Beschreibung der Studie

Bei unserem Vorhaben handelt es sich um den Vergleich einer Intervention bei aktuellen Patienten aus der Schmerztagesklinik mit einem historischen Patientenkollektiv. Wir konnten eine erhebliche Verbesserung von Schmerzintensität, schmerzbedingter Beeinträchtigung, Depressivität und Analgetikabedarf im Rahmen einer vierwöchigen teilstationären multimodalen Schmerztherapie zeigen. Diese Verbesserungen hielten bis zu einer zweitägigen Nachbetreuungsphase („Boostern“) an und verbesserten sich teilweise weiter. Nach dem Ende der multimodalen interdisziplinären Betreuung und mit Rückkehr in die konventionelle Versorgungslandschaft (gemessen sechs Monate nach der multimodalen Schmerztherapie) kam es jedoch wieder zu einer Verschlechterung des Be-handlungsergebnisses. Ziel der geplanten Studie ist die Überprüfung der Durchführbarkeit einer telemedizini-schen Intervention nach Ende des Kontaktes mit dem interdisziplinären Behandlungs-team, um diesen Trend zur Abnahme der gewonnenen Therapieeffekte zu verzögern oder im besten Falle aufzuheben. Das Interventionskollektiv generieren wir aus den Patienten nach dem Ende ihrer jeweiligen zweitägigen Nachbetreuungsphase. Die Intervention soll sich über vier Wochen erstrecken. Als Vergleichskollektiv dienen Patienten, die vor Einführung der Intervention behandelt wurden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Untersuchung der Machbarkeit einer telemedizinischen Intervention und die Akzeptanz im untersuchten Patientenkollektiv. Die Akzeptanz mit mittels eines Patientenfragebogens 2 Monate nach Ende der telemedizinischen Intervention erhoben.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 48
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum JenaKlinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinSection Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Interventionsgruppe:
  • Erfüllung der Einschlusskriterien zur multimodalen Schmerztherapie
  • Vorliegen eines Informed Consent
  • Besitz eines Mobiltelefons
  • Fähigkeit, SMS zu lesen und zu versenden
  • deutsche Sprachkenntnisse
  • Historische Vergleichsgruppe:

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Tagesklinik für Schmerztherapie, Jena

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Jena via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Intervention Unser Anliegen ist es, zunächst im Rahmen einer Doktorarbeit die ersten Schritte hin zur Entwicklung einer Schmerztherapie - App vorzubereiten. Diese Pilotstudie soll die Machbarkeit einer Mobiltelefon-basierten Therapieunterstützung nach erfolgter Behandlung in unserer Schmerztagesklinik untersuchen. Dadurch sollen erlernte Bewältigungsstrategien in der weiteren Behandlung ihrer chronischen Schmerzen gefestigt und verstetigt werden. Dazu wollen wir zunächst Textnachrichten, sogenannte SMS, die von jedem Handy empfangen werden können, nutzen. Diese SMS werden von einem multiprofessionellen Team (Sportmediziner, Arzt für Physikalische Medizin, Psychologischer Psychotherapeut, Schmerzmediziner, Allgemeinmediziner) entsprechend dem interdisziplinären Konzept der Schmerztagesklinik erstellt. Die SMS enthalten edukative, motivierende und erinnernde Inhalte. Über einen Zeitraum von vier Wochen werden an jeweils 5 Tagen pro Woche von Montag bis Freitag solche unterstützenden SMS versendet. Zu den genauen Inhalten sei auf das beiliegende SMS-Protokoll verwiesen. An vier Tagen der Woche werden die Patienten außerdem zusätzlich eine SMS be-kommen, in der wir darum bitten, uns eine Frage kurz zu beantworten („Feedback-SMS“). Hier müssen die Patienten auf die gestellten Fragen mit einer Zahl von 0-10 entsprechend einer Numerischen Ratingskala antworten. Zu den genauen Inhalten sei auch hier auf das beiliegende SMS-Protokoll verwiesen. Die SMS ersetzen jedoch keine direkte Kommunikation mit uns oder anderen Behandlern. Die Interventionsstudie tangiert daher nicht eine gleichzeitige Betreuung bei Haus- oder Fachärzten inklusive Schmerztherapeut. Im Rahmen der Studie werden wir die Patienten regelmäßig bitten, schriftlich Fragebö-gen zu beantworten (siehe Anlage). Den ersten Fragebogen erhalten die Teilnehmer nach Abschluss der vierwöchigen SMS-Phase. Einen weiteren Fragebogen erhalten sie nach circa 3 Monaten. Der zweite Fragebogentermin entspricht dem nach jeweils 6 Monaten routinemäßig eingesetzten Instrument. Damit wird ein Vergleich mit einem historischen Patientenkollektiv möglich, das eine Standardtherapie, jedoch keine Intervention erhielt. Ferner soll der zeitliche Verlauf der Outcomeparameter innerhalb der Interventionsgruppe untersucht werden. Methoden Es sollen 24 Patienten aus der Interdisziplinären Schmerztagesklinik am Universitätsklinikum Jena untersucht werden. Es handelt sich um ein geschlechts- und altersgemischtes Patientenkollektiv mit chronischen Schmerzarten, die die Einschlusskriterien zur multimodalen Schmerztherapie (Vorliegen der Diagnose F45.41 – Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, erfolglose monodisziplinäre Vorbehandlung, Indikation zur teilstationären Krankenhausbehandlung) erfüllen. Alle Patienten erhalten die übliche standardisierte vierwöchige teilstationäre multimodale Schmerztherapie und nach einem Zeitintervall von 2-3 Monaten eine zweitägiges teilstationäres Boostern. Direkt im Anschluss daran beginnt die telemedizinische Intervention, die eine Dauer von vier Wochen hat. Weitere Einschlusskriterien umfassen die informierte schriftliche Einwilligung des Patienten, das Vorhandenseins eines Mobiltelefons, die Fähigkeit, SMS zu empfangen und zu senden, ausreichende deutsche Sprachkenntnisse und ein Alter über 18 Jahren. Ausschlusskriterien umfassen alle Erkrankungen, die zu einer kognitiven Beeinträchtigung führen können, eine wiederholte Teilnahme am tagesklinischen Schmerzprogramm, eine geplante Operation, stationäre Behandlung oder Reise im Untersuchungszeitraum. Es werden jeweils von Montag bis Freitag standardisierte SMS mit Inhalten entspre-chend den Themen des tagesklinischen Programms versendet. An vier Tagen der Wo-che werden die Patienten außerdem Feedback-SMS bekommen, die sie entsprechend der Fragestellung auf numerischen Ratingskalen beantworten sollen. Die Ergebnisparameter werden im Rahmen der Routinebefragung ca. 6 Monate nach Ende der teilstationären Behandlung (2 Monate nach Ende der telemedizinischen Intervention) per Post erhoben. Zusätzlich erhalten die Patienten einen Fragebogen, in dem nach Akzeptanz, technischen Problemen und subjektiver Einschätzung der Intervention gefragt wird. Abschlussbemerkung Interventionen aus dem Bereich „mHealth“ (z.B. Apps zum Tracking und Schrittzahl sowie Tagebücher etc.) sind bereits bei anderen Krankheitsentitäten untersucht. Social Support per Telemedizin wurde sowohl in der Schmerztherapie als auch beispielsweise in der Nachbetreuung psychiatrisch erkrankter Patienten angewendet, meist sind jedoch lediglich einzelne Aspekte (Schmerzstärke, Coping, Katastrophisierung, Bewegung, Erinnerung an Medikamenteneinnahme, Terminerinnerung) untersucht worden. Unser Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass hier die telemedizinischen Support-Elemente durch ein multiprofessionelles Team entwickelt wurden, das selbst umfangreiche Erfahrung in der multimodalen Schmerztherapie besitzt. Daher können viele Dimensionen von Schmerz und dessen Nachbetreuung bearbeitet werden. Außerdem hat es bisher keine Studie oder Intervention gegeben, die in Deutschland spezifisch dieses tagesklinische Patientenkollektiv als Zielgruppe hatte. Im Vordergrund dieser Pilotstudie soll die prinzipielle Durchführbarkeit und Akzeptanz einer telemedizinischen Intervention stehen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.