Beschreibung der Studie

Bipolare Störungen nehmen trotz angemessener Dauermedikation in den meisten Fällen einen chronisch rezidivierenden Verlauf. Dabei treten depressive und (hypo-) manische Episoden auf, welche die Betroffenen stark belasten und in ihrer Lebensführung einschränken. Inzwischen liegen einige spezfische psychotherapeutische Interventionen vor, die in Kombination mit der Medikation den Verlauf der bipolaren Erkrankung und das Rückfallrisiko reduzieren. Die Evidenzlage für diese Psychotherapien ist noch unzureichend. Ferner wurden bislang Ersterkrankte bzw. Patienten zu einem frühen Stadium der Bipolaren Störungen kaum berücksichtigt. Schließlich weiß man wenig über die Patientenmerkmale (Moderatoren) und die Wirkmechanismen (Mediatoren) einer erfolgreichen Psychotherapie. Das Ziel dieses Studie ist daher die Wirksamkeit einer neuen, um einige Elemente erweiterten, spezifischen Psychotherapie (SEKT) bei jüngeren (unter 30 Jährigen) Patienten hinsichtlich der Rückfallverhinderung (Erfolgkriterium ist daher die Rate an Rückfällen im 18monatigen Untersuchungszeitraum) zu überprüfen und dabei diese spezifische Psychotherapie mit einer aktiven, weniger unspezifischen, doch bewährten und wirkungsvollen Kontrolltherapie (FEST) zu vergleichen. Darüberhinaus werden Veränderungen im Erleben, in der Informationsverarbeitung, im Hirnstoffwechsel (Einsatz von bildgebenden Verfahren) und dem sozialen Funktionsniveau erfasst.

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Studiendetails

Studienziel Auftreten einer erneuten affektiven Episode (Rezidiv entweder depressiv, manisch oder hypomanisch oder Rehospitalisierung) erfasst mit dem "Longitudinal Follow-up Evaluation" Interview im Monat 6, 12 und 18 nach Studieneinschluss.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung vertreten durch DLR Projektträger
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen einer Bipolar I oder einer Bipolar II Störung, die aufgrund angemessener Medikation (Mood Stabilizer) aktuell und stabil seit mindestens 4 Wochen remittiert ist. Zwischen 18 und 55 Jahre alt. Während der letzten 2 Jahre muss mindestens 1 Krankheitsepisode vorgelegen haben. Vorliegen der Einwilligung zur Studienteilnahme, den Untersuchungsterminen und der Zufallszuweisung zu einer der beiden Studienarme

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit mehr als 6 Krankheitsepisoden, mit rapid cycling, akuter Suizidalität, schizo-affektiver Störung, Schizophrenie, ADHS, Substanzstörung (letzte 6 Monate), Borderline Störung, keine bzw. Rücknahme der Einverständniserklärung, keine Medikation (Mood Stabilizer).

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Bipolare Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Forschungsziele dieser multizentrischen Studie sind: (1) die Wirksamkeit einer adjuvanten spezfischen, modernen Psychotherapie (SEKT) zur Rückfallprophylaxe bei Patienten zwischen 18 und 55 Jahren mit einer unterstützenden, unspezifischen, psychoedukativen Psychotherapie (FEST) zu vergleichen. Die Rate an Rezidiven im Studienzeitraum (18 Monate) ist daher als primäres Erfolgsmaß festgelegt. (2) Alle Behandlungsmanuale und Materialien werden nach Abschluss der Studie der Fachöffentlichkeit und den Kliniken zugänglich und tragen somit zur Verbesserung der klinischen Versorgung dieser Patientengruppe bei. (3) Erkenntnisse über Wirkmechanismen (Mediatoren) erfolgreicher Psychotherapien auf neurobiologischer, emotionaler und kognitiver Ebene sowie (4) über Krankheitsindikatoren (Prädiktoren) und Patientenmerkmale (Moderatoren) zu Behandlungsbeginn, die eine erfolgreiche bzw. wenig erfolgreich Psychotherapie vorher zu sagen erlauben. Hierbei kommen vor allem neuronale (strukturelle, funktionelle), affektive, kognitive, doch auch soziale und sozio-demographische Faktoren in Betracht.

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