Beschreibung der Studie

PROTECT-AD ist ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprojekt, in dem sieben hochqualifizierte, universitäre psychotherapeutische Zentren deutschlandweit zusammenarbeiten. Es ist unser Ziel, bisherige erfolgreiche Behandlungsmethoden für Angststörungen weiter zu erforschen und zu verbessern. Zu diesem Zweck untersuchen wir die Einflüsse von Extinktionslernen in einer „intensivierten“ psychologischen Intervention auf den Therapieerfolg bei sowohl Erwachsenen als auch Kindern mit Angststörungen. Die intensivierte psychologische Intervention ist dadurch gekennzeichnet, dass die Expositionsübungen zeitlich verdichtet durchgeführt werden. In der Vergleichsgruppe werden, analog zur Regelversorgung, wöchentliche Expositionsübungen durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Stärkere Reduktion der Angstsymptome in der IPI Gruppe im Vergleich zur TAU Gruppe, Angstsymptome werden über HAM-A und zu drei Messzeitpunkten (Baseline, Post/nach Sitzung zwölf, Follow up/nach sechs Monaten) erfasst
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 620
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 15 – 70 Jahre
  • DSM-5 Angststörung: Panikstörung, Agoraphobie, Soziale Phobie, Spezifische Phobie
  • HAMA – Score > 18
  • CGI – Score > 3
  • Kann regelmäßig zur Therapie kommen (mit oder ohne Begleitung)
  • Informed Consent

Ausschlusskriterien

  • Jedweder Grund, der das Einhalten des Prüfprotokolls gefährdet (z.B. vorgesehene stationäre Behandlung innerhalb des Studienzeitraums, geplanter Umzug, etc.)
  • Akute Suizidalität
  • DSM-5 Bipolare Störung
  • DSM-5 Psychotische Störung
  • DSM-5 Borderline PS
  • Aktuelle Behandlung wegen anderer Achse I – Störung (psychopharmakologisch oder psychotherapeutisch)
  • Aktuelle Alkohol-, BZD-, Drogenabhängigkeit
  • Schwerwiegende medizinische Erkrankungen / Befunde (jede schwere körperliche Erkrankung, inklusive kardiovaskuläre, Nieren-, endokrinologische oder neurologische Erkrankung, Hepathitis oder Auffälligkeiten im Laborbefund, die eine schwere körperliche Erkrankung nahe legen und die regelmäßige Teilnahme an der Therapie beeinträchtigen, wenn unklar, vor Einschluss diagnostisch abklären)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Neuen Ergebnissen präklinischer Studien zufolge ist das Extinktionslernen der zentrale Wirkmechanismus expositionsbasierter Therapien und bietet es außerdem die Möglichkeit, durch optimierte Extinktion die Effektivität der Behandlung zu steigern. Mittels eines translationalen Ansatzes soll untersucht werden, ob Bestandteile des in präklinischen Studien optimierten Extinktionslernens in einer „intensivierten“ psychologischen Intervention Therapieoutcomes verbessert. In einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten klinischen Studie soll bei n = 620 Patienten mit primärer Angststörung untersucht werden, ob - unter Berücksichtigung der Komorbidität - auf optimiertem Extinktionslernen basierende intensivierte psychologische Interventionen (IPI) im Gegensatz zu der (ansonsten identischen) Standardintervention ohne optimiertem Extinktionslernen (TAU) zu schnelleren, stärkeren und anhaltenderen Outcomes auf subjektiven, klinischen, behavioralen, physiologischen und neuronalen Wirkungsebenen führt. Wir erwarten, dass die Elemente des optimierten Extinktionslernens zu (a) größere Effektstärken und schnellerer Erholung und (b) zu ausgeprägteren Veränderungen verschiedener Wirkungsfaktoren führt, einschließlich des Extinktionslernens und objektiver, behavioraler Maße der Expositionssitzungen. Außerdem werden Moderatoren der Outcomes, sowie der Zusammenhang zwischen IPI und einer Gesundheitskosteneinsparung untersucht.

Quelle

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