Beschreibung der Studie

In der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea, kurz „Parotis“) kommen verschiedene gutartige Raumforderungen vor. Neben den häufigsten Parotistumor, dem sog. pleomorphen Adenom (Mischtumor), findet man sog. Zystadenolymphome, vergrößerte Lymphknoten, Zysten und andere. Zur Entfernung aller Parotis-Raumforderungen wird die sog. laterale Parotidektomie durchgeführt. Herbei wird der Gesichtsnerv in seinem kompletten Verlauf dargestellt und die darüber liegende Drüse samt der Raumforderung entfernt. Vorteil dieser Operationsmethode ist die hohe Sicherheit die Tumorkapsel nicht zu verletzen. Diese Sicherheit ist jedoch nur bei Entfernung pleomorpher Adenome notwendig. Die laterale Parotidektomie zeichnet sich nicht nur durch einen großen Hautschnitt und Operationsfläche, sondern auch durch eine lange Operations- und Narkosedauer aus. Auch die Entfernung anderer Tumore, die keine pleomorphe Adenome sind, geht mit gleichen Risiken einher (Gefühlsverlust, Narbe, Kauschwitzen, Substanzdefekt, usw.). Eine alternative Operation stellt hier die sog. „partielle Parotidektomie“ dar. Hierbei konzentriert sich der Operateur auf die Präparation des Gewebes in unmittelbarer Nähe des Tumors. D.h. dass der Gesichtsnerv nur in der Nähe des Tumors „frei gelegt“ wird und dass nur der tumor-nahe Drüsenbereich entfernt wird. Ziel unserer Studie ist es, die Operationsdauer und die Komplikationsrate bei partieller und lateraler Parotidektomie zu vergleichen.

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Studiendetails

Studienziel Unmittelbare postoperative Komplikationen (Nachblutung, Fistel, Schmerz, Fazialisparese)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle HNO Uniklinik Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gutartiger Tumor oder Veränderung der Ohrspeicheldrüse
  • regelrechte präoperative Funktion des Gesichtsnervs
  • Erstoperation
  • Alter > 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Unklare Dignität der Raumforderung oder maligne Tumore der Gl. parotis
  • Präoperative Fazialisparese
  • Fazialisparese in der Vergangenheit
  • Revisionsoperation
  • Innenlappentumor der Gl.parotis
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems und alle Erkrankungen, die mit peripheren Neuropathien einhergehen können (z.B. fortgeschrittener Diabetes mellitus, Polyneuropathien, Multiple Sklerose usw.)
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Neben den häufigsten Tumoren der Ohrspeicheldrüse, den pleomorphen Adenomen, kommen weitere gutartige Neubildungen in der Ohrspeicheldrüse vor. Zur Entfernung aller Parotistumore wird am häufigsten eine laterale Parotidektomie durchgeführt. Dieser Zugangsweg zeichnet sich nicht nur durch einen großen Hautschnitt und große Präparationsfläche, als auch durch eine lange OP- und Narkosedauer aus. Der N. facialis-Fächer wird bis in die Peripherie präpariert und dargestellt. Auch die Entfernung kleiner Parotistumore, die keine pleomorphe Adenome sind, geht mit gleichen Risiken einher (Gefühlsverlust, Narbe, Kauschwitzen, Substanzdefekt, usw). Die partielle Parotidektomie, bei der die Nerv- und Gewebepräparation auf den Tumorbezirk begrenzt sind, stellt dabei eine Alternativ-Operation dar. Hierbei ist der operativer Zugangsweg durch die Präparation des Hauptstamms und der nur dem Tumor benachbarten Äste limitiert. Hierdurch sollten sich auch die OP-Dauer und die peri- und postoperativen Risiken verringern. Das Ziel unserer Studie ist es, die partielle Parotidektomie hinsichtlich der OP-Dauer, Komplikationsrate peri- und postoperativ (wie Fazialisparese, Nachblutung, Speichelfistel) und des definitiven Outcome (kosmetisches End-Ergebnis, Narbe, Schmerz, Substanzdefekt, Patientenzufriedenheit) mit der Morbidität nach einer Standard-Operation, der lateralen Parotidektomie, zu vergleichen.

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