Beschreibung der Studie

Der Beckenboden ist nach Geburten häufig geschwächt und bei vielen Frauen tritt Harnverlust auf. Dieser Harnverlust kann ein paar Tropfen bei Husten oder Niesen sein, bisweilen aber auch grössere Mengen betragen und mit Heben, Tragen oder langem Gehen verbunden sein. Wir wollen mit dieser Studie untersuchen, ob es möglich ist anhand von Parametern, welche wir im Labor messen können und die den Gang beschreiben, einen Rückschluss auf die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur zu machen. Weiter möchten wir untersuchen, ob durch das Tragen des kyBoot Schuhes der Firma kybun die Beckenbodenmuskulatur erhöhte Aktivität während Stehen und Gehen zeigt. Zudem wird untersucht ob eine Oberfläche, welche die Fusssohle stimuliert, eine Veränderung in der Aktivität der Beckenbodenmuskulatur verursacht. Während der Studie werden verschiedene Konditionen getestet. Zuerst werden Versuche mit Schuhen durchgeführt. Dabei stehen oder gehen die Probandinnen mit einer selbst-gewählten Geschwindigkeit. Anschliessend werden barfuss Versuche im Stehen und Gehen durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Aktivitätsmessung der Beckenbodenmuskulatur: root mean square des EMG Signals und Zeitpunkt der Muskelaktivität bei verschiedenen Konditionen. Die Muskelaktivität wird mittels Vaginalsonde und dem Messgerät NeXus-10 erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Kommission für Technologie und Innovation KTI

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 8 Wochen bis 6 Monate nach Geburt
  • Gesund oder leichte Inkontinenz bei Belastung (gemäss eigenen Angaben)

Ausschlusskriterien

  • Harnwegsinfekt,
  • höhergradige Dammverletzungen,
  • chronische Grunderkrankungen der Atemwege oder Lunge,
  • neurologische Erkrankungen,
  • Diabetes mellitus,
  • Erkrankungen der Niere und weiterer Bauchorgane,
  • chronische lumbale Schmerzen,
  • Gelenkserkrankungen,
  • Verletzungen des Bewegungsapparates vor weniger als 6 Monaten,
  • Amputationen,
  • Erfahrungen mit instabilen Schuhen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Stressinkontinenz-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Einleitung: Während Schwangerschaft und Geburt haben Frauen ein signifikant erhöhtes Risiko eine Harninkontinenz, definiert als jeglicher unfreiwillige Verlust von Harn, zu entwickeln. Längsschnittstudien zeigen, dass diese auch ein Jahr nach der Geburt bestehen bleibt sofern keine Massnahmen ergriffen werden. Das Training der Beckenbodenmuskulatur verbessert nachweislich Symptome einer Harninkontinenz. Die Mehrzahl der Frauen sind über die Effektivität des Beckenbodentrainings informiert, jedoch wird gezieltes Training nur sehr selten durchgeführt. Dies wird darauf zurückgeführt, dass das Training zeitaufwändig ist und im Hinblick auf die Versorgung eines neugeborenen Kindes, meist nicht priorisiert wird. Das Training der Beckenbodenmuskulatur muss daher für die jungen Mütter gut in den Alltag integriert sein, zum Beispiel mit dem Tragen eines Schuhes. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur wenig fundierte Literatur welche den Zusammenhang von Beckenbodenaktivierung und externen Parameter wie Schuhe oder Oberfläche untersucht hat. Ziel: Das primäre Ziel der Studie ist der Nachweis von Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur beim Stehen und Gehen durch verschiedene externe Parameter (weich-elastische Schuhe, mit und ohne propriozeptiver Einlegesohle). Das sekundäre Ziel der Studie ist das Nachweisen von allfälligen Korrelationen zwischen der Aktivität der Beckenbodenmuskulatur und sowohl kinematischen Gangparametern als auch Aktivität von oberflächlichen Skelettmuskeln, welche mit Haut-EMG erfasst werden können. Design: Das Design entspricht einer Querschnittsstudie mit verschiedenen Konditionen (inklusive Kontrollintervention) welche während der gleichen Mess-Session gemessen werden. Die Konditionen sind barfuss, mit weich-elastischem Schuh, mit weich-elastischem Schuh mit propriozeptiver einlegesohle. Es werden 20 gesunde Probandinnen oder mit einer Harninkontinenz nach Geburt rekrutiert. Resultate: Die Kinematik wird mittels Vicon Motion System erhoben, während Oberflächen EMG mittels myon und Beckenboden EMG mittels Nexus-10 erhoben werden. Es wird die Aktivität des Beckenbodens bei verschiedenen Konditionen ermittelt und sowohl zwischen den Konditionen verglichen als auch korreliert mit Kinematik und Oberflächen EMG. Mittels einer einfaktoriellen Varianzanalyse werden Zusammenhänge Schuh mit der Aktivität des Beckenbodens statistisch ermittelt. Für die Bestimmung der Korrelation der Beckenbodenaktivität mit Kinematik/Oberflächen EMG wird der Pearson-Korrelationskoeffizient berechnet.

Quelle

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