Beschreibung der Studie

Im Rahmen unseres Forschungsprojektes möchten wir versuchen, den Einfluss des Leitungspersonals auf die Leistungsfähigkeit neonatologischer Intensivstationen besser zu verstehen. Im Fokus unserer Untersuchung steht die Frage, wie und wann das ärztliche und pflegerische Führungspersonal einer NICU ein sicherheitsförderliches Klima und eine interprofessionelle Zusammenarbeit positiv beeinflussen und damit letztendlich Einfluss auf eine höhere Qualität der Patientenversorgung nehmen kann.

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Studiendetails

Studienziel Im Fokus der Studie stehen Assoziationen von Management-Faktoren mit öffentlich zugänglichen, medizinischen Outcome-Parametern auf neonatologischen Intensivstationen in Deutschland. Als Managementfaktoren werden individuelle Führungsfertigkeiten, die Zielkongruenz sowie zwischenmenschliche Affekte der Leitungspersonen erhoben. Die Datengrundlage für die statistisch zu prüfende Assoziation mit dem medizinischen Outcome der Zentren bilden die öffentlich zugänglichen indikatorbasierten Daten zur externen Qualitätssicherung in der Neonatologie, die durch das AQUA-Institut für jedes Zentrum in Deutschland erhoben und aufbereitet (risikoadjustiert) werden. Als mediierender Faktoren zwischen Management- und medizinischen Faktoren wird die Bedeutung von Sicherheitsaspekten und die Zusammenarbeit auf der Station erhoben. Diese Mediatoren werden über Fragebögen und anhand von international verwendeten und validierten Skalen erfasst: Nembhard and Edmondson (2006) Team Psychological Climate; Chatman and Flynn (2001) Cooperative Norm Scale; Sexton et al. (2006) Safety Attitudes Questionnaire (SAQ)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die teilnehmende NICU ist in ein Level I oder Level II Perinatalzentrum integriert. Voraussetzung für die Teilnahme jeder NICU an den Erhebungsphasen ist die Abgabe beider Teilnahmeerklärungen, nämlich von der ärztlichen und pflegerischen Leitung, vor dem Beginn des Erhebungszeitraums.
  • Teilnehmer sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ärztlichen und pflegerischen Personals auf neonatologischen Intensivstationen (NICU) in Deutschland; Die Teilnehmer an der Erhebung müssen regelmäßig in der NICU anwesend sein, d.h. es werden nur Vollkräfte oder Teilzeitkräfte mit einer Arbeitszeit von mindestens 50% eingeschlossen; Die Teilnehmer an der Studie müssen zum Personal der NICU gehören und dort hauptsächlich tätig sein, d.h. es werden keine Springer oder Mitarbeiter aus einem klinikübergreifenden Personalpool eingeschlossen.

Ausschlusskriterien

  • Keine

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Köln

Ansprechpartner: Hendrik Hillen

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Häufig gestellte Fragen

Im Fokus des vorliegenden Teilprojekts steht die Untersuchung von individueller Führungsfertigkeit, der affektiven Konfiguration sowie der Zielkongruenz dyadischer Führungsteams als Einflussfaktor für die Arbeitsatmosphäre unter Teammitgliedern. Konkret soll untersucht werden, ob die genannten Faktoren auf Leitungsebene die wahrgenommene Bedeutung von Sicherheitsaspekten (Safety Climate) und interprofessioneller Zusammenarbeit (Climate for Collaboration) auf der Station beeinflussen. Zur Untersuchung des angenommenen Zusammenhangs, und zum Nachweis dessen praktischer Relevanz, soll auf medizinische Outcomeparameter zurückgegriffen werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Fertigkeiten und Strukturen auf Ebene der Leitung einer NICU zu identifizieren, die mit der Qualität der Versorgung in Verbindung stehen. Darauf aufbauend können Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung und Förderung effektiver Leitungsteams auf NICUs abgeleitet werden, deren Konfiguration und Zusammenarbeit positiv auf die gesamte Station – und damit auch auf die Qualität der Versorgung – wirken.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien