Beschreibung der Studie

Man weiß bislang nur wenig über die leistungssteigernde Wirkung von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) auf die Ausdauerleistung von Sportlern. In den letzten 2 Jahrzehnten haben einige Forscher jedoch die Wirkung von BCAAs auf die Ermüdungswahrnehmung untersucht. Besonders über die Hirn-Prozesse, die der Ermüdungswahrnehmung zugrunde liegen, weiß man wenig. Um diese zentralen Mechanismen zu untersuchen, werden wir die Akutwirkung von BCAAs auf die Ausdauerleistung bei gesunden Radsportlern testen. Während der Belastung auf dem Ergometer wird die Hirn-aktivität mittels Elektroenzephalographie gemessen. Jeder Proband wird an drei Terminen getestet. Während des 1. Laborbesuchs wird eine Laktat-Leistungsdiagnostik durchgeführt und ein kurzes Probezeitfahren absolviert, um Gewöhnungs- und Lerneffekte zwischen den zwei Folgeterminen zu minimieren. Am 2. Und 3. Termin wird die Ausdauerleistung anhand eines 45 minütigen Zeitfahrens getestet. Während das 1. Zeitfahren als Vergleichsbasis dient, wird dem Athlet direkt vor dem 2. Zeitfahren ein BCAA-Präparat, ein Placebo oder nichts verabreicht. Zwischen den beiden Zeitfahren liegen exakt 7 Tage, um für Einflüsse von Wochen-, bzw. Tagesverlauf zu kontrollieren. Die Probanden erhalten die Information, dass sie an einem randomisierten Versuch teilnehmen, bei dem sie entweder ein Nahrungsergänzungsmittel oder als Kontrollproband keine Intervention erhalten. Erhoben werden neben der Ausdauerleistung und der Ermüdungswahrnehmung auch die Hirnaktivität und die Erwartungen, die mit der Einnahme des BCAA-Präparates einhergehen. Wir erwarten, dass die einmalige Verabreichung eines Supplements (BCAA und Placebo) die Ausdauerleistung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe verbessert. Wir erwarte zudem, dass dieser Effekt sich nur in Leistung, Anstrengungswahrnehmung und in der Hirnaktivität zeigt, nicht jedoch in der Peripherie (Laktat, EKG). 15.06.2015: Die Erwartung einer Leistungssteigerung wird auf 100% gesteigert. Die Probanden, welche nicht in der Kontrollgruppe sind, werden informiert, dass Sie BCAAs erhalten.

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Studiendetails

Studienziel 1. Leistungsveränderung zwischen Baseline und Intervention in Referenz zur individuellen anaeroben Schwelle (Watt). 2. Veränderung der Ermüdungswahrnehmung zwischen Baseline und Intervention (Rating of Perceived Exertion Scale). 3. Veränderung der kortikalen Aktivierung (EEG).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Abteilung Sportmedizin, Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Tübingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestens 2 Trainingseinheiten auf dem Rad pro Woche. Mindestens 3 Wettkämpfe pro Saison.

Ausschlusskriterien

  • Keine schwerwiegenden Krankheiten. Keine Trainingspause von 7 oder mehr Tagen in den 4 Wochen vor Studienteilnahme.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die akute leistungssteigernde Wirkung von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) auf die Ausdauerleistung von Sportlern ist bislang nur marginal erforscht. In den vergangenen 15 Jahren untersuchten verschiedene Forschergruppen die Wirkung von BCAAs speziell im Hinblick auf die zentrale Ermüdung. Bislang ist nur wenig über die grundlegenden kortikalen Mechanismen zentraler Ermüdung bekannt. Um diese zentralen Mechanismen zu untersuchen, werden wir einen randomisierten Placebo-kontrollierten doppelblinden Versuch der Akutwirkung von BCAAs auf die Ausdauerleistung bei gesunden Radsportlern durchführen. Während isokinetischer Ergometer-Belastung werden Spannungsunterschiede am Kopf mittels Elektroenzephalographie gemessen, welche Rückschlüsse auf die kortikalen Aktivitätsmuster erlauben. Jeder Proband wird an drei Terminen getestet. Während des 1. Laborbesuchs wird eine Laktat-Leistungsdiagnostik durchgeführt um die individuelle anaerobe Schwelle zu ermitteln. Im Anschluss daran absolviert der Proband ein Probezeitfahren auf dem isokinetischen Ergometer, um Gewöhnungs- und Lerneffekte zwischen den zwei Folgeterminen zu minimieren. Am 2. Und 3. Termin wird die Ausdauerleistung anhand eines 45 minütigen Zeitfahrens ermittelt. Während das 1. Zeitfahren als Baseline dient, erhalten die Probanden direkt vor dem 2. Zeitfahren entweder ein BCAA-Präparat, ein Placebo oder kein Präparat, je nach Gruppenzuordnung. Zwischen den beiden Zeitfahren liegen exakt 7 Tage, um für Einflüsse von Wochen-, bzw. Tagesverlauf zu kontrollieren. Die Probanden erhalten die Information, dass sie an einem randomisierten Versuch teilnehmen, bei dem sie entweder ein Nahrungsergänzungsmittel oder als Kontrollproband keine Intervention erhalten. Erhoben werden neben den primären Endpunkten (subjektive und objektive Ausdauerleistung), der Ermüdungswahrnehmung und der kortikalen Aktivität auch die Erwartungen, die mit der Einnahme des BCAA-Präparates einhergehen. Wir erwarten, dass die einmalige Verabreichung eines Supplements (BCAA und Placebo) einen leistungssteigernden Effekt auf die Ausdauerleistung hat im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Wir erwarte zudem, dass dieser Effekt sich objektiv (Leistung), subjektiv (Anstrengungswahrnehmung) und zentral (EEG), jedoch nicht peripher (Laktat, EKG) manifestiert. 15.06.2015: Die Erwartung einer Leistungssteigerung wird auf 100% gesteigert. Die Probanden, welche nicht in der Kontrollgruppe sind, werden informiert, dass Sie BCAAs erhalten. Amendment 25.11.2015: Die Studie wurde aus zeitlichen und gerätetechnischen Gründen bei einer Probandenzahl von N=20 beendet.

Quelle

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