Beschreibung der Studie

Die Studie untersucht die Wirksamkeit des Olweus Präventionsprogramms gegen Mobbing und antisoziales Verhalten. Wenngleich das Programm international bereits nachweisbare Effekte erzielt hat, ist es bislang nicht auf Deutsch erhältlich. Daher wird es zurzeit an 19 weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg eingeführt und wissenschaftlich begleitet. Untersucht werden soll u.a., ob die Mobbingraten an den teilnehmenden Schulen sinken und ob sich darüber hinaus eine Reduktion der psychischen Folgen wie emotionale Probleme, selbstverletzendes Verhalten, suizidale Absicht und Risikoverhalten einstellt.

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Studiendetails

Studienziel Mobbing in der Schule stellt das primäre Zielkriterium der Studie dar. Mit Hilfe des Bully Victim Questionnaire Revised (BVQR) werden folgende Variablen erfasst: - die Häufigkeit von Mobbing während der letzten Monate - die Art des Mobbings - die Beziehung der Schüler untereinander - die Interventionen der Lehrer - Cybermobbing. Der Fragebogen wird durch die Schüler im Klassensetting am Computer ausgefüllt und dauert zwischen 15 und 20 Minuten. Die Fragen des BVQR bilden den ersten Teil der jährlich stattfindenden Schülerbefragung, welche die Schulen eigenständig durchführen. Schüler der Schulen von Welle 1 haben im Juli 2015 an der ersten und im Juli 2016 an der zweiten Befragung teilgenommen. Die dritte Befragung wird im Juli 2017 stattfinden. Schulen von Welle 2 führten die erste Befragung im Juli 2016 durch. Die zweite wird im Juli 2017 und die dritte Befragung im Juli 2018 durchgeführt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 6000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnehmer der Studie sind Schüler der Klassenstufen 5 bis 12 der maximal 30 Pilotschulen in Baden-Württemberg.

Ausschlusskriterien

  • Die Umfrage ist freiwillig und kann jederzeit auf Wunsch der Erziehungsberechtigten oder der Schüler/innen, ohne Angabe von Gründen oder entstehende Nachteile, abgebrochen bzw. nicht angetreten werden.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Während den letzten Jahren wurde dem Thema Mobbing an Schulen, u. a. aufgrund der starken psychosozialen Folgen für die Opfer, vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Zudem wird auch deutlich, dass Mobbing sowie Beziehungsprobleme innerhalb der Peer-Group die Hauptrisikofaktoren für selbstverletzendes- und Risikoverhalten unter Jugendlichen sind (Klomek et al., 2010; Brunner et al., 2014), was wiederum ein erhöhtes Risiko für eine Vielzahl psychosozialer Probleme darstellt. Die Entwicklung und Forschung an Präventionsprogrammen gegen selbstverletzendes Verhalten und den damit verbundenen Risikofaktoren ist folglich von großer Wichtigkeit (Brunner et al., 2014). Das bekannteste und international am besten untersuchte präventive Programm, das „Bullying Prevention Program“ des Norwegers Prof. Dan Olweus, fand bisher noch keine Anwendung in Deutschland. In der vorliegenden Studie soll daher geprüft werden, ob und in welchem Umfang dessen Wirkung auch innerhalb des deutschen Schulsystems erzielt werden kann. Darüber hinaus soll evaluiert werden, ob die Prävention und Reduktion von Mobbing auch zu einer Reduktion von psychopathologischen Folgen unter Jugendlichen führt. Zurzeit wird die deutsche Fassung des "Olweus Bullying Prevention Program" an 19 Schulen in Baden-Württemberg implementiert. Die erste Welle startete im September 2015 mit der Implementierung an neun Schulen. Eine zweite Welle weiterer 10 Schulen hat mit der Implementierung im September 2016 begonnen. Die Implementierungsphase beläuft sich auf 18 Monate. In einer Prä-Post-Evaluation soll in Zuge dessen geprüft werden, ob a) die deutsche Version des „Olweus Bullying Prevention Program“ signifikant positive Effekte bzgl. der Reduktion der Mobbingraten erzielt, b) die erzielten Effekte stabil bleiben c) eine „Dosage-Response“ Beziehung besteht, d. h., ob in Schulen mit hoher Programmintegrität größere Effekte auftreten und d) eine Reduktion der Mobbingraten unter Schülern auch mit einer Reduktion der psychischen Folgen wie emotionale Probleme, selbstverletzendes Verhalten, Risikoverhalten und suizidaler Absichten einhergeht. Die Erhebung der Mobbinghäufigkeiten sowie der Fragen zur Psychopathologie bei den Schülern findet jährlich im Klassenkontext über einen Zeitraum von zwei Jahren statt (Baseline, Posttestung, Follow-Up). Die ersten neun Schulen haben im Juli 2015 mit der Schülerbefragung begonnen (Welle 1). Die zweite Hälfte der Schulen (Welle 2) startete mit einer Verzögerung von einem Jahr im Juli 2016 mit der Schülerbefragung. Die Umsetzung des Programms wird durch quartalsweise Lehrerbefragungen dokumentiert. Zudem werden die Lehrer vor Beginn der Implementierung und zwei Jahre später zu ihren Erfahrungen mit dem Programm und Umgang mit Mobbing befragt. Die erste Lehrerbefragung fand im Juli 2015 für Welle 1 bzw. Juli 2016 für Welle 2 statt. Die Postline ist dementsprechend für Juli 2017 (Welle 1) bzw. Juli 2018 (Welle 2) vorgesehen.

Quelle

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