Beschreibung der Studie

Das Glaukom (grüner Star) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Die Ursache einer Unterform; das Offenwinkelglaukoms, welches 80% der Patienten ausmacht, ist bisher weitgehend unklar. Neueste tierexperimentelle Studien legen nahe, dass der Abflussweg des Augeninnenwassers (Kammerwasser), nämlich der sog. Schlemm-Kanal, ein atypisches Lymphgefäß ist. Im Tiermodell konnte mittels Lymphgefäßwachstum-fördernder Faktoren eine Senkung des Augeninnendruckes (Hauptmerkmal des Glaukoms) erreicht werden. Bisher ist Nichts über den Gehalt von Lymphgefäßwachstum-fördernden und -hemmenden Faktoren im Kammerwasser bei gesunden und Glaukompatienten bekannt. Dies soll hier analysiert werden, um ggfs. einen neuen Therapieansatz des Glaukoms zu entwickeln. Ziel der geplanten Arbeiten ist es, durch die Untersuchung des Kammerwassers ein ausführliches Kammerwasser-Zytokin- (= Wachstums- und Differenzierungsfaktoren) und Eiweiß-Profil im Rahmen der Glaukom-Erkrankung zu erstellen. Hierdurch sollen mögliche Unterschiede im Kammerwasser von Glaukompatienten und Gesunden aufgedeckt und neue Erkrankungsmechanismen identifiziert werden. Die Ergebnisse der Studie sollen dadurch die Basis für zukünftige nicht-operative Therapien (wie z.B. neue Augentropfentherapie) des Glaukoms bieten.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Studienziel: Messung und Vergleich intraokularer Protein-Konzentrationen bei Patienten mit primärem und sekundärem Offenwinkelglaukom, sowie bei gesunden Alterskontrollen im Rahmen anderer ophthalmologischer Erkrankungen, bei welchen eine operative Versorgung erfolgt, im Rahmen derer ohne Nebenwirkungen eine Kammerwasserprobe gewonnen werden kann. Studienablauf Es sollen 200 Proben aus dem täglichen Patientengut der Uni-Augenklinik Köln rekrutiert werden. Probenentnahmen werden ausschließlich im Rahmen einer chirurgischen Standardprozedur durchgeführt. Protein- und Zytokin-Profile werden durch Massenspektrometrie, Antikörper-Array-Analyse, Multiplex-Mikrobead-Messungen, ELISA bestimmt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Uniklinik Köln, Zentrum für Augenheilkunde

Ihr ganz persönlicher Grüner Star-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorhandensein sämtlicher Formen des primären Glaukoms und sekundärer Glaukomformen bzw. gesunde Alterskontrolle.
  • Notwendigkeit eines Katarakt-, Glaukom- oder Hornhautchirurgischen Eingriffes

Ausschlusskriterien

  • Fehlen der Notwendigkeit einer Operation am Auge; die Probenentnahme wird
  • ausschließlich im Rahmen notwendiger anderweitiger Operationen am
  • Auge durchgeführt
  • Fehlen einer schriftlichen Einverständnis-Erklärung

Adressen und Kontakt

Uniklinik, Zentrum für Augenheilkunde, Köln

Ansprechpartner: Dr. med. Robert Siggel

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Das Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Die Ursache des Offenwinkelglaukoms - das 80% der Patienten ausmacht - ist bisher weitgehend unklar. Neueste tierexperimentelle Studien legen nahe, dass der Abflussweg des Kammerwassers, der Schlemm-Kanal, ein atypisches Lymphgefäß ist. Im Tiermodell konnte mittels prolymphangiogener Faktoren eine Senkung des Augeninnendruckes (Hauptmerkmal des Glaukoms) erreicht werden. Bisher ist Nichts über den Gehalt von pro- und antilymphangiogenen Faktoren im Kammerwasser bei gesunden und Glaukompatienten bekannt. Dies soll hier analysiert werden, um ggfs. einen neuen Therapieansatz des Glaukoms zu entwickeln. Ziel der geplanten Arbeiten ist es, ein differenzielles Kammerwasser-Zytokin- und Protein-Profil im Rahmen der Glaukom-Erkrankung zu erstellen. Hierdurch sollen mögliche Unterschiede im Kammerwasser von Glaukompatienten und gesunden aufgedeckt und neue Pathomechanismen identifiziert werden. Die Ergebnisse der Studie sollen dadurch die Basis für zukünftige konservative Therapien des Glaukoms bieten.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien