Beschreibung der Studie

Es handelt sich um eine wissenschaftlichen Studie die darauf ausgelegt ist, die zugrundeliegenden krankhaften Phänomene bei Zwangserkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen besser zu verstehen. Der Titel der Studie lautet „Charakterisierung von Belohnungsprozessierung, Ruhemetabolismus, sozialen Kognitionen sowie Verhalten und Motivation während sozialer Vergleiche bei Patienten mit therapieresistenter Zwangsstörung und schwerer stoffgebundener Abhängigkeit“. In diese Studie sollen 40 Patienten mit schwerer Zwangsstörung und stoffgebundener Abhängigkeit eingeschlossen werden, die mittels Tiefer Hirnstimulation (THS) behandelt werden. Es erfolgt zusätzlich die Untersuchung von gesunden Kontrollprobanden. Alle StudienteilnehmerInnen werden eine Reihe von Paradigmen, Fragbögen sowie das FDG-PET durchlaufen.

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Studiendetails

Studienziel Es wird die Veränderung der Impulsivität mittels des k-Parameters des Delay Discounting erfasst (ein höherer k-Wert ist ein Hinweis auf vermehrte Impulsivität und ein niedriger k-Wert ist ein Hinweis auf geringere Impulsivität) und wird mit dem Baseline-Wert (Testung vor der OP) mit den akuten Effekt der On/Off Bedingung verglichen.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Uniklinik KölnKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter des Patienten 18 bis 65 Jahre
  • Diagnostizierte stoffgebundene Abhängigkeit oder Zwangsstörung nach den Kriterien von ICD-10 bzw. DSM-IV
  • Patienten müssen einwilligungsfähig sein und eine Einwilligungserklärung unterschreiben können
  • Von jedem Patienten muss eine auf ausführlicher Aufklärung beruhende schriftliche Einverständniserklärung vorliegen
  • Die Zwangserkrankung oder stoffgebundene Abhängigkeit wurde im Rahmen einer anderen Studie mit einer THS des NAcc behandelt
  • Der Patient ist mit einer ausführlichen Evaluation einverstanden

Ausschlusskriterien

  • Aktuelle und seit den letzten 6 Monaten vorliegende paranoid-halluzinatorische Symptomatik
  • Gegenwärtig organische oder pharmakologisch bedingte psychotische Störung
  • Gegenwärtig schwere depressive Störung
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fremdaggressivität und Suizidalität in den letzten sechs Wochen
  • Schwere und instabile körperliche Erkrankung und Gehirntumoren
  • Klinisch relevante internistische oder neurologische Erkrankungen
  • Rückzug der Einverständniserklärung
  • Kontraindiktion für FDG-PET

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

In der Vergangenheit konnten Antrieb und Motivation sozialer Interaktionen mit dem sogenannten Belohnungssystem des Gehirns (dabei spielt der Nucleus Accumbens (NAcc) eine entscheidende Rolle) in Verbindung gebracht werden. Dabei konnten sogenannte soziale Kognitionen, also die Fähigkeit das Verhalten anderer zu verstehen, erklären und vorherzusagen, mit einem weitreichenden kortikalen Netzwerk assoziiert werden, welches auch das „soziale Gehirn“ genannt wird. Diese Befunde gehen vorwiegend auf bildgebende Verfahren zurück, welche meist von korrelativer Natur sind und daher nicht in der Lage sind kausale Aussagen bezüglich dieser beiden neurofunktionellen Systeme zu treffen. Im Zuge dessen kann die Einführung von tiefer Hirnstimulation (THS) nicht nur als Erweiterung von Therapiemethoden von psychiatrischen Erkrankungen angesehen werden, sondern kann potentiell instrumentalisiert werden, um die kausale Rolle der Modulation von Gehirnsystemen, welche Affekt, Motivation und Verhalten in sozialen Kontexten beeinflussen, zu untersuchen. Im vorliegenden Projekt wird die THS, durch die damit immanente Möglichkeit neurale Systeme direkt zu stimulieren (Stimulation An versus Aus) als „Instrument“ verwendet um neurale Mechanismen von Belohnungsprozessierung und sozialen Kognitionen sowie deren pathophysiologische Dysregulation zu explorieren. Die Kombination der interdisziplinären Fachrichtungen von behavioralen, sozialen Vergleichseffekten mit einem neuropsychologischen Ansatz, ermöglicht erstmalig die Anpassung von sozialen Vergleichsparadigmen und die Investigation von ungetesteten sozialen Kognitionen und neuropsychologischen Hypothesen.

Quelle

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