Beschreibung der Studie

Während einer Allgemeinanästhesie wird zur Aufrechterhaltung der Atmung entweder ein Schlauch (Tubus) in die Luftröhre eingelegt oder - bei kleineren Eingriffen - eine sogenannte Kehlkopfmaske im Rachen platziert. Die Kehlkopfmaske besteht aus einem leicht gebogenen Tubusteil und dem eigentlichen Maskenteil, der einem Schwimmring ähnelt und den Kehlkopf während der Narkose luftdicht abschließen soll. Um dies zu gewähr-leisten wird mit Hilfe einer Spritze der so genannte Cuff (deutsch: Manschette) der Maske über einen Zuleitungsschlauch mit Luft gefüllt. Da die Kehlkopfmaske durch Belüftung des Cuff in die richtige Position gelangen soll, stellt sich die Frage, welche Luftmenge zugeführt werden muss, um eine optimale Maskenposition zu gewährleisten und wie die adäquate Cuffbelüftung überprüft werden sollte. Üblicherweise verlassen sich die meisten Anästhesisten auf ihre Erfahrung und prüfen die Luftfüllung der Kehlkopfmaske mit der digitalen Palpationstechnik. Dazu wird ein pflaumenkerngroßer Silikonballon (Pilotballon), der am Ende des Luft-Zuleitungsschlauches angebracht ist, zwischen Daumen und Zeigefinger genommen und leicht zusammengedrückt. Auf diese Weise lassen sich anhand des Härtegrades des Pilotballons Rückschlüsse auf den Füllungszustand des Cuffs ziehen. Alternativ zu dieser Verfahrensweise kann der Luftdruck in der Maske durch ein Manometer (Cuffdruckmesser) ermittelt und nachreguliert werden. Es gibt Hinweise in der Literatur, dass ein überblähter Cuff nach der Operation zu Beschwerden wie Halsschmerzen, Schluck-störungen oder Heiserkeit führen kann. Ziel dieser Studie ist es deshalb, beide Verfahren im Hinblick auf die oben genannten Beschwerden miteinander zu vergleichen, um letztlich die optimale Methode im Sinne des Patienten zu finden.

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Studiendetails

Studienziel Auftretenshäufigkeit und Schweregrad von Halsschmerzen (ermittelt durch postoperativen Fragebogen) Modifizierter Hamburger EQS (Externe Qualitätssicherung Anästhesie) - Fragebogen (evaluierter Fragebogen) Befragung erfolgt am Entlassungstag der Patienten
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 180
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Park-Klinik WeissenseeAbteilung Anästhesiologie Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • elektive operative Eingriffe in Allgemeinanästhesie unter Verwendung der Kehlkopfmaske
  • Mindestalter 18 Jahre
  • ASA-Klassifikation I-III
  • gute Deutschkenntnisse zur Verständigung

Ausschlusskriterien

  • fehlende Bereitschaft zur Speicherung und Weitergabe der pseudonymisierten Krankheitsdaten
  • Notfalleingriffe
  • Schwangerschaft
  • Allgemeinstatus: nicht operabel nach ASA-Einstufung des Narkoserisikos
  • alle Eingriffe, bei denen der Einsatz der KM nicht indiziert ist (z.B. laparoskopische Eingriffe, Laparotomien, Thorakotomien, oropharyngeale Eingriffe in der HNO, Eingriffe in Bauch- oder Seitenlage, aufrechte Positionen, erhöhte Aspirationsgefahr)
  • kein Vorliegen der schriftlichen Einverständniserklärung nach schriftlicher und mündlicher Patientenaufklärung
  • Alter unter 18 Jahren
  • Teilnahme an einer anderen Studie innerhalb der letzten drei Monate
  • mentale Schwäche die es den potenziellen Studienteilnehmern unmöglich macht, die Natur, das Ziel und die möglichen Konsequenzen der Studienteilnahme zu bewerten

Adressen und Kontakt

Park-Klinik Weissensee, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Entwicklung der Kehlkopfmaske (KM) als supraglottische Atemwegshilfe gilt als Meilenstein der Atemwegssicherung und der modernen Anästhesie. Ursprünglich war die KM als Ersatz für die Gesichtsmaske gedacht und hat sich dementsprechend für Eingriffe in Allgemeinanästhesie etabliert, bei denen keine großen Körperhöhlen (Bauch, Brustkorb, Schädel) eröffnet werden. Im Laufe der Jahre wurde die Indikationsstellung zum Einsatz der KM jedoch schrittweise erweitert, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in der Regel einfach zu platzieren ist und die Lernkurve bei Anfängern sehr steil verläuft. Im Gegensatz zum Endotrachealtubus wird die KM überdies als weniger invasives Instrument betrachtet, bei dessen Handhabung „man nicht viel falsch machen kann.“ Diese Haltung birgt jedoch die Gefahr in sich, dass sicherheitsrelevante Aspekte vernachlässigt werden und unnötige Risiken für den Patienten entstehen. Da die KM durch Belüftung des Cuff in die richtige Position gelangen soll, stellt sich die Frage, welche Luftmenge insuffliert werden muss, um eine optimale Maskenposition zu gewährleisten. Darüber hinaus ist zu klären, wie die adäquate Cuffbelüftung überprüft werden sollte. Entgegen der ursprünglichen Annahme hat sich gezeigt, dass auch die Anwendung der KM mit einer postoperativen Morbidität vergesellschaftet sein kann. Beobachtet werden Halsschmerzen, Schluckstörungen, Heiserkeit und Nervenschäden. Es konnte wiederholt in Studien gezeigt werden, dass die Luftinsufflation nach Herstellerangaben häufig zu einer deutlichen Überschreitung des maximalen Cuffdrucks von 60 cmH2O führt, die bis zum Zweifachen gehen kann. Gelegentlich wurden sogar Cuffdrücke bis 200 cmH2O gemessen. In einigen Berichten waren 70% der Kehlkopfmasken überbläht.Trotz dieser Erkenntnis stellt die kontinuierliche Cuffdruckmessung bei KM-Narkosen die absolute Ausnahme dar. Stattdessen verlässt man sich vielerorts auf die Erfahrungen der Anästhesiepflegekräfte und Anästhesisten, indem durch digitale Palpationstechnik am Pilotballon der adäquate Füllungszustand des Cuffs abgeschätzt wird. Ziel dieser Studie ist es, in einem randomisierten Design zwei alternative Verfahren zur Überwachung des Cuffdrucks zu vergleichen um letztlich die optimale Strategie zur Vermeidung postoperativer Komplikationen zu finden.

Quelle

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