Beschreibung der Studie

Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine komplexe chronische Erkrankung, deren Behandlung auch die Patientenschulung umfasst. Ein weiterentwickeltes Schulungsprogramm für Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom (Dr. Ehlebracht-König, Bad Eilsen) soll ein übergreifendes Krankheitsverständnis vermitteln und helfen, mit der Erkrankung eigenverantwortlich umzugehen. Es umfasst 6 Module à 90 Minuten, wird im Rahmen der stationären Rehabilitation durchgeführt und wurde von Patienten positiv bewertet. Nun soll in dieser Studie die Wirksamkeit der Schulung in der stationären Rehabilitation im Vergleich zur Standardschulung überprüft werden. Es wird untersucht, ob die Schulung der Standardschulung kurz-, mittel- und langfristig hinsichtlich des Erkrankungs- und Behandlungswissens, der Selbstmanagementkompetenz und weiteren Zielgrößen (Zufriedenheit, gesundheitsförderndes Verhalten, psychische Belastung, gesundheitliche Beeinträchtigung, Teilhabe) überlegen ist. Studienteilnehmer sind 566 Rehabilitanden mit Fibromyalgie-Syndrom in drei Rehabilitationskliniken. Je die Hälfte der Patienten erhält das weiterentwickelte Schulungsprogramm oder die Standardschulung. Die Zuweisung der Teilnehmer zu den beiden Behandlungen erfolgt zufällig (randomisiert). Die Patientendaten werden zu Rehabilitationsbeginn und -ende sowie 6 und 12 Monate nach der Rehabilitation mit schriftlichen Fragebögen erfasst.

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Studiendetails

Studienziel 1) Erkrankungs- und Behandlungswissen zu Reha-Ende (erfasst außerdem nach 12 Monaten): Eigenentwicklung 2) Selbstmanagementkompetenz nach 6 Monaten (erfasst außerdem zu Reha-Ende, nach 12 Monaten): Health Education Impact Questionnaire (heiQ; Osborne et al., 2007, Schuler et al., 2013), Skalen: Erwerb von Fertigkeiten und Handlungsstrategien, Selbstüberwachung und Krankheitsverständnis
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 566
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Bund
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten in der stationären Rehabilitation mit Hauptdiagnose Fibromyalgie-Syndrom (ICD-10: M79.7)

Ausschlusskriterien

  • unzureichende Deutschkenntnisse, schwerwiegende psychiatrische Zusatzdiagnosen, die mit einer mangelnden Gruppenfähigkeit einhergehen, kognitive Beeinträchtigungen, nicht korrigierte schwerwiegende Beeinträchtigungen des Hör- bzw. Sehvermögens

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Studienziel ist die Evaluation einer weiterentwickelten Patientenschulung für Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom (Ehlebracht-König, Siemienik, Dorn & Reusch, eingereicht) in der stationären Rehabilitation. Ziele der Schulung sind die Förderung der Kompetenz zu eigenverantwortlichem Umgang mit der Erkrankung und die Vermittlung eines fachübergreifenden Krankheitsverständnisses. Sie umfasst 6 Module á 90 Minuten und wurde im Rahmen einer formativen Evaluation von den Patienten positiv bewertet. Die Hauptfragestellung betrifft die kurz-, mittel- und langfristige Wirksamkeit der Patientenschulung im Vergleich zur Standardschulung von Fibromyalgie-Patienten. Die Studie ist multizentrisch, clusterrandomisiert und kontrolliert. Erwachsene Rehabilitanden mit der Hauptdiagnose Fibromyalgie-Syndrom (n = 566) aus drei Rehabilitationskliniken werden konsekutiv in die Studie aufgenommen. Die Studienteilnehmer werden clusterrandomisiert den beiden Behandlungsbedingungen zugewiesen. Die Datenerhebung erfolgt über eine Patientenbefragung zu Reha-Beginn, Reha-Ende sowie 6 und 12 Monate nach der Rehabilitation. Primäre Zielkriterien sind das Erkrankungs- und Behandlungswissen sowie die Selbstmanagementkompetenz. Sekundäre Zielkriterien sind Schulungszufriedenheit, Kontrollüberzeugung, gesundheitsförderndes Verhalten, psychische Belastung, gesundheitliche Beeinträchtigung und Teilhabe. Die Hypothesenprüfung erfolgt durch den Intergruppenvergleich der Zielgrößen zu den Post-Messzeitpunkten mittels hierarchischer linearer Modelle (gemischte Regressionsmodelle) unter Kontrolle bedeutsamer Baseline-Unterschiede.

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