Beschreibung der Studie

Zahnerosionen sind ein globales Gesundheitsproblem mit erheblichen ästhetischen und funktionellen Einschränkungen im Front und Seitenzahnbereich. Neue Techniken basierend auf dem Computer Aided Design-Manufacturing (CAD/CAM) stellen einen innovativen Ansatz für minimalinvasive und somit bezahlbare Restaurationen dar und wären einer breiten Patientengruppe mit diesen Zahnschäden zugänglich. Deshalb soll in der vorliegenden Studie das mittelfristige Verhalten minimalinvasiver CAD/CAM Restaurationen mit manuell hergestellten minimalinvasiven vollkeramischen Restaurationen verglichen werden. Der Einfluss auf die Lebensqualität und die patientenorientierte Zufriedenheit soll zusammen mit dem ästhetischen und funktionellen Behandlungsergebnis ermittelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Machbarkeit (Erwartungen des Patienten und Beurteilung des Behandlungsergebnisses) gemessen nach einem Jahr
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 6
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Albert-Ludwigs-Universität FreiburgMedizinische Fakultät

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten ≥ 18 Jahre alt
  • Patienten mit extendierten erosiven Läsionen (Basic Erosive Wear Examination/BEWE Index 14-18) aufgrund exogener (früherer exzessiver Konsum von säurehaltiger Getränke) oder endogener Faktoren (Exposition von Magensäure aufgrund Reflux (GERD) oder Essstörungen wie Bulimie oder Anorexie)
  • Patienten mit schwerem Verlust der vertikalen okklusalen Distanz (> 2 mm)
  • Patienten mit Zahnüberempfindlichkeiten
  • Patienten mit reduzierter Kaufähigkeit
  • Patienten mit eingeschränkter Ästhetik
  • Patienten die willig sind einen Fragebogen zur Ernährungsgewohnheiten auszufüllen
  • Patienten bei denen eine Komplettsanierung (n=14-28 Zähen pro Patient) erforderlich ist; Stagnation der Erosion ist Voraussetzung
  • Normale, stabile Okklusion
  • Ausreichende Pfeilerzahnhöhe (4.5 mm)
  • Vital und non-vitale Pfeilerzähne, die keine radiologischen diagnostizierbaren pathologischen Veränderungen aufweisen, klinisch akzeptabel sind oder eine lege artis endodontische Behandlung aufweisen
  • Taschentiefe an den Pfeilerzähnen< 4 mm
  • Zahnbeweglichkeit < II
  • Furkationsgrad < 2
  • Suffizient behandelte Bezahnung oder geplante Sanierung (Kosten werden vom Patienten getragen)

Ausschlusskriterien

  • Patienten die erosive Läsionen aufgrund einer Alkohol- oder Drogenvorgeschichte (Methamphetamine/Ecstasy), fehlende Zähne, schlechte Mundhygiene (Taschentiefe > 3mm, Papillary Bleeding Index > 35% oder ausgeprägte Parafunktionen) aufweisen
  • Patienten mit Allergien gegen die in der Studie verwendeten Materialien
  • Patienten mit Erkrankungen, die in die Kategorie IV der American Society of Anaesthesiologists/ASA Klassifikation fallen (Patienten mit lebensbedrohlichen schweren Erkrankungen mit offensichtlichen Einschränkungen)
  • Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen
  • Ausgeprägter Bruxismus, Malokklusion (Tiefbiss, Nonokklusion, Kreuzbiss) oder anderen zahnzerstörenden Angewohnheiten
  • Patienten ohne Gegenbezahnung
  • Patienten mit akuten Symptomen einer funktionellen Störung, die eine funktionelle Vorbehandlung erfordert, vor Beginn der prothetischen Sanierung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Zahnerosionen sind ein globales Gesundheitsproblem mit erheblichen ästhetischen und funktionellen Einschränkungen der betroffenen Patienten. Frontzähne und Seitenzahlen des Oberkiefers und Unterkiefers weisen ausgedehnte Zahnhartsubstanzdefekte auf. Die Versorgung solcher Zähne mit konventionellen, metallkeramischen Vollkronen führt häufig zu elektiven Wurzelkanalbehandlungen, chirurgischer Kronenverlängerung und wesentlichem zusätzlichen Verlust der Zahnsubstanz. Minimalinvasive handgefertigte Versorgungen wurden deshalb entwickelt, sind aber aufgrund der hohen Kosten für die meisten Patienten nicht zugänglich. Neue Techniken basierend auf dem Computer Aided Design-Manufacturing (CAD/CAM), stellen einen innovativen Ansatz für minimalinvasive und somit bezahlbare Restaurationen dar und wären einer breiten Patientengruppe zugänglich. Eine wissenschaftliche Evidenz zu deren klinischen Eigenschaften zur Therapie von Erosionen existiert derzeit nicht. Deshalb schlägt die vorliegende Pilot-Studie eine randomisierte, prospektive, kontrollierte, multizentrische, Nichtunterlegenheits-Studie vor. Das mittelfristige Verhalten minimalinvasiver CAD/CAM Restaurationen soll mit manuell hergestellten minimalinvasiven vollkeramischen Restaurationen verglichen werden. Der Einfluss auf die Lebensqualität und die patientenorientierte Zufriedenheit soll zusammen mit dem ästhetischen und funktionellen Behandlungsergebnis ermittelt werden. Wenn der neuartige CAD/CAM Ansatz vergleichbare Ergebnisse zu den manuell hergestellten Restaurationen erzielt, könnte eine günstige und effiziente Versorgungsform für eine große Patientengruppe mit ausgeprägten Erosionen etabliert werden.

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