorativen Datenanalyse untersuchen, inwieweit eine Erkennung behandlungsbedürftiger SBAS durch Analyse des Routine-Langzeit-EKGs möglich ist. Dabei ist insbesondere von Interesse, welche Kenngrößen des EKGs sich besonders zur Detektion eignen, welche Bedeutung die EKG-Signalqualität besitzt und welche weiteren äußeren Faktoren und Randbedingungen die Erkennbarkeit beeinflussen. Explizit soll hierbei die Quantifizierung der respiratorischen Myogramm-Interferenz im EKG als neuer Ansatz verfolgt werden, der prinzipiell auch eine Anwendbarkeit bei Patienten mit schweren Arrhythmien verspricht. Ferner sollen die Möglichkeiten zur Differenzierung obstruktiver und zentraler Atemereignisse untersucht werden. Die Ergebnisse der Studie sollen zu einem besseren Verständnis des Potentials, das eine Erweiterung der Routine-Diagnostik des Langzeit-EKGs um eine Screening-Komponente auf SBAS birgt, sowie zur Steigerung der Genauigkeit und Robustheit der Detektion beitragen. Nach heutigem Kenntnisstand könnte ein solches Verfahren einen mutmaßlich erheblichen Anteil bislang unerkannter Patienten einer möglichst frühzeitigen, zielgerichteten Diagnostik und Therapie zuzuführen

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: