Beschreibung der Studie

Die Studie untersucht den aktuellen Gesundheitszustand ehemaliger BewohnerInnen der Leppermühle, einer stationären Einrichtung für an Schizophrenie erkrankten Kinder und Jugendlichen. Dabei wird z.B. die aktuelle, aber auch damalige Lebensqualität, die aktuelle Lebenssituation, die Ausprägung noch vorhandener Symptome oder falls vorhanden, die aktuelle Medikation erhoben. Insgesamt wird damit versucht eine Aussage zu treffen, wie sich Jugendliche und junge Erwachsene in den 10 Jahren nach dem Aufenthalt in der Leppermühle gesundheitlich und in verschiedenen Lebensbereichen entwickelt haben. Es werden in dieser Untersuchung aktuelle medizinisch-psychologische Verfahren zur Diagnose psychotischer Störungen eingesetzt sowie Verfahren zur Erfassung der Lebensqualität und einiger kognitiver Fähigkeiten, wie der Aufmerksamkeit und Konzentration. Diese Untersuchungsverfahren werden bereits seit Längerem erfolgreich bei vergleichbaren Nachuntersuchung eingesetzt.

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Studiendetails

Studienziel Einmalige katamnestische Untersuchung. Es wird der Beginn und Verlauf der schizophrenen Psychose mittels IRAOS („Interview for the Retrospective Assessment of the Onset and Course of Schizophrenia and other Psychoses“) untersucht. Weiterhin wird das Funktionsniveaus mittels CGI/GAF (“Clinical Global Impressions”, “Global Assessment of Functioning Scale”) und GAS („Global Assessment Scale“) erhoben. Darüberhinaus wird die Symptombelastung mittels SAPS/ SANS (“Scale for the Assessment of Positive/Negative Symptoms”) und BPRS (“Brief Psychiatric Rating Scale”) erhoben.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 105
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter,

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • an einer schizophrenen Psychose erkrankten Kinder und Jugendliche, welche im Zeitraum von 01.01.2002 bis zum 31.12.2004 in das Kinder- und Jugendwohnheim Leppermühle in Buseck aufgenommen wurden

Ausschlusskriterien

  • 6. Schizophrenia simplex, da die Reliabilität und Validität dieser Diagnose sehr umstritten ist.

Adressen und Kontakt

Kinder- und Jugendwohnheim Leppermühle,, Buseck

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Häufig gestellte Fragen

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Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis gehören zu den schwerwiegendsten psychiatrischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, mit einem erheblichen Risiko zur Chronifizierung. Bisher gibt es für im Kindes- und Jugendalter beginnende Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis nur wenige Verlaufs- und Outcomestudien, welche insgesamt jedoch eine schlechtere Prognose und ein schlechteres Outcome im Vergleich zu im Erwachsenenalter beginnender Schizophrenie zeigen (Remschmidt & Theisen, 2005 & 2012). In einer Untersuchung der Freiburger Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Christian Fleischhaker zeigte sich im Vergleich zu anderen Studien hinsichtlich des psychosozialen Leistungsniveaus ein relativ gesehen positiver Verlauf (Fleischhaker et al. 2005; Bihlmaier, 2008). Dieser wurde auf eine konsequente Therapie und eine intensive Nutzung von „Rehabilitationsmaßnahmen“ zurückgeführt. Diese „Rehabilitationsmaßnahmen“ werden in Deutschland meist als stationäre Eingliederungsmaßnahmen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) im Rahmen von spezialisierten pädagogisch-therapeutischen Einrichtungen der Jugendhilfe durchgeführt. Für diese spezialisierten Jugendhilfe- bzw. „Rehabilitationsmaßnahmen“ wurden bisher trotz steigender Kosten keine Längsschnittuntersuchungen durchgeführt. Hier besteht ein dringendes öffentliches Interesse zur Evaluation der Wirksamkeit solcher vollstationärer pädagogisch-therapeutischen Eingliederungsmaßnahmen , da hier erhebliche Kosten anfallen und die Bewohner häufig ein bis drei Jahre in solchen Einrichtungen verweilen (Ein vollstationärer Behandlungsplatz in einer solchen „Rehahmaßnahme“, hier am Beispiel einer Außenwohngruppe der Leppermühle kostet 60524,30 Euro pro Jahr bei einem Tagessatz von 165,82 Euro). In der vorliegenden Untersuchung ist es daher das Ziel alle an einer schizophrenen Psychose erkrankte Kinder und Jugendliche, welche im Zeitraum von 01.01.2002 bis zum 31.12.2004 in das Kinder- und Jugendwohnheim Leppermühle in Buseck aufgenommen wurden, katamnestisch nachzuuntersuchen. Das Kinder- und Jugendwohnheim Leppermühle in Buseck ist aktuell die größte Einrichtung dieser Art in Deutschland, die eine stationäre Eingliederungsmaßnahme (Reha) für diese schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen anbietet und schon seit mehr als drei Jahrzehnten erfolgreich durchführt. Es werden alle Kinder und Jugendliche mit einer schizophrenen oder schizoaffektiven Psychose nach den Kriterien der ICD-10 eingeschlossen. Die Katamnese erfolgt im Rahmen einer klinischen Untersuchung zur Erfassung der psychosozialen Entwicklung und der Lebensqualität sowie der aktuellen Psychopathologie und Psychopharmakotherapie. Darüber hinaus sollen bekannte Prädiktoren des Langzeitverlaufes schizophrener Erkrankungen validiert und ihre Eignung im klinischen Alltag überprüft werden (Fleischhaker et al. 2005).

Quelle

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