Beschreibung der Studie

In dieser Studie werden Patienten mit akutem Schwindel, Doppelbildern, Gleichgewichts- und Gangunsicherheit sowie Stürzen untersucht, die sich in unserer Notaufnahme vorstellen. Die Ursache der Symptome kann vielfältig sein und ist klinisch schwer zu differenzieren. Eine grobe Einteilung unterscheidet zwischen einer im Gleichgewichtsorgan oder im Verlauf des Gleichgewichtsnerven (peripher) und einer im Gehirn (zentral) lokalisierten Ursache. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können aber auch durch Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Herz-Kreislauf-Systems, der Nerven in den Beinen oder psychogen ausgelöst sein. Eine häufige Ursache bei zentralen Störungen, ist der Schlaganfall. Die richtige Einordung ist für eine angemessene Therapie unabdingbar. Das Ziel dieser Studie ist die Entwicklung eines allgemeingültigen diagnostischen Index-Tests für akut einsetzenden Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen. Dazu werden bewährte Methoden zur Testung der Funktion des Gleichgewichts und der Augenbewegungen eingesetzt. Langfristig soll der dadurch etablierte Index-Test die MRT-Untersuchung (Kernspintomographie) ersetzen, welche vielerorts in der Notaufnahme nicht zur Verfügung steht. Der Index-Test soll in der Notaufnahme eingesetzt werden um die Ursache und das Verlauf der Akutsymptomatik voraussagen zu können.

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt, Schlaganfall oder kein Schlaganfall, wird nach dem Referenztest beurteilt (MRT, klinische Beobachtung). Die erste Ergebnisgröße ist die A-priori-Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines diagnostischen Index-Tests für Schlaganfall bei Patienten mit akutem Schwindel, Benommenheit, Doppelbildern sowie Gang- und Standunsicherheit. Klinische und neurophysiologische Testergebnisse (u.a. Okulomotorik in der Videookulographie, videobasierter Head-Impulstest, Posturographie, SVV, TuG, klinische Scores) werden zu einem diagnostischen Score für das Risiko eines Schlaganfalls (Prädiktor) kombiniert.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit akutem Schwindel, Benommenheit, Doppelbildern oder Stand- und Gangunsicherheit innerhalb der letzten 24 Stunden für mindestens 10 Minuten

Ausschlusskriterien

  • Alter unter 18 Jahren, gesichert zentrale oder periphere Ätiologie

Adressen und Kontakt

Klinikum der Universtität München, München

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Häufig gestellte Fragen

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Akuter Schwindel, Gleichgewichts- und Gangstörungen sind einer der häufigsten Symptome in der Notaufnahme. Im Falle des typischen akuten vestibulären Syndroms (AVS) ist die Unterscheidung zwischen einer peripher vestibulären Neuritis und einem zentralen Hirnstamm- oder Kleinhirnschlaganfall anhand klinischer Parameter gut etabliert. Der häufig auftretende, weniger gut charakterisierte akute (Benommenheits-)Schwindel, Gleichgewichts- oder Gangstörung ohne fokal vestibuläre oder okulomotorische Zeichen – im Folgenden akutes Dysbalance-Syndrom genannt (ADS) – ist dagegen klinisch schwer zu differenzieren . Die Differentialdiagnose in ADS reicht von zentral, z.B. vorrangig vaskuläre Läsionen über das Gehirn verteilt (in den Hemisphären, Thalamus, Zerebellum und Hirnstamm lokalisiert), globale Funktionsstörung aufgrund einer Enzephalopathie (toxisch, neurodegenerativ), kardiovaskulär und psychogen bis hin zu peripher sensorischen Defiziten. In dieser Studie möchten wir einen allgemeingültigen diagnostischen Index (Index test) für AVS und ADS entwickeln, indem wir Patienten, die sich in unserer Notaufnahme mit akutem Schwindel, Doppelbildern, Gangunsicherheit oder Stürzen präsentieren, prospektiv untersuchen. Dazu werden etablierte Methoden der vestibulären und okulomotorischen Testung und Gleichgewichtstest eingesetzt und ihre diagnostische Aussagekraft bewertet. Langfristig soll die dadurch etablierte Batterie an Testparametern die MRT-Untersuchung ersetzen, welche vielerorts in der Notaufnahme nicht zur Verfügung steht. Der Index-Test soll in der Notaufnahme eingesetzt werden um die Ursache und das Outcome der Akutsymptomatik vorauszusagen. Wir erwarten dadurch einen Benefit für Patienten, behandelnden Institutionen sowie das Gesundheitssystem. Die Studie dient weiterhin der systematische Datenerfassung über nicht-selektierte Patienten mit akutem Schwindel oder Gleichgewichtsstörung, als Vorläufer-Studie für wichtige multizentrische, randomisierte diagnostischen Studien, der epidemiologischen Datenerfassung von akutem Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Diese Studie wird die Diagnostik und Versorgung in der Notfallsituation verbessern.

Quelle

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