Beschreibung der Studie

Unsichere Bindungsmuster beeinflussen aufgrund dysfunktionaler Umgangsweisen mit dem Schmerzerleben die Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen. Einige Studien konnten die Bedeutung von emotionaler Bindung für Schmerzentstehung und Schmerzentwicklung bereits bestätigen und somit die Relevanz von bindungsorientierten multimodalen Schmerztherapien hervorheben. Unter anderem konnte gezeigt werden, dass unsicher gebundene Patienten weniger in der Lage sind Therapieerfolg über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten im Vergleich zu sicher gebundenen Patienten. Diese Ergebnisse sind besonders relevant, da Patienten mit chronischen Schmerzen in der Gruppe der unsicher Gebundenen überrepräsentiert sind. Über den differentiellen kurz- und langfristigen Verlauf von multimodalen Schmerztherapien, welche das individuelle Bindungsmuster des Patienten in die Behandlung miteinzubeziehen ist jedoch wenig bekannt. Zudem ist noch nie untersucht worden, ob ein bindungsorientierter Therapieansatz den Therapieerfolg von unsicher gebundenen Patienten im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie verbessern könnte.

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Studiendetails

Studienziel Die momentane und die Schmerzintensität der letzten Woche wird mithilfe von Visual Analogue Scales (VAS) gemessen und zudem sollen die Patienten angeben an wie vielen Tagen des letzten Monates sie Schmerzen und auch sehr starke Schmerzen hatten- zum Zeitpunkt T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapieende) und T3 (6 Monate nach Therapieende). Das körperliche Funktionsniveau wird anhand des Oswestry Disability Index von Mannion et al. (2006) gemessen zum Zeitpunkt T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapieende) und T3 (6 Monate nach Therapieende). Zudem wird noch die deutsche Kurzversion der Health Survey verwendet, um die physische Funktionalität und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu den Zeitpunkten T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapieende) und T3 (6 Monate nach Therapieende) abzufragen (Bullinger & Kirchberger, 1998).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 210
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Stiftung Psychosomatik der Wirbelsäulenerkrankungen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studienteilnehmer sind alle rekrutierte Patienten der Schmerztherapeutischen Ambulanz der Orthopädischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg und nehmen an einer vierwöchigen multimodalen Schmerztherapie teil. Die Schmerztherapie beinhaltet Psychotherapie, Physiotherapie, Arztgespräche, Ergotherapie, Musik- und Tanztherapie und Individual- und Gruppentherapie für die Schmerzpatienten. Als solche,
  • haben sie chronische Schmerzen seit mindestens 6 Monaten
  • sind sie zwischen 18 und 80 Jahre alt
  • hatten sie zuvor mindestens einen Rehabilitationsaufenthalt oder zwei stationäre Schmerztherapien oder eine ambulante Schmerztherapie bei einem niedergelassenen Arzt ohne bleibende Erfolge erhalten

Ausschlusskriterien

  • hohe CRP-Werte als Indikator für rheumatische Arthritis
  • akute Wirbelsäulenentzündungen
  • ein Tumor
  • eine diagnostizierte Psychose
  • eine Diagnose einer Bipolaren Störung oder einer neurologischen Störung
  • keine ausreichenden Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Somatoforme Störungen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Diese Studie soll dabei helfen kurz- und langfristige Therapieeffekte für Schmerzpatienten, welche entweder die bindungsorientierte multimodale Schmerztherapie oder die Standardtherapie (State-of-the-Art Therapie) erhalten miteinander zu vergleichen. Der kontinuierliche Austausch innerhalb des Teams könnte des Weiteren dabei helfen, konkrete bindungsbezogene Richtlinien zu entwickeln, welche die therapeutischen Effekte von Schmerzpatienten verstärken könnten.

Quelle

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