Beschreibung der Studie

Im Oktober 2014 wurde von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ein "bundeseinheitlicher patientenorientierter Medikationsplan" vorgestellt mit dem Ziel, Patienten besser zu ihrer Medikation zu informieren und gleichzeitig den Austausch von Medikationsdaten zwischen an der Behandlung beteiligten Praxen, Apotheken und Kliniken zu vereinheitlichen (und damit zu erleichtern und sicherer zu machen). Der bundeseinheitliche patientenorientierte Medikationsplan enthält Informationen zur individuellen Medikation des Patienten. Diese Informationen können auf Papier ausgedruckt, aber auch elektronisch übermittelt werden. Die für Patienten ausgedruckte Version des Medikationsplans enthält alle Informationen im Klartext und zusätzlich auch in Form eines Barcodes. Wird ein Medikationsplan bei einer am Projekt beteiligten Praxis, Apotheke oder Klinik vorgelegt, kann der Medikationsplan über den Barcode einfach eingelesen werden und der Zugriff auf den zentral elektronisch gespeicherten Medikationsplan wird freigegeben. Die elektronische Übermittlung und die zentrale Speicherung (auf einem Server in Deutschland) erfolgen verschlüsselt nach dem aktuellen Stand der Technik. In diesem Projekt soll jetzt die Akzeptanz, die Praktikabilität und die Nutzung des Medikationsplans und seiner zugrundeliegenden Spezifikationen aus Sicht der Patienten und der beteiligten Gesundheitsdienstleister untersucht werden. Dies erfolgt über drei Projektphasen in jeweils zwei Stufen. In Stufe 1 erfolgt die einfache Nutzung der Medikationspläne. In Stufe 2 wird ein Teil der am Projekt teilnehmenden Patienten, Ärzte und Apotheker zusätzlich zu den Medikationsplänen bzw. zum Medikationsplanprojekt befragt.

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Studiendetails

Studienziel Evaluation des bundeseinheitlichen Medikationsplans hinsichtlich Akzeptanz, Praktikabilität und Nutzung des Medikationsplans aus Sicht der Patienten und der Gesundheitsdienstleister (Ärzte, Apotheker und deren Mitarbeiter).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1010
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesverwaltungsamt
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studienteil: "anonyme Datenerhebung zur Medikationsplannutzung":
  • Patient nimmt aktuell mindestens 5 Medikamente ein
  • Schriftliche Einwilligung durch Patient oder gesetzlichen Vertreter
  • Studienteil: "Patientenbefragung":
  • mindestens 5 Kontakte zu 5 primären Gesundheitsdienstleistern pro Jahr
  • Einwilligungsfähig
  • schriftliche Einwilligung durch Patient

Ausschlusskriterien

  • Patienten unter 18 Jahren. Fehlendes Einverständnis. Zusätzlich für 2. Studienteil "Patientenbefragung": Nicht selbst Einwilligungsfähig.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Der "bundeseinheitliche patientenorientierte Medikationsplan" wurde im Oktober 2014 von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) im Rahmen des "Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland" mit dem Ziel vorgestellt, Patienten besser zu ihrer Medikation zu informieren und gleichzeitig den Austausch von Medikationsdaten zu vereinheitlichen (und damit zu erleichtern). Formal betrachtet stellt der Medikationsplan primär eine Information für den Patienten dar. Alle am Projekt beteiligten Praxen, Kliniken und Apotheken können und sollen Ihren Patienten einen bundeseinheitlichen Medikationsplan (im folgenden Medikationsplan genannt) zur Verfügung stellen. Der Medikationsplan kann und soll in der Metropolregion von denen am Projekt beteiligten Praxen, Kliniken und Apotheken, aber auch zum Austausch von Medikationsdaten und damit verknüpften therapierelevanten Daten genutzt werden. Er kann auf verschiedene Weise angelegt, modifiziert und ausgetauscht werden (von papierbasiert bis elektronisch). Formal ersetzt der Medikationsplan jedoch nicht die reguläre (Arzneimittel-) Anamnese durch die Heilberufler, die weiterhin unverändert nach bester Berufspraxis standardisiert auf Basis der lokalen SOPs erfolgt. Im Rahmen des Projektes sollen Daten erhoben werden zu: 1. Akzeptanz, Praktikabilität und Nutzung des Medikationsplans aus Sicht der Patienten. 2. Akzeptanz, Praktikabilität und Nutzung des Medikationsplans aus Sicht der Gesundheitsdienstleister (Ärzte, Apotheker und deren Mitarbeiter). 3. Technischen Erfordernissen und zur inhaltlichen Qualität der Medikationspläne unter besonderer Berücksichtigung der Nutzbarkeit zur Identifikation von Medikationsrisiken. Durch einen Originaldatenvergleich soll in einer Teil-Stichprobe auch ermittelt werden, wie vollständig und korrekt der Medikationsplan die tatsächliche Medikation eines Patienten widerspiegelt. Datenschutzrechtliche Aspekte des Datentransfers und der Datenspeicherung wurden unabhängig mit den zuständigen Datenschutzbeauftragten einschließlich des Landesdatenschutzbeauftragten geklärt, die keine Bedenken erhoben haben, sollen aber angesichts der Schnelllebigkeit der IT-Technologie im Projektverlauf mit erfasst werden.

Quelle

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