Beschreibung der Studie

Die optische Kohärenztomographie (OCT) und das Narrow Band Imaging (NBI) sind etablierte optische Verfahren zur Untersuchung von Gewebeoberflächen hinsichtlich krankhafter Veränderungen. Ihr Einsatz im Kopf-Hals-Bereich war bisher dadurch beschränkt, dass die vorhandenen Untersuchungsinstrumente zu groß waren, um z.B. in der Nase oder der Tiefe des Rachens angewendet werden zu können. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg sollen nun Instrumente entwickelt werden, die klein genug für den Einsatz im Kopf-Hals-Bereich sind und gleichzeitig eine ausreichende Bildqualität liefern. Die Bildqualität und Anwendbarkeit soll zunächst an Gewebeproben und am Leichnam evaluiert werden. Dafür werden kleine Anteile von Gewebeproben, die ohnehin im Rahmen einer Operation an der HNO-Universitätsklinik Freiburg entnommen werden, mittels OCT- oder NBI-Sonden verschiedener Größen untersucht. Eine zusätzliche Gewebeentnahme nur zu Studienzwecken erfolgt nicht, die histopathologische Aufarbeitung einer repräsentativen Gewebeprobe ist gewährleistet. Da ausschließlich Gewebeproben untersucht werden, ist eine zusätzliche Belastung für den Patienten selbst ausgeschlossen (z.B. schmerzhafte Zusatzuntersuchung). Wenn eine ausreichende Bildqualität gewährleistet ist, wird die Anwendbarkeit der Sonden an Leichenpräparaten überprüft, die seitens des Anatomischen Instituts der Universität Freiburg zur Verfügung gestellt werden.

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Studiendetails

Studienziel Gleiche Bildqualität mittels neuer OCT- und NBI-Sonden im Vergleich zu konventionellen, größeren Instrumenten
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitäts-HNO-Klinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Patienten und Probanden, Alter über 18.

Ausschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Patienten und Probanden < 18 Jahre, Schwangere, Notfallpatienten, nicht einwilligungsfähige Patienten, Behinderte, Demenzkranke

Adressen und Kontakt

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Bildgebende Verfahren zur Darstellung pathologischer Veränderungen oder anatomischer Verhältnisse im Kopf-Hals-Bereich haben sich in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich weiterentwickelt. Neue optische Verfahren – allen voran die optische Kohärenztomographie (OCT) oder das Narrow Band Imaging (NBI) - haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erlebt und haben sich in bestimmten medizinischen Bereichen etabliert. So gehört die OCT seit ihrer Entwicklung 1991 (D. Huang) in der Augenheilkunde zur standardhaften Beurteilung der Netzhaut (P. Massin et al. 2006). Ferner lassen sich mit technischen Modifikationen dieses Verfahrens auch grundlegende anatomische Gegebenheiten – zum Beispiel der Lymphabfluß – beurteilen, ohne den zu Untersuchenden zusätzlichen Einflüssen wie z.B. Kontrastmittel auszusetzen. Das NBI wird in der Gastroenterologie und Urologie zur Beurteilung von Schleimhautveränderungen genutzt (A. Boeriu et al. 2015, R.G. Casey et al. 2015). In den letzten Jahren wurden zunehmend Studien durchgeführt, die den Einsatz des NBI in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde evaluierten und hierbei Vorteile zum Beispiel in der Diagnostik der Larynxpapillomatose mittels NBI zeigten (S. Dippold, C. Becker et al., 2015). Die möglichen Einsatzgebiete im Kopf-Hals-Bereich reichen daher von der weitergehenden Untersuchung der natürlichen Anatomie (z.B. in vivo-Untersuchung von Schleimhautverhältnissen) bis hin zu ergänzenden Untersuchungen bei krankhaften Veränderungen (z.B. Entzündungen / Neubildungen) im Kopf-Hals-Bereich. Der Einsatz im Kopf-Hals-Bereich war bislang dadurch limitiert, dass die vorhanden OCT- oder NBI-Sonden zu groß waren und ihr Einsatz aufgrund der beengten anatomischen Verhältnisse limitiert war. Entwicklungen am IMTEK ermöglichen nun immer kleinere Sonden / Endoskope und dadurch prinzipiell Untersuchungen im Kopf-Hals-Bereich, die bislang nicht möglich waren. Die Analyse der Bildqualität und Anwendbarkeit der Untersuchungsinstrumente ist Gegenstand dieser Studie.

Quelle

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