Beschreibung der Studie

Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten in der Kinderonkologie stetig weiter optimiert werden, steht eine Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter noch häufig mit einer intensiven medizinischen Therapie und langen Aufenthalten im Krankenhaus in Verbindung. Dies kann zu Spätfolgen auf körperlicher und psychosozialer Ebene führen, die die Lebensqualität langfristig negativ beeinflussen können. Erste wissenschaftliche Ansätze zeigen, dass Sport und körperliche Aktivität während der stationären medizinschen Therapiephase dabei unterstützen können, die Belastungen durch die Erkrankung und die Krebstherapie besser zu bewältigen und körperliche sowie psychosoziale Folgeschäden zu verhindern. Jedoch wurden in noch keiner wissenschaftlichen Studie die Möglichkeiten und Effekte von Vibrationstraining in der pädiatrischen Onkologie untersucht, obwohl der vergleichsweise kurze Trainingsumfang von Vibrationstraining sich insbesondere für den klinischen Alltag eignet. In der vorliegenden Studie werden daher (1) die Machbarkeit und (2) die Effektivität von Ganzkörpervibrationstraining bei krebskranken Kindern und Jugendlichen während der stationären medizinischen Therapie unter Chemotherapie überprüft. Die Machbarkeit wird bezüglich der Punkte Dropout, Compliance und Adverse Events beurteilt. Mögliche Effekte des Trainings zielen auf die Dorsalflexion im Sprunggelenk, die funktionelle Mobilität, das Gangverhalten sowie das Aktivitätsverhalten. Hierfür werden altersgerechte Assessments (Goniometer, hand-held Dynamometer, Timed-Up-And-Go-Test, Ganganalyse, Aktivitätsfragebogen) zu definiertenTestzeitpunkten eingesetzt. Bei Einverständnis zur Studienteilnahme erfolgt die zufällige Zuteilung/Randomisierung in eine Interventionsgruppe (Standardtherapie und Vibrationstraining, 2-3x/Woche) oder eine Kontrollgruppe (Standardtherapie). Die Standardtherapie beinhaltet das Angebot einer täglich stattfindenden Physio- und einer zweimal wöchentlich stattfindenden Sporttherapie. Das Vibrationstraining (2-3x/Woche) umfasst eine Gesamt-Trainingsdauer von 9-14 Minuten und wird bei einer fixen Amplitude von 2mm und einer Frequenz von 18-30Hz durchgeführt.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Die Machbarkeit eines Ganzkörpervibrationstrainings bei krebskranken Kindern und Jugendlichen unter Chemotherpaie wird bezüglich der Punkte Drop-Out, Compliance der Patienten, Adverse events beurteilt. Die Machbarkeit ist gegeben, wenn vor der t1(endpoint)-Messung weniger als 50% der Patienten von der Studie ausscheiden (Drop-Out). Die Machbarkeit ist gegeben, wenn die Trainingsbeteiligung (2x/Woche) mindestens 50% beträgt (Compliance). Verschlechterungen des Gesundheitszustandes, die im direkten Zusammenhang mit dem bewegungstherapeutischen Training stehen, werden notiert (Adverse Events).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Pädiatrisch maligne Ersterkrankung, onkologische Behandlung mit der Notwendigkeit einer stationären Therapiephase, Indikation einer Chemotherapie, Alter bei Erstdiagnose: ≥ 4 und ≤ 17 Jahre, Einschluss in die Studie vor Beginn oder 7-14 Tage nach Ende der ersten Chemogabe, Vorliegen der medizinischen Unbedenklichkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes, Vorliegen der Einverständniserklärung der Erziehungs-berechtigten

Ausschlusskriterien

  • Onkologische Vorerkrankungen, Palliativer Therapieansatz, Instabile Osteolysen der unteren Extremität bzw. des Beckens, Nachgewiesene Osteonekrosen der unteren Extremität bzw. des Beckens, Fraktur der unteren Extremität bzw. des Beckens in den letzten 6 Monaten vor Studienbeginn, Osteosynthese, Implantate in der unteren Extremität, ZNS-Metastasen, Akuter Prolaps, Epilepsie, Schwangerschaft, Psychische Verfassung, die eine Teilnahme am Training ausschließt, Keine ausreichenden Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Köln, Köln

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Köln via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die aktuelle Studienlage zeigt erste Ansätze, dass Sport und körperliche Aktivität während der stationären medizinischen Therapie einer pädiatrisch-onkologischen Erkrankung dabei unterstützen können, die Belastungen durch die Erkrankung und die Krebstherapie besser zu bewältigen und körperliche sowie psychosoziale Folgeschäden zu verhindern. Jedoch wurden in noch keiner wissenschaftlichen Studie die Möglichkeiten und Effekte von WBV-Training in der pädiatrischen Onkologie untersucht, obwohl der vergleichsweise kurze Trainingsumfang von WBV-Training sich insbesondere für den klinischen Alltag eignet. In der vorliegenden Studie werden daher (1) die Machbarkeit und (2) die Effektivität von Ganzkörpervibrationstraining bei krebskranken Kindern und Jugendlichen während der stationären medizinischen Therapie unter Chemotherapie überprüft. Die Machbarkeit wird bezüglich der Punkte Dropout, Compliance und Adverse Events beurteilt. Mögliche Effekte des Trainings zielen auf die Dorsalflexion im Sprunggelenk, die funktionelle Mobilität, das Gangverhalten sowie das Aktivitätsverhalten. Hierfür werden altersgerechte Assessments (Goniometer, hand-held Dynamometer, Timed-Up-And-Go-Test, Ganganalyse, Aktivitätsfragebogen) zu definiertenTestzeitpunkten eingesetzt. Bei Einverständnis zur Studienteilnahme erfolgt die zufällige Zuteilung/Randomisierung in eine Interventionsgruppe (Standardtherapie und Vibrationstraining, 2-3x/Woche) oder eine Kontrollgruppe (Standardtherapie). Die Standardtherapie beinhaltet das Angebot einer täglich stattfindenden Physio- und einer zweimal wöchentlich stattfindenden Sporttherapie. Das Vibrationstraining (2-3x/Woche) umfasst eine Gesamt-Trainingsdauer von 9-14 Minuten und wird bei einer fixen Amplitude von 2mm und einer Frequenz von 18-30Hz durchgeführt.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.