Beschreibung der Studie

Neurologische Symptome (wie beispielsweise Bewegungs-, Sensibilitäts- und Sehstörungen), denen nach neurologischer Untersuchung kein organischer Befund zugeordnet werden kann, werden nach ICD-10 als pseudoneurologische Symptome (PNS) oder nach DSM-5 als funktionell neurologische Symptome (FNS) bezeichnet. Chronifizierungsrisiko, Leidensdruck und Folgekosten definieren FNS als klinisch relevant, während Diagnostik und Indikationsstellung durch klassifikatorische Unklarheit und unbefriedigende ätiologische Modelle eingeschränkt sind. Verschiedenen Faktoren wird in der Entstehung von FNS Relevanz beigemessen, ihre Bedeutung wurde bisher aber eher isoliert untersucht. In voran gegangenen Teilstudien wurde das Zusammenwirken von drei zentralen Einflussfaktoren – emotional belastenden Erfahrungen, Emotionsverarbeitung und Körpersensitivität über die Erhebung bei der gleichen Stichprobe untersucht und ihre Relevanz bestätigt. Zur weiteren Prüfung und Präzisierung eines hypothetischen Modells, in dem FNS als somatoforme Dissoziationen hervorgehen aus dem Zusammenwirken von prominenter emotionaler Belastung in Kindheit und Jugend, erhöhter Reaktivität auf emotionale Reize bei supprimierendem Emotionsregulationsstil, Alexithymie und veränderter /erhöhter Körpersensitivität soll nun die Relevanz belastender Erfahrungen auf Emotionsverarbeitung und dissoziative bzw. funktionell (pseudo-)neurologische Symptomatik im Rahmen einer Verlaufsstudie untersucht werden. Dazu sollen zu Beginn und zum Abschluss eines stationären Aufenthaltes u.a. mit (Einzel- und Gruppen-)Psychotherapie strukturierte, standardisierte Selbstauskunftsverfahren, kortikale und peripherphysiologische Kennwerte der Emotionsverarbeitung und Körpersensitivität (letzteres in experimentellen Designs) erhoben werden. Der erwartete Erkenntnisgewinn soll perspektivisch zur Optimierung von Diagnose und Behandlung von FNS beitragen.

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Studiendetails

Studienziel Zwei Messzeitpunkte: Bei den Patientengruppen: 1. Messzeitpunkt zu Beginn des Aufenthaltes, 2. Messzeitpunkt gegen Ende des Aufenthaltes. Bei der Gesunden Vergleichsgruppe Messung im Abstand von 4-6 Wochen, dann jeweils: (A) Befragung mit standardisierten Selbstauskunftsverfahren zu Symptomen (SDQ-20, DES, SCL90R, SOMS, BDI, PDS), Emotionsverarbeitung (TAS-26, ERQ) und belastenden Erfahrungen (PDS, KERF, IFTL) und begleitenden Körpersensitivitätsmessungen mit TENS und (B) Experimentelle Untersuchung der Emotionsverarbeitung unter Ableitung eines MEGs bzw. EEGs (Untersuchung der kortikalen Alpha-Desynchronisation) und begleitenden Körpersensitivitätsmessungen mit TENS.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Versuchsgruppe FNS: Mindestens ein negativ somatoformes funktionell-neurologisches Symptom und eine von mindestens zwei Fachärzten diagnostizierte Dissoziative Störung
  • Neurologische Kontrollgruppe: Mindestens ein neurologisches und ein psychiatrisches Symptom, Behandlung auf der gleichen Station mit ähnlichen Mitteln

Ausschlusskriterien

  • FNS-Versuchsgruppe:
  • Positive somatoform dissoziative Symptome im Vordergrund.
  • Neurologische Kontrollgruppe:
  • FNS / Dissoziative Störung.
  • Gesunde Vergleichsgruppe: Neurologische oder psychiatrische Vorbehandlung und/oder Diagnose im M.I.N.I.-Screening;

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Neurologische Symptome (wie beispielsweise Bewegungs-, Sensibilitäts- und Sehstörungen), denen nach neurologischer Untersuchung kein organischer Befund zugeordnet werden kann, werden nach ICD-10 als pseudoneurologische Symptome (PNS) oder nach DSM-5 als funktionell neurologische Symptome (FNS) bezeichnet. Chronifizierungsrisiko, Leidensdruck und Folgekosten definieren FNS als klinisch relevant, während Diagnostik und Indikationsstellung durch klassifikatorische Unklarheit und unbefriedigende ätiologische Modelle eingeschränkt sind. Verschiedenen Faktoren wird in der Entstehung von FNS Relevanz beigemessen, ihre Bedeutung wurde bisher aber eher isoliert untersucht. In voran gegangenen Teilstudien wurde das Zusammenwirken von drei zentralen Einflussfaktoren – emotional belastenden Erfahrungen, Emotionsverarbeitung und Körpersensitivität über die Erhebung bei der gleichen Stichprobe untersucht und ihre Relevanz bestätigt. Zur weiteren Prüfung und Präzisierung eines hypothetischen Modells, in dem FNS als somatoforme Dissoziationen hervorgehen aus dem Zusammenwirken von prominenter emotionaler Belastung in Kindheit und Jugend, erhöhter Reaktivität auf emotionale Reize bei supprimierendem Emotionsregulationsstil, Alexithymie und veränderter /erhöhter Körpersensitivität soll nun die Relevanz belastender Erfahrungen auf Emotionsverarbeitung und dissoziative bzw. funktionell (pseudo-)neurologische Symptomatik im Rahmen einer Verlaufsstudie untersucht werden. Dazu sollen zu Beginn und zum Abschluss eines stationären Aufenthaltes u.a. mit (Einzel- und Gruppen-)Psychotherapie strukturierte, standardisierte Selbstauskunftsverfahren, elektrokortikale und peripherphysiologische Kennwerte der Emotionsverarbeitung und Körpersensitivität (letzteres in experimentellen Designs) erhoben werden. Der erwartete Erkenntnisgewinn soll perspektivisch zur Optimierung von Diagnose und Behandlung von FNS beitragen.

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