Beschreibung der Studie

Ein möglicher Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Nahrungsmitteln wurde in der Literatur bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts beschrieben. Nach zahlreichen Studien zeigen ca. 60 % der Kinder mit der Diagnose ADHS eine Unverträglichkeit auf unterschiedliche Lebensmittel. Durch Vermeidung dieser Lebensmittel können sehr deutliche Besserungen im Verhalten und der Aufmerksamkeit der Kinder erzielt werden. Die oligoantigene Diät wird als vorübergehende Weglassdiät bei vielen Nahrungsmittel-bedingten Allergien eingesetzt, mit der auch getestet werden kann ob Nahrungsmittel als Auslöser einer ADHS in Frage kommen. Ziel der Studie ist zu es herauszufinden, ob unter einer einheitlich festgelegten Oligoantigenen Diät bei Kindern mit ADHS, die Symptome reduziert werden können oder ganz verschwinden.

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Studiendetails

Studienziel Nachweis der Wirksamkeit der oligoantigenen Diät anhand der Veränderung der ADHS-Symptomatik vor und nach der Diät. Parameter werden mit dem ADHD Ratingscale und dem Eltern-Interview gemessen, welche zum Zeitpunkt T1 und T2 erhoben werden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen des Informed Consent , Diagnose ADHS gemäß den Kriterien des DSM IV und ICD-10, Besuch mind. der 2. Klasse einer allgemeinbildenden Schule sein.

Ausschlusskriterien

  • Schwere Begleiterkrankungen bzw. neurologische oder organische Begleiterkrankungen, die einer diätetischen Maßnahme nicht unterzogen werden können.
  • Neurologische Erkrankungen, auch bei Betroffenheit der Eltern.
  • Mangelnde Möglichkeiten der Compliance seitens der Eltern und/oder der Kinder.
  • Mangelnde Bereitschaft der Lehrer.
  • Mangelnde Lese- oder Schreibfähigkeiten bei Erziehungsberechtigten und/oder Kindern.
  • Keine parallele medikamentöse Therapie des ADHs mit Psychostimulantien oder anderen Psychopharmaka.
  • Patienten mit besonderer Ernährungsform (z.B.: Vegetarier, Veganer)
  • Keine zeitlich parallele Teilnahme an anderen Studien.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ein möglicher Zusammenhang zwischen hyperkinetischem Verhalten und Nahrungsmitteln wurde in der Literatur bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts erwähnt. Nach zahlreichen Studien zeigen ca. 60 % der Kinder mit der Diagnose ADHS eine Unverträglichkeit auf unterschiedliche Lebensmittel. Durch Vermeidung dieser Lebensmittel können sehr deutliche Symptombesserungen erzielt werden. Die Oligoantigene Diät ist auch bei Kindern eine erprobte und zugelassene Diagnoseform bei vielen Nahrungsmittel bedingten Allergien (Lepp et al., 2010) und ist als Behandlung in den AWMF Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) aufgeführt. Das detaillierte Protokoll von Frau Pelsser aus Lancet (2011) liegt uns vor und kann nach Rücksprache mit der Autorin als Behandlungsvorlage für die sorgfältige Durchführung der Studie zur oligoantigenen Diät bei Kindern mit ADHS verwendet werden. Frau Pelsser konnte schon bei ca. 60% der Kinder Verhaltensverbesserungen von 50% und mehr erreichen. Ziel der Studie ist zu erforschen, ob unter einer standardisierten Oligoantigenen Diät bei Kindern mit ADHS, die Symptome reduziert werden können.

Quelle

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