Beschreibung der Studie

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation ist eine Strategie zur Verbesserung von Arbeitsfähigkeit und beruflicher Wiedereingliederung. Studien haben die Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei orthopädisch, kardiologisch, neurologisch und psychosomatisch erkrankten Personen mit den Ergebnissen der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation verglichen und verbesserte berufliche Wiedereingliederungschancen zugunsten der Teilnehmer medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitationsangebote bestätigt. In der onkologischen Rehabilitation ist die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bislang allerdings kaum etabliert. Zudem fehlt ein qualitativ hochwertiger Nachweis dafür, dass die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation auch bei onkologischen Erkrankungen zu günstigeren berufsbezogenen Ergebnissen führt. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Überprüfung der Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen und stark eingeschränkter Arbeitsfähigkeit.

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Studiendetails

Studienziel Primäre Endpunkte werden zum Beginn der onkologischen Reha (T1) sowie 3 Monate (T3) und 12 Monate (T4) nach Ende der onkologischen Reha mittels Fragebogen erfasst: Rollenfunktionsskala (T1, T3, T4, EORTC QLQ-C30, Aaronson et al. 1993).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 504
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Bund
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit: auffälliger Wert auf wenigstens einer der drei Skalen des Screening-Instruments Beruf und Arbeit in der Rehabilitation (SIBAR, Bürger und Deck 2009); Karnofsky Performance Status Scale ≥ 70 % (Karnofsky et al. 1948); positive sozialmedizinische Erwerbsfähigkeitsprognose (zeitlicher Umfang, eine Tätigkeit entsprechend des positiven und negativen Leistungsvermögens ausüben zu können, beträgt in spätestens 6 Monaten mind. 3 Stunden täglich)

Ausschlusskriterien

  • Keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland unter dem Begriff der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) Behandlungskonzepte mit verstärktem Arbeits- und Berufsbezug in Diagnostik und Therapie entwickelt. Randomisiert kontrollierte Studien konnten günstigere Effekte der MBOR auf erwerbsbezogene Zielkriterien im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation bei orthopädisch, kardiologisch, neurologisch und psychosomatisch erkrankten Personen bestätigen. Für Patienten mit onkologischen Erkrankungen steht ein qualitativ hochwertiger Nachweis für die höhere Wirksamkeit dieser Programme noch aus. Ziel der vorliegenden Studie ist deshalb die Überprüfung der Wirksamkeit der MBOR bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen. Untersucht wird, ob Patienten mit Krebserkrankungen und stark beeinträchtigter Arbeitsfähigkeit langfristig eine bessere Realisierung ihrer arbeits- und alltagsbezogenen Rollenfunktionen wahrnehmen als Teilnehmer einer herkömmlichen onkologischen medizinischen Rehabilitation (MR). Personen, die wegen einer onkologischen Erkrankung einen Antrag auf medizinische Rehabilitation gestellt und bewilligt bekommen haben, werden zufällig in Gruppen der MBOR oder der MR zugewiesen und mittels standardisierter Fragebögen am Beginn und Ende der Rehabilitation sowie 3 und 12 Monate nach Rehabilitationsende befragt. Zusätzlich werden Daten aus den Entlassungsberichten der teilnehmenden Personen in die Analyse einbezogen. Die Studie findet in vier stationären Rehabilitationseinrichtungen statt.

Quelle

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