Beschreibung der Studie

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen berichten oft, dass sie in ihrer sozialen Teilhabe eingeschränkt sind. Diese Probleme können dadurch entstehen oder verstärkt werden, dass Betroffene ihre Kommunikation nicht optimal auf die Situation und den Gesprächspartner ausrichten. Das Ziel dieses Teilprojekts ist die Entwicklung und Bewertung einer Schulung, die Betroffenen hilft ihre Kommunikation in Arztgesprächen und anderen teilhabe-relevanten Bereichen zu verbessern. Das Gesamtprojekt besteht aus zwei Teilprojekten. Das erste Teilprojekt erfasst, wodurch die soziale Teilhabe von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen erhöht oder behindert werden kann. Dieses Teilprojekt wird am Institut für Rehabilitationsmedizin (IRM) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Die Ergebnisse des ersten Teilprojekts werden genutzt, um eine bereits bestehende Patientenschulung zu erweitern und anzupassen. Diese Schulung („KOKOS-Rheuma“) wird nach der Erprobung zeitversetzt in 20 Rheuma-Selbsthilfegruppen durchgeführt. Es wird überprüft, ob die Schulung die Kommunikation und die Aktivität der Teilnehmer verbessert und ob es einen Einfluss auf ihre Einschätzung der sozialen Teilhabe und krankheitsbedingten Beeinträchtigungen gibt. Zum anderen wird überprüft, ob die KOKOS-Rheuma-Schulung positiv bewertet wird, als nützlich erlebt wird und dass das Gelernte im Alltag angewandt werden kann. Während des gesamten Projekts werden Betroffene aktiv an der Entwicklung und Bewertung der Schulung beteiligt.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Es werden drei Messzeitpunkte realisiert: Vor Beginn der Schulung (t0), am Ende der Schulung (t1) und drei Monate nach Ende der Schulung (t2). Primäre, proximale Endpunkte sind die kommunikative Kompetenz (KoKo-Bogen, Farin et al., 2014, und eine Adaption des KoKo-Bogens auf die im Projekt berücksichtigten teilhaberelevanten Lebenssituationen) und die Patientenaktivierung (PAM13-D, Hibbard et al., 2005, und eine Adaption auf die berücksichtigten teilhaberelevanten Lebenssituationen). Zusätzlich sollen am Ende der Schulung (t1) mittels des COHEP-Fragebogens (Farin et al., 2013) sowie einiger neu entwickelter Fragen zu Akzeptanz, Nutzen und Zielerreichung der Schulung Daten erhoben werden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Weitere Informationen Studienwebseite

Finden Sie die richtige Rheumatoide Arthritis-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose: Rheumatische Erkrankungen (entzündliche und nicht-entzündliche Erkrankungen des Bewegungssystems z.B. Arthrose, Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie, Osteoporose)

Ausschlusskriterien

  • Personen, die aufgrund von kognitiver, physischer oder sprachlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, deutschsprachige Fragebögen zu bearbeiten

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen.Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Bei Betroffenen mit häufig chronisch verlaufenden rheumatischen Erkrankungen ist die soziale Teilhabe aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Probleme und damit einhergehender reduzierter Ressourcen vielfach gefährdet. Als einschränkender Faktor der Teilhabe in verschiedenen sozialen Bereichen kann eine unzureichende Kommunikationskompetenz gesehen werden. Eine eingeschränkte Kommunikationskompetenz reicht von einer einseitigen Arzt-Patienten-Kommunikation über eine fehlerhafte oder gar fehlende Information wichtiger Bezugspersonen über die eigene Krankheit und deren Symptome bis hin zu gravierenden Nachteilen im Zugang zu einer Erwerbstätigkeit und in der Ausübung des eigenen Berufs. Das Projekt besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilprojekten. Das erste Teilprojekt (“inForm - Identifikation von fördernden und hinderlichen Faktoren der sozialen Teilhabe bei rheumakranken Menschen auf Basis eines Mixed-Methods-Designs“) verfolgt das Ziel, hinderliche und fördernde Faktoren der sozialen Teilhabe von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zu erfassen und legt dabei den Schwerpunkt auf kommunikativ beeinflussbare Faktoren und Teilhabeaspekte. Dieses Teilprojekt wird am Institut für Rehabilitationsmedizin (IRM) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Das Ziel dieses zweiten Teilprojekts ist die Entwicklung und Evaluation einer Schulung zur Vermittlung kommunikativer Kompetenzen in Arztgesprächen und anderen teilhabe-relevanten Bereichen. Die Arzt-Patient-Beziehung ist eine Dyade, in der beide Seiten Verantwortung für das Gelingen der Verständigung tragen. Während jedoch die Kommunikationskompetenzen der Ärzte häufig untersucht wurden und viele entsprechende Schulungskonzepte vorliegen, gibt es nur vergleichsweise wenige Ansätze zur Förderung der Kommunikationskompetenzen der Patienten. Die Ergebnisse des ersten Teilprojekts werden genutzt, um eine bereits bestehende Patientenschulung zur Vermittlung kommunikativer Kompetenzen in Arztgesprächen („KOKOS-Schulung“) spezifisch für rheumakranke Menschen auszugestalten und um Inhalte zu erweitern, die auf die Kommunikation in anderen teilhabe-relevanten Situationen bezogen sind. Die so erarbeitete Schulung („KOKOS-Rheuma“ genannt) wird nach einer Erprobungsphase zeitversetzt in 20 Rheuma-Selbsthilfegruppen (insgesamt ca. N=300 Teilnehmer) umgesetzt, die per Zufall einer Interventions- oder Wartekontrollgruppe zugeordnet werden. Im Rahmen einer prospektiven, cluster-randomisierten Studie erfolgt eine wissenschaftliche Bewertung des Erfolgs der Schulung. Als primäre, proximale Endpunkte werden dabei kommunikative Kompetenz und Patientenaktivierung, als sekundäre distale Endpunkte die Bewertung der sozialen Teilhabe sowie die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen der Aktivitäten mit Fragebögen erfasst. Zum anderen wird überprüft, ob die KOKOS-Rheuma-Schulung positiv bewertet wird, als nützlich erlebt wird und dass das Gelernte im Alltag angewandt werden kann. Zusätzlich soll ein Fragebogen (KoKo-Fragebogen; Fragebogen zur Messung von Kommunikationskompetenzen von chronisch kranken Patienten in Arztgesprächen) für die im Projekt berücksichtigten teilhaberelevanten Lebenssituationen adaptiert und psychometrisch überprüft werden. Neben den inhaltlichen Zielen verfolgen beide Teilprojekte das forschungsorganisatorische Ziel, ein Projekt der partizipativen Forschung durchzuführen, das aktuelle Diskussionen sowie Forderungen zur Patientenbeteiligung in der Forschung berücksichtigt und Menschen mit rheumatischen Erkrankungen während des gesamten Projekts aktiv und gleichberechtigt beteiligt. Bei der konkreten Umsetzung der Betroffenenbeteiligung werden die Empfehlungen der EULAR (The European League Against Rheumatism) handlungsleitend sein.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: