Beschreibung der Studie

Sporttherapie und Psychotherapie - eine Evaluationsstudie mit Depressionspatienten (SPeED): Sowohl Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie) als auch Sporttherapie haben sich als wirksam bei der Behandlung von Depressionen erwiesen. Wir prüfen die Kombination von Sport- und Psychotherapie. Zwei Gruppen erhalten ein 12-wöchiges, angeleitetes Ausdauertraining in kleinen Gruppen, welches 2x wöchentlich für 60 Minuten stattfindet. Das Ausdauertraining unterscheidet sich in den beiden Gruppen hinsichtlich der Intensität. Anschließend erhalten beide Gruppen sowie eine dritte Warte-Kontrollgruppe eine kognitive Verhaltenstherapie über 12 Wochen. Diagnostische Untersuchungen zu mehreren Messzeitpunkten beinhalten neben Fragebögen u.a. zur Depressionssymptomatik sportmedizinische Leistungsdiagnostik, Blutuntersuchung und Kernspintomographie des Gehirns. Die Studie soll dazu beitragen, besser zu verstehen durch welche Mechanismen Sporttherapie und Psychotherapie sich positiv auf Depressionen auswirken.

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Studiendetails

Studienziel Depressionsschweregrad gemessen mit Selbst- (Beck Depression Inventar, BDI) und Fremdratings (Hamilton Rating Skala für Depression, HAM-D) zu den Messzeitpunkten t1-t4 (t1: Eingangsdiagnostik, t2: nach Sporttherapie bzw. Warteperiode, t3: nach Psychotherapie, t4: Follow Up-Messung).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 105
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Emanuela Dalla Vecchia Stiftung Depressionsforschung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studie wird mit 18- bis 65-jährigen, als sportgesund diagnostizierten ambulanten Psychotherapiepatienten mit der Hauptdiagnose einer leichten oder mittelgradigen depressiven Episode nach ICD-10 (F32.0, F32.1), die auch im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (F33.0, F33.1) auftreten kann, durchgeführt. Das vorliegen einer depressiven Episode wird abgesichert durch das Stukturierte Klinische Interview I für DSM-IV (SKID I); Achse I: psychische Störungen, Depressions Sektion.
  • Die Probanden der gesunden Kontrollgruppe sind zwischen 18-65 Jahre alt und weisen keine depressive Störung auf.

Ausschlusskriterien

  • Folgende Ausschlusskriterien werden für alle Patienten angewandt: Aktuelle schwere depressive Episode mit oder ohne psychotische Symptome (F32.2, F32.3, F33.2 oder F33.3), aktuelle Borderline oder Antisoziale Persönlichkeitsstörung, akute Suizidalität, akute oder Lebenszeit- Schizophrenie-Spektrumsstörung, wahnhafte Störung (F2x.x) oder bipolare Störung (F31.x), aktuelle Abhängigkeit (Alkohol, Heroin, Amphetamin, Kokain; Mindestkarenz 12 Monate), aktuelle schwere neurologische Erkrankungen des zentralen Nervensystems, schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Anämie, Body Mass Index > 35 oder < 18, Sprachprobleme, nicht-korrigierbare Seh- oder Höreinschränkungen, MRT-Untauglichkeit, Gebrauch von Benzodiazepinen oder Betablockern innerhalb der letzten 7 Tage, trizyklische Antidepressiva mit einer Dosis von > 50mg pro Tag, Neuroleptika mit einer Dosis von > 30% der maximalen Tagesdosis, mehr als 2 x 45min regelmäßiger Ausdauersport pro Woche.

Adressen und Kontakt

Charité Berlin, Zentrum für Psychotherapie der Humboldt Universität zu Berlin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

In der Behandlung der depressiven Störung (MDD) hat sich die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als wirksam erwiesen, wobei es deutliche Hinweise auf eine KVT-assoziierte Veränderung dysfunktionaler neuronaler Aktivierungsmuster gibt. Trotz dieser Effekte der KVT sind die durchschnittlichen Remissions-Raten nach der Therapie nicht zufriedenstellend und die Integration wirksamer Augmentationsstrategien in die Behandlung von MDD erscheint notwendig und sinnvoll. Eine Interventionsstrategie, dessen Effektivität bei MDD inzwischen in Meta-Analysen bestätigt wurde, sind strukturierte Sporttherapie-Interventionen (vor allem Ausdauersport). Zum jetzigen Zeitpunkt sind neurobiologische Mechanismen, die dem antidepressiven Effekt von Ausdauersport zugrunde liegen, jedoch noch kaum erforscht und ein besseres Verständnis dieser Mechanismen insbesondere in Kombination mit Psychotherapie fehlt. Das zentrale Ziel dieser Studie ist es daher zu untersuchen wie und über welche physiologischen, neurobiologischen und psychologischen Mechanismen eine Augmentation einer KVT durch Ausdauersport wirksam ist. Durch ein längsschnittliches, randomisiert-kontrolliertes Studiendesign kann in diesem Projekt erstmals systematisch untersucht werden, ob eine vorangestellte Ausdauersport-Intervention geeignet ist, den Erfolg einer KVT zu steigern und mit welchen neurobiologischen Veränderungen dieser Augmentationseffekt assoziiert ist. Zu vier Messzeitpunkten (t1: Eingangsdiagnostik, t2: nach Sporttherapie bzw. Warteperiode, t3: nach Psychotherapie, t4: Follow Up-Messung) werden primäre und sekundäre Outcomemaße erhoben. Der Einschluss einer Gruppe, die eine niedrigintensive Sportintervention erhält, ermöglicht die Trennnung physiologischer Wirkfaktoren von unspezifischen Wirkfaktoren (wie z.B. die zusätzliche Gruppenaktivität und die Zuwendung durch einen Sporttherapeuten). Ein spezifisches Ziel der Studie ist es, sportinduzierte Veränderungen von Kortisol- und Neurotrophin-Werten mit Veränderungen der neuronalen Aktivierungen während Aufgaben zum Arbeitsgedächtnis, zum Belohnungslernen und zur Emotions-Regulation in Zusammenhang zu bringen und anhand dessen den Behandlungserfolg einer KVT vorherzusagen. Ergebnisse der Studie könnten wichtige Implikationen für die Weiterentwicklung effektiver Therapiestrategien bei MDD hinsichtlich einer Augmentation von KVT durch Ausdauersport liefern.

Quelle

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