Beschreibung der Studie

Die Messung des Atemwegsdruckes erfolgt routinemäßig im Beatmungsgerät und somit von der Lunge des Patienten entfernt. Bei Doppellumen-Endotrachealtuben (DLT) ist wegen der geringen Innendurchmesser der einzelnen Lumen mit einem höheren Strömungswiderstand unter einer Ein-Lungen-Ventilation und mit einer erheblichen Differenz zwischen dem Beatmungsdruck in der Lunge und dem gemessenen Atemwegsdruck am Beatmungsgerät zu rechnen. Die Beatmungsmethode der „Automatischen Tubuskompensation“ (ATC) kann basierende auf dem (routinemäßig) gemessenen Atemwegsdruck und Fluss den Druckunterschied zwischen Atemwegsdruck in der Lunge und am Beatmungsgerät bestimmen und kontinuierlich ausgleichen. Für die intraoperative Ein-Lungen-Beatmung konnte ATC bislang nicht validiert werden, aufgrund der oben angeführten Argumentation ist dieser aber von vergleichsweise großer Bedeutung. Im Rahmen dieser klinischen Untersuchung soll die Anwendung von ATC während Ein-Lungen-Ventilation mit einem DLT untersucht werden. In die Untersuchung eingeschlossen werden erwachsenen Patienten, die sich einer Operation am Brustkorb unterziehen müssen. Hierfür ist die zeitweise Ein-Lungen-Beatmung mit einem Intensivbeatmungsgerät (EVITA V500, Dräger Medical Deutschland) erforderlich. Während der Untersuchung erfolgt die Beatmung zunächst ohne und später mit ATC. Während der Beatmung wird das zeitliche Verhältnis von Einatmung und Ausatmung verändert. Für jeweils wenige Minuten werden im Beatmungsgerät die Druck- und Flusswerte aufgezeichnet. Die Untersuchung erfolgt während der Operation und verlängert den Eingriff nicht. Anhand der gemessenen Druck- und Flusswerte wird dann untersucht in welchem Ausmaß dynamische Hyperinflation (auto-PEEP) ohne und mit ATC während der Beatmung auftritt. Die Hypothese der Untersuchung ist, dass das Ausmaß der dynamischen Hyperinflation (auto-PEEP) mit ATC geringer ist als ohne ATC.

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Studiendetails

Studienziel Dynamische Hyperinflation (auto-PEEP) in mbar
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 41
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniversitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Thoraxchirugische Operation mit Ein-Lungen-Beatmung

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft, terminales Krankheitsstadium, intraoperative Oxygenierungsstörung, Notfalloperation, Sprachbarriere

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist es, 41 erwachsenen Patienten mit elektiven, thoraxchirurgischem Eingriff während volumen-kontrollierter Ein- Lungen-Ventilation (ELV) ohne und mit dem augmentierenden Beatmungsmodus „Automatischen Tubuskompensation“ (ATC) zu untersuchen. Während kontrollierter Beatmung kann ATC die passive Exspiration des Patienten unterstützen und so einer Entstehung von dynamische Hyperinflation (auto-PEEP) entgegenwirken. Zum Zweck der Untersuchung werden die Patienten während ELV zunächst ohne, später mit ATC durch die Verwendung eines Intensivbeatmungsgerätes (EVITA V500, Dräger Medical Deutschland) beatmet und Atemwegsdruck und Fluss im Beatmungsgerät aufgezeichnet. Während beiden Beatmungsintervallen wird das Verhältnis von Inspirationen zu Exspiration von 1:2 auf 2:1 variiert. Der Betrag der dynamischen Hyperinflation wird für jedes I:E Verhältnis jeweils ohne und mit ATC berechnet. Es ist die Hypothese der Untersuchung, dass die volumenkontrollierte Beatmung mit ATC, im Vergleich zu der volumenkontrollierten Beatmung ohne ATC den Betrag der dynamischen Hyperinflation (Auto- PEEP) während ELV reduziert.

Quelle

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