Beschreibung der Studie

Ziel ist die Evaluation eines von einem Kostenträger initiierten Programms, welches Versicherte darin unterstützen soll, evidenzbasierte Leitlinien bezüglich Knochengesundheit und körperlicher Aktivität/ Sturzprävention umzusetzen. Das Programm wird durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband (dlv) und dem Deutschen Turnerbund (DTB) durchgeführt und strebt letztlich eine Reduktion osteoporotischer Frakturen an.

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Studiendetails

Studienziel Klinisch apparente osteoporotische Frakturen (ICD-10 S12, S22, S32, S42, S52, S72, S82, kombiniert), die eine Krankenhausaufnahme erfordern (Hauptaufnahme- oder Entlassdiagnose) – Erhebung über Routinedaten der Versicherung nach Beendigung der Rekrutierungszeit und einem zusätzlichen Jahr Follow-up (30.09.2018).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle …
  • zuhause lebende Frauen und Männer im Alter von 70- <85 Jahren mit einer klinisch apparenten Fraktur in den letzten 5 Jahren;
  • zuhause lebende Frauen im Alter von 75- <80 Jahren,
  • die jeweils bei der Landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKK) in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versichert sind und in einem der Interventionslandkreise leben (Vollerhebung).

Ausschlusskriterien

  • Versicherte, die nicht zuhause leben (Pflegeheim). 2. Versicherte mit einer Pflegestufe 2 oder 3.

Adressen und Kontakt

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), Landshut

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Häufig gestellte Fragen

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I. Hintergrund und Ziele der Studie Osteoporose und osteoporotische Frakturen gehören zu den herausragenden gesundheits-politischen Problemen alternder Gesellschaften und führen häufig zu funktionellen Einschränkungen bis hin zum Verlust der Selbständigkeit. Die Studie will die Implementierung eines Krankenkassen-initiierten Programms zur Reduktion osteoporotischer Frakturen bei älteren Personen, die im ländlichen Raum leben, begleitend evaluieren (sogenannte ‘comparative effectiveness research’). Das Gesamtprojekt wird durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband (dlv) und dem Deutschen Turnerbund (DTB) durchgeführt. Die wissenschaftliche Beratung und Begleitevaluation erfolgt durch ein Konsortium von Wissenschaftlern des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart (Priv. Doz. Dr. Kilian Rapp, Klinik für geriatrische Rehabilitation) und der Universitäten Ulm (Prof. Dr. D. Rothenbacher, Institut für Epidemiologie) und Hamburg (Prof. Dr. H-H. König, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung). II. Programminhalte Das Programm hat 3 Komponenten: 1. „Trittsicher“-Bewegungskurse zur Förderung der körperlichen Fitness und Verbesserung der Standfestigkeit. 2. Untersuchung der Knochengesundheit. 3. Sicherheit rund um Haus und Hof. III. Umsetzung des Programms. Logistik: Die Implementierung des Programms erfolgt durch die SVLFG. Es werden bei der SVLFG drei Telefonzentren in drei verschiedenen Bundesländern installiert (Stuttgart, Landshut, Kassel). Außerdem verfügt die SVLFG über sogenannte „Mitarbeiter der Prävention“, die die landwirtschaftlichen Betriebe der Versicherten regelmäßig besuchen. Diese „Mitarbeiter der Prävention“ werden in das Projekt mit eingebunden und führen in den meisten Fällen den Erstkontakt mit den Versicherten durch. Ad 1.: „Trittsicher“-Bewegungskurse: Außerdem sind der Deutsche LandFrauenverband (dlv) und der Deutsche Tur-nerbund (DTB) beim Aufbau der „Trittsicher“-Bewegungskurse in den Imple-mentierungsregionen beteiligt. Es ist geplant, dass Landfrauen vor Ort, mit Unterstützung der Projektpartner, eine Großzahl an Sturz-präventionsgruppen organisieren, an denen dann auch Versicherte der SVLFG teilnehmen können. Die hierfür erforderlichen Trainer sind entweder Übungsleiter des DTB oder Physio-therapeuten. Die Trainer erhalten eine Einweisung in das Trittsicher-Bewegungsprogramm. Ad 2.: Untersuchung der Knochengesundheit: Zwischen der SVLFG und den Kassenärztlichen Vereinigungen der beteiligten Bundesländer wurde ein Vertrag geschlossen, der die Vergütung der beratenden Hausärzte und der Knochendichtemessung regelt. IV. Ablauf des Programms: A) Identifikation von Versicherten mit einem erhöhten Risiko für Stürze und Frakturen. In den Implementierungsregionen (s.u.) werden vom Versicherer folgende Personen kontaktiert: • zuhause lebende Frauen und Männer im Alter von 70 - <85 Jahren mit einer klinisch apparenten Fraktur in den letzten 5 Jahren • zuhause lebende Frauen im Alter von 75 - <80 Jahren B) Empfehlung und Initiierung: Die Versicherten werden schriftlich und in kurzem Abstand danach entweder über einen „Mitarbeiter der Prävention“ der Krankenkasse vor Ort oder telefonisch kontaktiert. Die Versicherten werden dazu motiviert, an einem „Trittsicher“-Bewegungskurs teilzunehmen. Die Teilnahme ist innerhalb des Programms kostenlos. Außerdem wird die Durchführung einer Knochendichtemessung empfohlen. Die Empfehlung basiert dabei auf den deutschen Leitlinien des Dachverbands Osteologie (dvo). Die Finanzierung der Knochendichtemessung sowie eine Beratungsgebühr für den Hausarzt sind über das Programm abgedeckt. Ggf. erfolgt zudem eine Beratung zur Sicherheit rund um Haus und Hof durch einen „Mitarbeiter der Prävention“ vor Ort. Die Rekrutierung erfolgt in einem Zeitraum von 2 Jahren. Es handelt sich um eine Cluster-randomisierte Studie (large simple trial), Landkreise stellen dabei die Cluster-Einheit dar. Die Intervention findet in 47 Landkreisen aus 5 Bundesländern statt (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz). Dabei handelt es sich um eine Vollerhebung der oben genannten Versichertengruppen. V. Wissenschaftliche Ziele: Das Programm strebt eine Reduktion osteoporotischer Frakturen an. Dies soll dadurch erreicht werden, dass die Versicherten bei der Umsetzung von Empfehlungen und Leitlinien unterstützt werden. Zudem soll eine gesundheitsökonomische Kosteneffektivitätsanalyse des Programms durchgeführt werden.

Quelle

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