Beschreibung der Studie

Die Studie hat zum Ziel, die perioperative Beatmung von Patienten zu verbessern. Ein Ansatzpunkt dabei ist es, die Beatmung so einzustellen, dass das Lungengewebe möglichst wenig durch das Aufblähen der Alveolen am Anfang, bzw das Kollabieren am Ende des Atemzuges, geschädigt wird. Gleichermaßen soll auch eine Überblähung am Ende der Einatmung vermieden werden. Ein Maß dafür gibt uns die sogenannte Compliance, gewissermaßen die Dehnbarkeit der Lunge. Sie nimmt zu Beginn der Einatmung mit der Öffnung der Alveolen zu, erreicht dann ein Plateau und fällt zum Ende der Einatmung und beginnender Überblähung wieder ab. Um sich zwischen den beiden Bereichen zu bewegen, kann der sogenannte Positive Endexspiratorische Druck (PEEP) angepasst werden. Dieser Druck wird durch das Beatmungsgerät am Ende der Ausatmung aufrecht erhalten, um die Lunge vor dem völligen Kollabieren zu bewahren. In unserer Studie zeichnen wir das Complianceprofil auf. Gleichzeitig errechnet eine Software aus diesen Daten einen Vorschlag, wie der PEEP zu ändern ist, um in den beschriebenen optimalen Bereich der Compliance zu kommen. Dieser wird dann eingestellt. Bei 30 Patienten wird auf diese Weise vorgegangen, 30 Patienten erhalten die reguläre Beatmung mit in der Regel gleich bleibendem PEEP. Wir erwarten uns, dass sich dabei unsere Hypothese bestätigt, dass nämlich der herkömmlich eingesetzte PEEP zu gering ist und dementsprechend ein höherer PEEP positive Auswirkungen auf Compliance und Ventilation hat. Potentielle Probanden sind volljährige, lungengesunde Patienten, welche im Rahmen eines Routineeingriffs operiert werden.

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Studiendetails

Studienziel Perioperative nicht-lineare intratidale Compliance kontinuierlich gemessen in ml/mbar von Ende Narkoseeinleitung bis Ende OP
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniversitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene > 18 Jahren, schriftliche Einverständniserklärung, elektiver Eingriff, kontrollierte Beatmung

Ausschlusskriterien

  • Bekannte Lungenerkrankung, Herzschrittmacher, implantierbarer Kardioverter Defibrillator oder andere aktive Implantate, intrakardiale Herzvitien, laparoskopische Operationen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Untersuchung der Beatmungssituation lungengesunder Patienten anhand der Atemmechanik wurde bisher weitgehend vernachlässigt. Aufgrund vorhergehender Studien gibt es Grund zur Annahme, dass eine Erhöhung des positiven endexspiratorischen Drucks (PEEP), möglichen Lungenschädigungen durch künstliche Beatmung vorbeugen könnte [1]. Daher soll an lungengesunden Patienten, die sich elektiven Eingriffen unterziehen, intraoperativ untersucht werden, wie sehr der PEEP erhöht werden muss, um eine möglichst lungenschonende Beatmung zu gewährleisten. Dazu wird der PEEP mit Hilfe dem von unserer Arbeitsgruppe entwickelten Graphical User Interface (GUI) [2] so weit erhöht, bis sich die dynamischen Compliance-Werte so einstellen, dass weder mit schädlichem recruitment/derecruitment noch mit Überblähung der Alveolen zu rechnen ist. Für die Datenanalyse kommt die auch in unserer Arbeitsgruppe entwickelte gliding-SLICE-Analyse [3,4] zur Anwendung. Zudem wird mit der Elektroimpedanztomographie ein nicht-invasives, zugelassenes strahlungsfreies Verfahren verwendet, mit welchem die Belüftung innerhalb der Lunge gemessen werden kann. Literatur: [1] Futier et al. A Trial of Intraoperative Low-Tidal-Volume Ventilation in Abdominal Surgery N Engl J Med 2013;369:428-37 [2] Bühler et al. Monitoring of intratidal lung mechanics: a Graphical User Interface for a model-based decision support system for PEEP- titration in mechanical ventilation J Clin Monit Comput 2014 28:613–623 [3] Schumann et al. Estimating intratidal nonlinearity of respiratory system mechanics: a model study using the enhanced gliding-SLICE Method Physiol Meas 2009 Dec; 30:1341-1356 [4] Schumann et al. Analysis of dynamic intratidal compliance in a lung collapse model. Anesthesiology 2011 May;114(5):1111-1117.

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