Beschreibung der Studie

Sich bewegen zu können ist für Menschen jeden Alters von hoher Bedeutung. Der Erhalt und die Förderung der Bewegung sind besonders für Menschen wichtig, die auf die Unterstützung durch Pflegekräfte angewiesen sind. Nun sollen in Pflegeheimen, Tagespflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten besondere Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Mobilität bundesweit eingesetzt werden (Expertenstandard). Um herauszufinden, ob sich dadurch die Mobilität von Menschen verbessert und ein Einsatz überall sinnvoll ist, prüft die Studie die Wirksamkeit, die Praxistauglichkeit sowie die Kosten der Einführung des Expertenstandards 'Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege'. Dazu wird in 22 per Zufall ausgewählten Pflegeheimen der Expertenstandard eingeführt und das Personal erhält eine Schulung. In 11 anderen Pflegeheimen erfolgt die pflegerische Versorgung der Bewohnerinnen ohne die Einführung des Expertenstandards wie bisher üblich. In diesen insgesamt 33 Pflegeheimen steht die Frage nach der Wirksamkeit besonders im Vordergrund. Zusätzlich werden in diesen Heimen so wie auch in 6 teilstationären und 6 ambulanten Pflegeeinrichtungen die Praxistauglichkeit und die Einführungs- und Umsetzungskosten des Expertenstandards untersucht.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Die benötigte Zeitdauer für den Timed Up And Go Test (TUG) in Sekunden wird zu drei Messzeitpunkten (t0 Baseline, t1 drei Monate nach Baseline, t2 sechs Monate nach Baseline)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 693
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle GKV-Spitzenverband

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einrichtungen: Mit einem vollstationärem, teilstationärem, ambulanten Versorgungsvertrag in unterschiedlicher Trägerschaft im gesamten Bundesgebiet, die in der Lage sind, eine eigenständige Projektleitung für den Implementierungszeitraum zu benennen und personelle und zeitliche Ressourcen für die Teilnahme an Schulungen und Arbeitsgruppen zur Verfügung stellen.
  • BewohnerInnen: Selbständig oder mit Unterstützung in der Lage sein, den Timed Up And Go Test (TUG) zu absolvieren

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Mit dem Expertenstandard 'Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege' liegt der erste Entwurf eines Expertenstandard nach § 113a SGB XI vor, über dessen bundesweite, verpflichtende Einführung die Vertragsparteien nach §113 SGB XI in Folge einer modellhaften Erprobung in Einrichtungen der ambulanten, teilstationären und vollstationären pflegerischen Versorgung entscheiden. Der Entwurf des Expertenstandards wurde vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) entwickelt und ist zum heutigen Zeitpunkt bereits veröffentlicht, kommt jedoch nicht gesetzlich verpflichtend zur Anwendung. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Görres realisiert in Kooperation mit dem Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Rothgang sowie dem Zentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) im Zeitraum von Februar 2015 bis August 2016 die vom GKV-Spitzenverband geförderte Studie. Die modellhafte Implementierung erfolgt im vollstationären Bereich mit den Untersuchungsschwerpunkten einer Analyse der Praxistauglichkeit, der Wirksamkeit und den Einführungs- und dauerhaften Umsetzungskosten. Dabei werden in einer cluster-randomisierten, kontrollierten Studie bundesweit 33 Einrichtungen der vollstationären Versorgung gemäß §71 SGB XI per Zufallsprinzip in einen von drei Studienarmen zugewiesen. In Studienarm A erfolgt eine Implementierung des Expertenstandard-Entwurfs (Schulung des Personals), in Studienarm B erfolgt eine Implementierung des Expertenmstandard-Entwurfs (Schulung des Personals wie in Studienarm A) sowie die Implementierung einer mobiliätsfördernden Intervention, in Studienarm C (Kontrollgruppe) erfolgt eine herkömmliche Versorgung der BewohnerInnen ohne Implementierung des Expertenstandard-Entwurfs oder der bewegungsfördernden Intervention. Im teilstationären und ambulanten Setting erfolgt die modellhafte Implementierung in mit den Untersuchungsschwerpunkten einer Analyse der Praxistauglichkeit und der Einführungs- und dauerhaften Umsetzungskosten in Form einer Beobachtungsstudie in jeweils 6 Einrichtungen pro Setting.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.