Beschreibung der Studie

Es handelt sich um eine Studie zum Thema Empathie bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen sowie der Wirkung von Oxytocin-Nasenspray auf die Empathiefähigkeit. Ziel der Studie ist es, Informationen darüber zu sammeln, wie Emotionen in sozialen Situationen wahrgenommen und empfunden werden und welche Prozesse im Gehirn dafür ausschlaggebend sind. Dabei wird die Methodik der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie (fMRT) eingesetzt, um Prozesse im Gehirn abzubilden. Außerdem wird im Rahmen dieser Studie untersucht, ob und wie Oxytocin-Nasenspray diese Prozesse im Gehirn verändert, während man versucht, sich in verschiedene Situationen anderer Personen einzufühlen. Das Hormon Oxytocin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Gefühlen und der Entwicklung von vertrauensvollem sozialem Verhalten. Daher wird aktuell untersucht, ob Oxytocin in Form eines Nasensprays zukünftig zur Unterstützung verschiedener therapeutischer Interventionen eingesetzt werden kann. Zusätzlich soll der Einfluss von genetischer Variation im Oxytocin-Rezeptor-Gen auf die Empathiefähigkeit und auf die Wirkung von Oxytocin-Nasenspray untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Messung der Aktivierung des neuronalen Empathie-Netzwerkes aus anteriorer Insula, ACC (anteriorer cingulärer Kortex), Amygdala, Thalamus, PAG (periaquäduktales Grau), FG (fusiformer Gyrus) 45 min nach Oxytocin-/Placebo-Applikation während der Bearbeitung von 3 Paradigmen zu Schmerzempathie, Trauerempathie und Peinlichkeitsempathie mittels fMRT. Die Beurteilung der Aktivierung erfolgt in Abhängigkeit von der Oxytocin/Placebo-Applikation und des Genotyps des SNPs rs53576 im Oxytocin-Rezeptor-Gen.
Status Teilnahme möglich
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit der Diagnose Frühkindlicher Autismus (F84.0 nach ICD-10), Asperger-Syndrom (F84.5 nach ICD-10) und Atypischer Autismus (F84.1 nach ICD-10)
  • Männliches Geschlecht
  • Alter 15 ≤ Jahre ≤ 35
  • Deutsch als Muttersprache
  • Rechtshänder
  • Genotypisierter SNP rs53576 im Oxytocin-Rezeptor-Gen
  • schriftliche Einwilligung der teilnehmenden Person (bei Minderjährigen der Sorgeberechtigten)

Ausschlusskriterien

  • Weibliches Geschlecht
  • 18 ≤ BMI ≥ 30
  • Intelligenzquotient < 70
  • Traumatische Hirnverletzungen
  • Schwerwiegende neurologische Erkrankungen (z.B. Epilepsie)
  • magnetische Metallimplantate
  • akute Suizidalität gemäß klinischem Eindruck
  • anamnestisch bekannte metabolische oder endokrinologische Erkrankungen
  • kardiovaskuläre Erkrankungen (Anamnese, Elektrokardiogramm, Puls- und Blutdruck-Messungen): 50 ≥ Herzfrequenz (bpm) ≥ 90, 100 ≥ Blutdruck systolisch (mmHg) ≥ 140; 60 ≥ Blutdruck diastolisch (mmHg) ≥ 90
  • anamnestisch bekannte Überempfindlichkeit gegen Nasensprays oder andere Medikamente
  • Regelmäßiger Konsum von Drogen, Alkohol und Nikotin (nicht mehr als 15 Zig. Pro Tag)
  • Innerhalb der 2 Stunden vor der Verum/Placebo-Gabe Aufnahme von Nahrung, Kaffee, Getränken (außer Wasser), Nikotin-Konsum sowie exzessives Wassertrinken
  • Erkältung

Adressen und Kontakt

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Marburg

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Häufig gestellte Fragen

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Das Ziel der Studie ist es, bei männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit hochfunktionalen Autismus-Spektrum-Störungen zu untersuchen, ob die Gabe von intranasalem Oxytocin (vs. Placebo) zu einer verstärkten Modulation neuronaler Prozesse empathischen Erlebens bei bestimmten Genotypen des SNPs rs53576 im Oxytocin-Rezeptor-Gen führt.

Quelle

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