Beschreibung der Studie

Blutungen in das Ventrikelsystem des Gehirns (Nervenwassersystem) oder Blutungen im Gehirngewebe mit Einbruch in das Ventrikelsystem oder Blutungen im Gehirngewebe werden zu Beginn und im Verlauf durch Computer- oder Kernspintomographien des Gehirns festgestellt und kontrolliert. Alle Patienten, so auch die Teilnehmer der Studie, werden gemäß des Standards der Neurologischen oder der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg und den Empfehlungen der Deutschen Schlaganfallgesellschaft behandelt; diese Studie verändert Therapieentscheidungen nicht. Patienten erhalten eine Verlaufs- Computertomographie zur Darstellung des Rückgangs der Blutung gemäß hausinterner Standardtherapie, üblicherweise am Tag 3-7 nach Auftreten der Blutung. Gegenstand dieser Studie ist die Darstellung des Bluts und dessen Menge durch eine Ultraschalluntersuchung im Vergleich zur Kernspin- oder Computertomographie. Die risiko- und schmerzfreie Ultraschall- Untersuchung wird von einem Arzt am Tag 1 in einem zeitlichen Abstand von <6Stunden zur initialen kraniellen Bildgebung und dann täglich bis zur Kontrollbildgebung durchgeführt und beurteilt werden. Die Kernspin-/Computertomographie- und Ultraschallbilder werden von einem zweiten Arzt, welchem die Beurteilung des ersten Arzts nicht bekannt sind, bezüglich des Aussehens und der Größe der Blutung bewertet. Ziel der Studie ist es, die Ultraschalluntersuchung bei Blutungen im Nervenwassersystem als sichere und untersucherunabhängige Methode zur Darstellung der Blutung einzusetzen. In Zukunft kann so ggfs. der Zeitpunkt einer erneuten Computertomographie anhand des Ultraschallergebnisses festgelegt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Korrekter Nachweis einer intraventrikulären Blutung per transkranieller B-Bild-Sonographie am Aufnahmetag
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >18 und <85 Jahre, Nachweis einer intraventrikulären oder parenchymatöser Blutung mittels Computer- oder Kernspintomographie, Symptombeginn <12Stunden, positive Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Fehlendes transtemporales Schallfenster

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Mit Hilfe der transkraniellen B-Bild-Sonographie ist es möglich zerebrale Strukturen und deren Pathologien darzustellen. Insbesondere das Ventrikelsystem und hier v.a. die Darstellung Messung des 3. Ventrikels ist der sonographischen Diagnostik gut zugänglich und die Bestimmung der Ventrikelweite zeigt untersucherunabhängig eine hohe lineare Korrelation mit der zerebralen Computertomographie (Becker et al. 1994, Seidel et al. 1995, Kiphuth et al. 2011). Pathologien, wie intrazerebrale Blutungen unterschiedlicher Lokalisationen, können ebenfalls mit einer hohen Sicherheit sonographisch dargestellt werden (Seidel et al. 1995, Kukulska-Pawluczuk et al. 2012). Zudem ist eine Bestimmung der Blutungsgröße und des Blutungsvolumens möglich und die ermittelten Werte entsprechen denen in der Computertomographie (Marti-Fabregas et al. 2005, Niesen et al. 2006, Perez et al. 2009). Dementsprechend eignet sich die Methode bei intrazerebraler Blutung auch zur bettseitigen Verlaufskontrolle zur Detektion der Zunahme der Blutungsgröße (Perez et al 2009). Darüber hinaus eignet sich die transkranielle B-Bild-Sonographie ebenfalls zur Verlaufskontrolle der Ventrikelweite bei Erkrankungen, die mit einer raschen Änderung der Ventrikelweite einhergehen. Hier läßt sich zuverlässig eine hydrocephale Konstellation erkennen (Kiphuth et al. 2011). Die transkranielle B-Bild-Sonographie bietet einen wesentlichen Vorteil gegenüber den anderen gängigen kraniellen Bildgebungsmethoden: als Untersuchung am Bett ist sie ressourcenarm und vermeidet Patiententransporte, sie ist im Gegensatz zur Computertomographie röntgenstrahlenfrei, sowie aufgrund der kürzeren Untersuchungszeit auch bei unruhigeren Patienten durchführbar (im Gegensatz zur Kernspintomographie, welche einen kooperativen Patienten erfordert; Perez et al. 2009, Ovesen et al. 2014). Intraventrikuläre Blutungen können als hyperechogene Strukturen im Ventrikelsystem zuverlässig nachgewiesen werden (Mäurer et al. 1998, Kukulska-Pawluczuk et al. 2012). Systematische Studien bezüglich Echogenitätsveränderungen von intraventrikulären Blutungen liegen aktuell nicht vor. Es ist jedoch anhand der Daten von intrazerebralen Blutungen anzunehmen (Seidel et al. 1993), dass die transkranielle B-Bild-Sonographie hier eine ebenso zuverlässige Methode darstellt. Die geplante Studie soll nachweisen, dass die transkranielle B-Bild-Sonographie eine sichere und untersucherunabhängige Methode zum Nachweis und Darstellung der Größe intraventrikulärer Blutungen darstellt und über die Veränderung der Echogenität eine zuverlässige Bestimmung der Liquor- Clearance von Blut im Bereich des 3. Ventrikels erlaubt. In Zukunft kann anhand der sonographischern Ergebnisse womöglich der Zeitpunkt weiterer Verlaufscomputertomographien terminiert und die Anzahl notwendiger Bildgebungen reduziert werden.

Quelle

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