Beschreibung der Studie

Bei Operationen am offenen Herzen müssen Patienten vorübergehend an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, um die Durchblutung des Körpers zu gewährleisten. Der Kontakt des Patientenblutes mit den Oberflächen der Herz-Lungen-Maschine führt zu einer Aktivierung des körpereigenen Entzündungssystems mit einigen möglichen Nebenwirkungen. Es stehen für Bypass-Operationen grundsätzlich drei Verfahren zur Verfügung: 1. die normale Herz-Lungen-Maschine, 2. eine Mini-Herz-Lungen-Maschine und 3. eine Operation am schlagenden Herzen ohne Verwendung der Herz-Lungen-Maschine. Welches der drei Verfahren angewandt wird, entscheidet man individuell unabhängig von der Studie. Anhand von Operationsdaten und Blutproben sollen die Operationsverfahren verglichen werden. Mit der gezielten Untersuchung von bestimmten Proteinen, die entscheidenden Einfluss auf die Genesung nach solchen Eingriffen haben, sollen neue Erkenntnisse über die Vorhersagbarkeit von Komplikationen nach Operationen mit Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine gewonnen werden.

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Studiendetails

Studienziel Diagnostik von Angiopoetin-1 und -2 sowie weitere Entzündungs- und Endothelmarker
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Koronarchirurgie an extrakorporaler Zirkulation
  • Alter > 18 J.
  • Schriftliche Einwilligung

Ausschlusskriterien

  • Vorbestehende rheumatische oder chronische Infektionserkrankung (z.B. systemischer Lupus erythematodes, ANCA-positive Vaskulitis, rheumatoide Arthritis, o.ä.)
  • Bestimmte Medikamente (Cortisol, Immunsuppressiva, laufende onkologische Therapie)
  • größere operative Eingriffe in den letzten 3 Monaten
  • Niereninsuffizienz Stadium 3 oder höher (GFR<60ml/min)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei der Anwendung eines konventionellen kardiopulmonalen Bypass (CPB) kommt es zu einer endothelialen Aktivierung. Angiopoietin-2 konnte als möglicher Mediator der CPB-induzierten endothelialen Schrankenstörung identifiziert werden. Minimierte extrakorporale Perfusionssysteme (sog. Minimized Perfusion Circuit, MPC) scheinen gegenüber CPB Vorteile hinsichtlich einer Organdysfunktion zu haben, doch ist unklar, ob MPC und die Operation ohne extrakorporale Zirkulation (Off-Pump) mit reduzierten endothelialen Markern assoziiert sind. Es wird vermutet, dass Angiopoietin-2 (Angpt-2) und andere Marker endothelialer Aktivierung durch MPC bzw. Off-Pump-Chirurgie (OPCAB) im Vergleich zur konventionellen CPB reduziert wird. Ziel der prospektiven Diagnostikstudie ist die Charakterisierung der endothelialen Aktivierung und des Kapillarlecks mittels der Messung von Angiopoietin-1 und -2 (und ggf. weiteren Inflammationsparametern) durch ELISA sowie die vergleichende Auswertung der erhobenen Parameter hinsichtlich signifikanter Unterschiede zwischen den Gruppen CPB, MPC und OPCAB.

Quelle

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