Beschreibung der Studie

Periphere Nervenkatheter werden zur Schmerztherapie benötigt. Das Auffinden des Nervens mit der Punktionsnadel kann Ultraschall- oder auch Stimulations- (Durch Stromimpulse aus der Nadel) gesteuert erfolgen. Beide Verfahren sind als Standardverfahren in der Anästhesie beschrieben. Bei dem „ursprünglichen“ Nervenstimulator-gesteuerten Verfahren wird die Punktionsstelle alleine nach Landmarken-Technik ausgewählt und der optimale Nadel-Nerv-Abstand mittels unterschiedlich starker Nervenstimulation und der hierdurch hervorgerufenen motorischen optimalen Reizantwort (Bewegung der Muskeln) gewählt. Nach dann „blinder“ Injektion eines Lokalanästhetika-Depots über die Punktionsnadel wird der Katheter mehrere Zentimeter (meistens ≥ 3 bis 5 cm) über die noch liegende Nadel gleichfalls „blind“ vorgeschoben. Dies geschieht in der Vorstellung, dass sich das vorher injizierte Lokalanästhetikum-Depot strikt entlang des Nervenverlaufs ausdehnt und sich der Katheter hierin entlang des Nervs anlegt. Mit Hilfe der Sonografie lassen sich nicht nur periphere Nerven, sondern auch zu schonende Nachbarstrukturen ebenso eindeutig visualisieren wie die Position der Nadelspitze und vor allem auch das injizierte Lokalanästhetikum. Nachdem das Lokalanästhetika-Depot um den Nerv appliziert wird, wird der Nervenkatheter anschließend gleichermaßen über das Ende der Punktionsnadel ≥ 3 bis 5 cm hinaus an den Nerven vorgeschoben. Die sonografische Visualisierung des Nervenkatheters selbst und insbesondere dessen Spitze ist allerdings nicht sicher möglich. Dies resultiert aus dem meistens nicht in einer Ebene liegenden Katheterverlauf, mangelnder Ultraschallreflexion der Katheterenden und der fehlenden Visualisierungsmöglichkeit in Abhängigkeit von der Gewebetiefe, in der der zu betäubende Nerv lokalisiert ist. Eine aktuelle Studie weist bis zu 25% Katheterfehllagen nach und unterstreicht hiermit die klinische Relevanz dieses Problems. Während intraoperativ und für einige Stunden auch postoperativ noch das sonografisch-gesteuert applizierte Lokalanästhetikum-Depot analgetisch wirkt, ist gerade in den ersten postoperativen Tagen die Lage der Katheterspitze und damit die Verteilung des nun kontinuierlich über den Katheter applizierten Lokalanästhetikums von entscheidender Bedeutung. Zur Lokalisation des Nervenkatheters stehen möglicherweise Verfahren zur Verfügung, die nach konventioneller Anlagemethode die Position der Katheterspitze mittels Injektion von Flüssigkeit, Luft oder geschütteltem Lokalanästhetikum und deren Austritt an der Kathetespitze im Sonografiebild zeigen. Am praktikabelsten dürfte die Injektion von weiterem Lokalanästhetikum sein, dessen Verwirbelungen nach Austritt aus der Katheterspitze in der Farb-Doppler-Ultraschall sichtbar machen könnte. Ziel dieser Studie soll es sein bei Körperspendern eine Lagekontrolle der Nervenkatheter durchzuführen und diese mit der vorher durchgeführten Doppler-Ultraschall Technik zu vergleichen, sowie die Ultraschall Technik mit dem blinden Vorschieben des Nervenkatheters in Bezug auf die Verteilung von einem Farbstoff zu vergleichen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der Ergebnisse des Farb-Doppler-Shift-Kontrollverfahrens zur Lagebestimmung der Katheterspitze bei sonografisch-gesteuert angelegten peripheren Nervenkathetern mit der tatsächlichen Lage der Katheterspitze in situ nach Freipräparation des Nervenkatheters
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 5
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Göttingen Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen des zu Lebzeiten vom Körperspender unterzeichneten Vermächtnisses zur Körperspende im anatomischen Institut der Universitätsmedizin Göttingen
  • Freigabe der Körperspende durch Amtsarzt

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie, Göttingen

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Periphere Nervenkatheter werden zur perioperativen Schmerztherapie benötigt. Das Auffinden des Nervens mit der Punktionsnadel kann Sonographie- oder auch Stimulations- gesteuert erfolgen. Beide Verfahren sind als Standardverfahren in der Anästhesie beschrieben. Bei dem „ursprünglichen“ Nervenstimulator-gesteuerten Verfahren wird die Punktionsstelle alleine nach Landmarken-Technik ausgewählt und der optimale Nadel-Nerv-Abstand mittels unterschiedlich starker Nervenstimulation und der hierdurch hervorgerufenen motorischen optimalen Reizantwort gewählt. Nach dann „blinder“ Injektion eines Lokalanästhetika-Depots über die Punktionsnadel wird der Katheter mehrere Zentimeter (meistens ≥ 3 bis 5 cm) über die noch liegende Nadel gleichfalls „blind“ vorgeschoben. Dies geschieht in der Vorstellung, dass sich das vorher injizierte Lokalanästhetikum-Depot strikt entlang des Nervenverlaufs ausdehnt und sich der Katheter hierin entlang des Nervs anlegt. Mit Hilfe der Sonografie lassen sich nicht nur periphere Nerven, sondern auch zu schonende Nachbarstrukturen ebenso eindeutig visualisieren wie die Position der Nadelspitze und vor allem auch das injizierte Lokalanästhetikum. Nachdem das Lokalanästhetika-Depot um den Nerv appliziert wird, wird der Nervenkatheter anschließend gleichermaßen über das Ende der Punktionsnadel ≥ 3 bis 5 cm hinaus an den Nerven vorgeschoben. Die sonografische Visualisierung des Nervenkatheters selbst und insbesondere dessen Spitze ist allerdings nicht sicher möglich. Dies resultiert aus dem meistens nicht in einer Ebene liegenden Katheterverlauf, mangelnder Ultraschallreflexion der Katheterenden und der fehlenden Visualisierungsmöglichkeit in Abhängigkeit von der Gewebetiefe, in der der zu betäubende Nerv lokalisiert ist. Eine aktuelle Studie weist bis zu 25% Katheterfehllagen nach und unterstreicht hiermit die klinische Relevanz dieses Problems. Während intraoperativ und für einige Stunden auch postoperativ noch das sonografisch-gesteuert applizierte Lokalanästhetikum-Depot analgetisch wirkt, ist gerade in den ersten postoperativen Tagen die Lage der Katheterspitze und damit die Verteilung des nun kontinuierlich über den Katheter applizierten Lokalanästhetikums von entscheidender Bedeutung. Zur Lokalisation des Nervenkatheters stehen möglicherweise Verfahren zur Verfügung, die nach konventioneller Anlagemethode die Position der Katheterspitze mittels Injektion von Flüssigkeit, Luft oder geschütteltem Lokalanästhetikum und deren Austritt an der Kathetespitze im Sonografiebild zeigen. Am praktikabelsten dürfte die Injektion von weiterem Lokalanästhetikum sein, dessen Verwirbelungen nach Austritt aus der Katheterspitze in der Farb-Doppler-Ultraschall sichtbar machen könnte. Ziel dieser Studie soll es sein bei Körperspendern eine Lagekontrolle der Nervenkatheter durchzuführen und diese mit der vorher durchgeführten Doppler-Ultraschall Technik zu vergleichen, sowie die Ultraschall Technik mit dem blinden Vorschieben des Nervenkatheters in Bezug auf die Verteilung von einem Farbstoff zu vergleichen.

Quelle

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