Beschreibung der Studie

Das Forschungsprojekt widmet sich der Frage nach Religiosität/Spiritualität (ReS) als Ressource und Copingstrategie in Prävention, Therapieverlauf, Rehabilitation und Nachsorge von psychisch erkrankten Menschen, insbesondere der überaus zahlreichen Patienten mit PTBS und anderen Traumafolestörungen nach den Kriegshandlungen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Das Studiendesign ist angelegt als offene, prospektive, multidisziplinäre, explorative, anonyme Querschnittserhebung mit standardisierten Fragebogeninstrumenten ohne Intervention. Die deskriptive Statistik dient der Beschreibung, die Inferenzstatistik der Überprüfung erster Hypothesen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und weitere Studien in diesem Forschungsbereich zu stimulieren. Eine differenzierte und statistisch relevante Beschreibung der Sachlage kann zu einer verbesserten Wahrnehmung und Berücksichtigung von Re/S im Behandlungskonzept beitragen, sei es als Ressource, sei es als Problemfaktor. Die Patientenrekrutierung findet in Universitätskliniken in Kroatien (Zagreb, Rijeka, Osijek und Split) und Bosnien-Herzegowina (Tuzla, Sarajevo, Mostar, Banja Luka) an der jeweiligen Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie und ihren Referenzzentren für PTBS statt und den weiteren Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie.Bei der Aufnahme in der ambulanten, teilstationären oder stationären ärztlichen Behandlung erhalten Patienten den Fragebogen zusammen mit der Aufklärung und Bitte um Teilnahme (Informed Consent).

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Studiendetails

Studienziel Befragung von Patienten (m/w) in psychiatrischer Behandlung in Bezug auf die Rolle von ReS für ihr Leben und ihren Krankheitsumgang, besonders in Fällen von PTBS und anderen Traumafolgestörungen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 3000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle AB Caritaswissenschaft und christliche SozialarbeitTheologische FakultätAlbert-Ludwigs-Universität

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene Patienten (m/w) der Psychiatrie und Psychotherapie, allgemein ICD-10 F, besonders F43.1, F43.0, F62.0

Ausschlusskriterien

  • Patienten (m/w) mit akuter Psychose können nicht teilnehmen.

Adressen und Kontakt

AB Caritaswissenschaft und christliche SozialarbeitTheologische FakultätAlbert-Ludwigs-Universität, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Das geplante Forschungsprojekt in der Folge einer Pilotstudie zielt auf die Evaluierung der Bedeutung von Religiosität und Spiritualität (künftig: ReS) im Krankheitserleben und -umgang der weitgehend kriegstraumatisierten Bevölkerungen Kroatiens und Bosnien Herzegowinas. Nach den Kriegen in Ex-Jugoslawien leiden große Teile der Bevölkerung – Kinder, Jugendliche, Erwachsene aller Altersgruppen – körperlich und seelisch an den Folgen der Kriegsereignisse. Die Kriegstraumafolgen beeinflussen in der Regel alle Lebensaspekte und belasten die Teilnahme der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben erheblich. Die damit verbundenen psychischen Erkrankungen, insbesondere PTBS, haben zudem tiefgreifende Auswirkungen auf andere Familienmitglieder, die Familiendynamik und das Familiensystem allgemein. Auch für die nachfolgenden Generationen ist ihre Trauma-Bewältigung und Erlebnisverarbeitung somit von hoher Bedeutung. Vor diesem Hintergrund nimmt diese Studie in interdisziplinärer Kooperation mit den Universitätskliniken und Kliniken für Psychiatrie in Kroatien und Bosnien-Herzegowina ein relativ neues Forschungsfeld in Angriff: die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), andere Trauma-Folgestörungen nach ICD-10 und andere psychische Erkrankungen bei psychiatrischen Patienten (m/w) im Zusammenhang mit ReS. Die Patienten (m/w) in Kroatien und Bosnien Herzegowina werden anhand eines ausführlichen Fragebogeninstrumentes um Selbsteinschätzungen über die Rolle von ReS in ihrem Leben allgemein und im Umgang mit ihrer langjährigen und häufig chronifizierten Erkrankung im Besonderen befragt. Bei der Befragung sollen auch die unterschiedlichen Verarbeitungsvarianten der beiden Kulturkreise (u.a. zurückzuführen auf diverse religiöse Lebenseinstellungen und Einflüsse: einerseits des christlichen Kulturkreises in Kroatien, anderseits des muslimischen Kulturkreises der Patienten in Bosnien) ermittelt werden.

Quelle

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