Beschreibung der Studie

In der vorliegenden Studie soll der Effekt zwei verschiedener Orthesen bei Patienten mit einer Arthrose auf der Innenseite des Kniegelenks getestet werden. Verschiedene Studien haben zeigen können, dass Knieorthesen Beschwerden bei Patienten mit einem Gelenkverschleiß an der Innenseite des Kniegelenkes lindern können. Ein Nachteil dieser Orthesen sind Druckstellen am Kniegelenk die bei einem Teil der Patienten zum Abbruch der Therapie führten. Aus diesem Grunde wurde eine Sprungelenkorthese entwickelt, die die Innenseite des Kniegelenkes entlasten kann. Eine biomechanische Studie hat die Wirksamkeit dieser Orthese nachweisen können. Nun soll im Rahmen der vorliegenden Studie untersucht werden, ob mit dieser Orthese auch die Schmerzen und Beschwerden bei Patienten mit einer einseitigen Kniearthrose (mediale Gonarthrose) beeinflusst werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Auf einer nummerischen Punkteskala, die von 0 bis 100 reicht, sollen Schmerzen beim Gehen, in Ruhe, und beim Sport nach 8 Wochen, 6 Monaten und einem Jahr erfasst werden. Als „Responder“ gilt ein Patient, der sich um 20% verbessert in Übereinstimmung mit den OMERACT-OARSI Kriterien [Pham et al. 2004].
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 154
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In die Studie eingeschlossen werden Patienten mit einer medialen Gonarthrose, die älter als 35 Jahre sind. Als mediale Gonarthrose werden Belastungs-Schmerzen am medialen Gelenkspalt (Abb. 3) in Kombination mit radiologischen Arthrosezeichen (Grad 1 oder höher) definiert [van Raaij 2013]. Die radiologischen Arthrosezeichen werden anhand der Klassifikation von Kellgren und Lawrence [1957] an Ganzbeinaufnahmen in der a.p. Ebene erhoben (Grad 0-IV).

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Kenntnisse der deutschen Sprache,
  • Schmerzen, die nicht auf die mediale Gonarthrose zurückzuführen sind,
  • Laterale Gonarthrose Grad I und höher,
  • das Fehlen einer varischen Beinachse.

Adressen und Kontakt

Martin Luther Krankenhaus, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Die Kniearthrose (Gonarthrose) ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen und verursacht Schmerzen und Bewegungseinschränkungen [Felson et al. 1998]. Am häufigsten tritt die Kniearthrose im medialen Kompartiment auf (mediale Gonarthrose). Als Ursache wird eine Überlastung der Gelenkinnenseite gesehen. Diese Überlastung ist meist auf eine varische Beinachse (O-Bein) zurückzuführen. Die Therapie der medialen Gonarthrose ist in erster Linie konservativ [OARSI Guideline, McAlindon et al. 2014]: Patientenaufklärung, Gewichtsreduktion, körperliche Aktivität, Medikamente und biomechanische Interventionen. Als biomechanische Interventionen gelten Orthese, Bandagen, oder Einlagen [McAlindon et al. 2014]. Für alle drei Therapieformen liegt wissenschaftliche Evidenz vor [Draganich et al. 2006, McAlindon et al. 2014, Shelburne et al. 2008]. Während viele konservative Therapiemethoden rein symptomatisch wirken, sollen biomechanische Interventionen die Progression der Osteoarthrose verzögern [van Raaij 2010, Sharma et al. 2001]. Biomechanische Studien haben gezeigt, dass Orthesen die mechanische Achse der unteren Extremität effektiver korrigieren als Einlagen [Fantini Pagani et al. 2012]. Orthesen können am Kniegelenk direkt ansetzen oder die Beinachse indirekt über das obere Sprunggelenk beeinflussen. Biomechanische Studien haben gezeigt, dass sich das Knie Adduktionsmoment sowohl über eine Knie-Unloader-Orthese als auch über eine fußsprunggelenksübergreifende Knie-Orthese signifikant verbessern lässt [Fantini Pagani et al. 2012, Fantini Pagani et al. 2014]. Ziel der vorliegenden Studie ist es die Wirksamkeit dieser zwei unterschiedlichen Orthesenkonzepte im Rahmen einer prospektiv randomisierten Untersuchung zu überprüfen.

Quelle

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