Beschreibung der Studie

Kognitive Eigenschaften wie Impulsivität, Zwanghaftigkeit oder Risikofreudigkeit sind extrem variabel in der gesunden Bevölkerung. Meistens werden für ihre Messung Fragebögen verwendet, die allerdings voraussetzen, dass man sich selbst gut einschätzen kann. Eine möglicherweise aussagekräftigere Alternative stellen Verhaltenstests dar, die das individuelle Lern- und Entscheidungsverhalten von Menschen quasi in Aktion messbar machen. Die Beobachtung von Verhaltensweisen als auch die alleinige Messung der Gehirnaktivität ermöglichen uns jedoch auch nur teilweise, die bewussten und unbewussten Vorgänge in unserem Gehirn zu verstehen. Wir versuchen daher zusätzlich mit Hilfe von mathematischen Modellen die Mechanismen, mit denen das individuelle Gehirn Informationen verarbeitet, zu beschreiben und verstehen zu lernen und Rückschlüsse auf übergreifende kognitive Mechanismen zu ziehen. Dieser interdisziplinärere wissenschaftliche Ansatz nennt sich «Neuromodeling». Unser Ziel ist es mit Hilfe von «Neuromodeling» kognitive Eigenschaften und ihre zugrunde liegenden Mechanismen besser zu Verstehen.

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Studiendetails

Studienziel Es existiert kein primärerer Endpunkt. Das Ziel ist die Anwendung von neuartigen mathematischen Modellen auf Verhaltensdaten (erhoben mittels Verhaltensaufgaben am Computer (Checking Task, Reversal Task, Set-shifting Task, Volatility Task und Two-Step Task)), um die individuelle Ausprägung zwanghafter Persönlichkeitszüge in der gesunden Bevölkerung zu beschreiben. Bestimmung der neurophysiologischen Korrelate dieser mathematischen Modelle durch Messung der Gehirnaktivierung mittels EEG und fMRI.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 210
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Translational Neuromodeling Unit,Universität Zürich und ETH Zürich

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Abwesenheit von akuten oder chronischen Erkrankungen
  • Unterschriebene Einverständniserklärung
  • Bereitschaft, sich an die Vorgaben des Studienprotokolls zu halten

Ausschlusskriterien

  • Bei folgenden Ausschlusskriterien können die Probanden nicht an der Studie teilnehmen:
  • Aktuelle Einnahme von Medikamenten (ausser hormonelle Kontrazeption)
  • Drogenabhängigkeit (aktuell oder in der Vergangenheit), ausser Nikotin
  • Vergangene oder aktuelle neurologische oder psychiatrische Erkrankung
  • Schwere Gehirnerkrankung, Gehirnverletzung oder Gehirn-Operation (in der Vergangenheit oder aktuell, längerer Bewusstseinsverlust)
  • Zusätzlich Ausschlusskriterien für den EEG-Studienarm:
  • Personen, die nicht längere Zeit still sitzen können (Niesen, Husten, starkes Jucken, Zittern, unwillkürliche Bewegungen, starke Schmerzen)
  • Linkshänder
  • Personen mit einem Herzschrittmacher
  • Personen mit einem Hörgerät
  • Personen, die unter Klaustrophobie leiden
  • Personen mit einer Glatze oder Rasta-Locken
  • Zusätzliche MRI-spezifische Ausschlusskriterien:
  • Personen mit MRI-inkompatiblen metallischen Implantaten (z.B. künstliche Gelenke, implantierte Chips)
  • Personen, die nicht längere Zeit still liegen können (Niesen, Husten, starkes Jucken, Zittern, unwillkürliche Bewegungen, starke Schmerzen)
  • Personen, die möglicherweise Metallsplitter im Körper tragen (z.B. Granatsplitter)
  • Bei Frauen: Schwangerschaft (kontrolliert mittels Urin-Schwangerschaftstest vor dem Experiment)

Adressen und Kontakt

Translational Neuromodeling Unit, Forschungsambulanz, Zürich

Ansprechpartner: Dr. Frederike Hermi Petzschner

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Häufig gestellte Fragen

In dieser Studie wenden wir neuartige mathematische Modelle auf Verhaltensdaten an, um die individuelle Ausprägung zwanghafter Persönlichkeitszüge in der gesunden Bevölkerung zu beschreiben. Die Untersuchung von zwanghaften Persönlichkeitszügen beschränkt sich auf gesunde Freiwillige. Zusätzlich bestimmen wir neurophysiologische Korrelate unserer mathematischen Modelle indem wir Gehirnaktivierung mittels EEG und fMRI messen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien